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Alt 25.05.2008, 17:17
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Standard U.S. Gesellschaft und unbeantwortete Fragen

Firma – anonym mit Bankkonto und U.S. Steuernummer – im passiven Einsatz


1. Es ist legal als deutscher eine Firma in den USA zu gründen, sei es nun eine Corp, Inc oder LLC.
2. Wenn man für diese Firma ein Konto in den USA (Bank und/oder Broker) eröffnet und sein eigenes versteuertes Geld dorthin einzahlt, das ist wohl auch ohne Problem möglich.
3. Die Gesellschaft kann das Geld von mir als Aktionär nur als Darlehn oder Einzahlung auf Kapital erhalten. Beides sind ja für die Gesellschaft in den USA auch keine Einnahmen, sondern Einlagen; also muss die Firma für das Geld in den USA nicht schon wieder Steuern zahlen.
4. Wenn man dann für die Gesellschaft in den USA einen Steuerberater bestellt, der einmal im Jahr die Erklärung/Bilanz macht; Die Firma hätte dort wohl Erträge aus Zinsen oder Kapitalgewinne durch An- bzw. Verkauf von Wertpapieren oder Terminkontrakten, ist das wohl so der ordentliche Gang.

A) Ist der jährlich in der U.S. Gesellschaft akkumulierte Kapitalzuwachs, wenn er auch dort in den USA versteuert wird und nicht ausgeschüttet wird i.o. oder muss ich als 100% Besitzer so was in Deutschland dann auch nochmals angeben und hier nochmals Steuern zahlen?

B) Wenn man eine solche Firma gründet muss ja ein Organ der Gesellschaft das Konto in den USA eröffnen. Kann ich das machen ohne in öffentlichen Registern zu erscheinen?

C) Kann diese Gesellschaft dann in Deutschland eventuell auch ein Stück Ackerland kaufen, so dass es nicht nachvollziehbar ist, dass die Gesellschaft mir gehört? Wenn mich quasi der Nachbar fragt kann ich sagen gehört mir nicht, ich hab das nur von einem Ami gepachtet/gemietet oder wurde mir überlassen?

D) Kann die Gesellschaft mir später mal für mein Hauskauf Geld leihen und das mit Sicherungshypothek im deutschen Grundbuch eintragen – so dass z.B. mein Haus mit Schulden bedeckt ist und wenn meine Frau/andere Gläubiger sich daran bedienen wollen, das Haus quasi gesichert ist, weil das mit Schulden überbeladen ist und jeder mit seinen Forderungen bei Zwangsversteigerung erst die Befriedigung des Ranghöheren decken muss?

E) Muss man einen so genannten Nominee als President oder Direktor bestellen oder gibt’s auch Staaten in denen man als Organ nicht veröffentlicht wird?

F) Wenn man einen Nominee (nennen wir den mal Strohmann) beauftragen muss, der könnte dann ja in meiner Abwesenheit das Konto abräumen und meine Ersparnisse wären weg – gibt’s da nen Guide wie man das am besten macht?

G) Was mag die Buchhaltung/Bilanz/Steuererklärung/Verwaltung der Gesellschaft/Registered Agent kosten, wenn ein Konto besteht mit 80.000 USD und 3.500 USD jährlichem Gewinn aus Zinsen bzw. Kapitaleinkünften/Spekulationsgewinnen.

H) Wie hoch ist die Steuer.

I) Gibt’s nen honorigen Anbieter für so was?

J) Wenn ich die Firma später, nach 25 Jahren Auflöse bekomme ich mein Darlehn plus Zinsen oder das unverzinste Kapital zurück, den Gewinn/Zinsen muss ich dann versteuern, aber nur den Gewinn oder zieht mir das Finanzamt dann das ganze Geld ab und beschlagnahmt es wegen Verdacht auf Schwarzgeld? Ich muss ja dem Finanzamt nicht jeden Monat melden, was ich da an meine U.S. Firma überweise, solange es Kleinbeträge sind und das Geld als Einkommen versteuert ist. Oder bin ich dann vom Staat noch stärker erpressbar?

Wäre wirklich interessant, wenn mir hier einer diese gezielten Fragen beantworten könnte.

Greetings
Kalle
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