Herzlichen Dank für die ausführlichen Informationen
Es geht in diesem Fall eigentlich nicht nur um die Umsatzsteuerproblematik, sondern auch um Kostensenkungen allgemein.
Nehmen wir mal an, ich hätte eine Firma in den USA. In diesem Fall könnte ich günstigere Konditionen für die Kreditkartenabrechnung bekommen, und zwar günstiger als direkt mit einer Firma in Deutschland und auch günstiger als über den jetzigen Reseller. Meine deutsche GmbH würde dann die Lizenzen an meine eigene Firma anstatt an den Reseller verkaufen und könnte mehr pro Lizenz erlösen. Im gleiche Zuge könnte man dann auch die Online-Bezahlsysteme auf die US-Firma umstellen, da ich auch hier mit einer US-Firma teilweise bessere Konditionen bekommen würde.
Es werden doch eigentlich keine Umsätze wirklich ausgelagert, da das Geld am Ende so oder so in die deutsche GmbH fließt. Die Umsätze der deutschen GmbH würden sogar steigen (mehr Erlös pro Lizenz) und die Kosten würden sinken (bessere Konditionen)... oder habe ich hier einen kapitalen Denkfehler drin?
Mir wäre eine Lösung am liebsten, mit der ich ganz offiziell Inhaber der Auslandsfirma sein könnte, da es mittelfristig auch nicht unwahrscheinlich ist, dass die Firma vor Ort Angestellte für den Support haben wird. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, das jetzt schon alles (Entwicklung der Software und Support) nicht in Deutschland passiert, sondern in zwei anderen EU-Staaten und die Server sind unter anderem aus Kostengründen schon immer in den USA. Die Entwicklung und der Support waren früher in Deutschland, wurden aber auch wieder unter anderem aus Kostengründen in zwei andere EU-Staaten ausgelagert.
Ein weiterer Punkt ist der, dass die Abrechnung schon immer komplett in USD läuft während ein Großteil der Kosten in Euro anfallen. So wie sich der Dollar in den letzten 6 Jahren entwickelt hat und kein Ende abzusehen ist, könnte es mittelfristig auf jeden Fall Sinn machen, Teilbereiche wie Support in die USA auszulagern. Dann hätte ich auch mehr Planungssicherheit. Dies ist zwar Zukunftsmusik aber es würde meiner Meinung nach keinen Sinn machen, jetzt eine Lösung zu finden, mit der dies nicht möglich wäre.
Wie schon gesagt, vielleicht habe ich hier einen kapitalen Denkfehler drin?
Zu den Kosten: Einige tausend Euro Kosten im Jahr wären kein Problem. Ich bin nicht davon ausgegangen, dass wir uns im dreistelligen Bereich bewegen
