Einzelnen Beitrag anzeigen
  #35 (permalink)  
Alt 19.04.2008, 16:31
McNamara McNamara ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 11.04.2006
Beiträge: 1.363
Standard Berufsbezeichnungen und akademische Grade

Zitat:
Zitat von weber0300 Beitrag anzeigen
ich sehe diese Diskussion nicht auf die Frage beschränkt ob ein Meister einen Titel führen darf.
Doch, genau darum ging es ursprünglich in dieser Diskussion. Viele Absolventen der IHK sind der Meinung, den Titel "Bachelor Professional CCI" bzw. "Master Professional CCI" oder ähnliche Formen führen zu dürfen, die akademischen Abschlüssen ähnlich sind. Genau das ist (ganz unabhängig vom EQF) aber nicht zulässig, weswegen das diesbezüglich zweifelhafte Marketing der IHK kritisiert wurde.

Zitat:
Im Hinblick auf die Globalisierung ist es auf lang oder kurz unabdingbar die einzelne Qualifikationen vergleichbar zu gestallten.
Wobei zu beachten ist, dass nur vergleichbare Dinge verglichen werden können. Wer Rohrzangen mit Bananen vergleicht, hat ein Problem. Sinnvoll ist es hingegen, die jeweiligen Ausbildungen zu optimieren, um eine realistische Vergleichbarkeit zu erzielen. Einheitsbezeichnungen, die noch dazu nicht zugelassen sind, wirken dem entgegen.

Zitat:
Hier sollte man langsam beginnen eine Blick über den Tellerrand zu wagen, wenn Deutschland diese Entwicklung verschläft werden uns andere Länder evtl. überholen und das wollen doch weder die Akademiker noch die Nichtakademiker.
Es gibt bereits Einstufungen, die nicht auf dem Papier stehen. In Australien und den USA kann ein Techniker meistens direkt den MEng an einer Universität machen. Damit ist der Techniker ebenfalls kein Master, natürlich auch kein Bachelor, kann aber direkt ins Masterstudium einsteigen. Das ist meiner Meinung nach die optimale Lösung - Praktikern wird der Zugang zu einem echten akademischen Abschluss erleichtert. Und wer nicht studieren möchte, der lässt es eben - hat aber dann auch keinen akademischen Abschluss, genauso wenig wie ein Akademiker den Technikerabschluss geschenkt bekommt.

Zitat:
sondern Deutschland als Kompetenzenmarkt etablieren und das nicht nur auf den Akademiker bezogen
Einen Kompetenzmarkt etabliert man nicht, indem man Scheinbezeichnungen erfindet, ohne etwas Tatsächliches zu verändern. Der deutsche Kompetenzmarkt wird ganz sicher nicht durch ausländische Bezeichnungen verbessert, denn in Deutschland sind Techniker und Meister jedem ein Begriff.
__________________
McNamara
Wahrheit kann auch mal weh tun
Es lebe der Verbraucherschutz!
Mit Zitat antworten