Sehr verehrte Boardmitglieder!
Als neues Mitglied darf ich mich an dieser Stelle ebenfalls kurz vorstellen:
Ich bin 49 Jahre alt (oder 39+x wie ich immer zu sagen pflege

) und war bis vor kurzem als Rechtsanwalt tätig. Ich hatte mich auf Staatsangehörigkeits- und Ausländerrecht spezialisiert, wobei ich das Asyl- und Flüchtlingsrecht links liegen ließ, und mich schwerpunktmäßig mit Fragen des FreizügigkeitsG-EU, des Arbeitsmarktszugangs, dem Familiennachzug, oder der Statusverbesserung rechtmäßig in D lebender Ausländer beschäftigt habe.
Nach fast 20 Jahren hatte ich von dieser Tätigkeit genug. Der Rechtsstaat ist in D meiner Meinung nach - vom Normalbürger eher unbemerkt - schon stark beschädigt. Die Diskussionen um die Gesetzesänderungen im Zuge der Terroristenbekämpfung, die in der veröffentlichten Meinung immer so im Vordergrund stehen, sind dabei nicht einmal das einzige Problem. Vielleicht besteht Gelegenheit, diese Fragen im Forum (falls erwünscht) zu behandeln.
Diese Entwicklung war aber nur einer der Gründe, meine Tätigkeit an den Nagel zu hängen.
Der klassische Anwalt wird - Grund Nr. 2 - es zukünftig noch schwerer haben, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Stichpunkte sind Anwaltsschwemme, Kostendruck, Gängelei durch Berufsvertretung, Gesetze, Rechtsprechung und Finanzamt, Wegbrechen des Beratungsmarktes.
Deshalb habe ich nunmehr meinen alten Traum (Grund Nr. 3) erfüllt, und mich auf dem Fortbildungs- und Beratungssektor im Bereich Recht & Migration verselbständigt. Beides habe ich auch als Anwalt nahezu 20 Jahre lang gemacht, vorzugsweise für Nichtjuristen. Erfahrung ist also vorhanden.
Jetzt müssen nur noch die Millionen fließen
Privat bin ich mit einer Chinesin verheiratet, unsere Tochter geht in die 2.Klasse. Wir wohnen im Münchener Raum.