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Alt 22.08.2006, 11:14
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Standard Zielländer der Deutschen 2004

Im Jahr 2004 verließen 151.000 Deutsche das Land. Im gleichen Zeitraum zogen 178.000 Deutsche in die Bundesrepublik. Hinter den Vereinigten Staaten als Zielland Nr. 1 für die Deutschen (13.000 Zuzüge) kommt die Schweiz mit 12.800 zugewanderten Deutschen. Wie auch für Polen und Österreich haben sich die Zahlen für die Schweiz innerhalb der letzten zehn Jahre verdoppelt. Gerade die Schweiz und Österreich bieten sich wegen der fehlenden Sprachbarrieren und der Nähe zu Deutschland besonders an. Aber auch die Türkei, China und Schweden haben innerhalb dieser Zeit enorm an Attraktivität für die Deutschen gewonnen, teilweise verdreifachten sich die Zustromszahlen aus der Bundesrepublik. Von den 50er Jahren an bis zum Ende der 80er Jahre gab es in den Wanderungszahlen von Deutschen keine große Änderungen. Mit Beginn der 90er Jahre stiegen dann vor allem die Zahlen der Zu- aber auch der Fortzüge stark an. Während die Zuzüge von Deutschen in die Bundesrepublik in den letzten Jahren stetig sanken, gehen immer mehr Deutsche ins Ausland.

In Zeiten einer hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland (die durchschnittliche Arbeitslosenquote betrug im Jahr 2005 11,7 Prozent) verlassen viele das Land, um ihre berufliche Perspektive zu verbessern. Zum Vergleich: im Jahr 2005 betrug die durchschnittliche Arbeitslosenquote in Öster-reich 5,2 Prozent, in der Schweiz sogar nur 3,8 Prozent. Nach einer Statistik der Bonner Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV) wurden vor allem deutsche Köche, Kellner und Zimmermädchen in die Schweiz und nach Österreich vermittelt, vor allem Arbeitslose aus dem Osten Deutschlands. Ein Viertel der insgesamt fast 46.000 deutschen Gastarbeiter in Österreich ist mittlerweile im Tourismus beschäftigt. Gesucht werden aber auch Ingenieure und Handwerksmeister, Schweißer oder hochqualifizierte Fachkräfte im Gesundheitswesen. Die Bezahlung ist vergleichbar mit der Situation in Deutschland und eine Arbeitserlaubnis ist nicht erforderlich.

Norwegen bietet inzwischen Kurse für Sprache und Landeskunde an, um arbeitslose deutsche Maurer, Dachdecker und Zimmerer anzuwerben. Auch die Agentur für Arbeit vermittelt Arbeitssuchende über das Kooperationsnetz EURES (European Employment Services) ins Ausland. Das EURES-Netz, dem die öffentlichen Arbeitsverwaltungen der Länder des Europäischen Wirtschaftsraumes und der Schweiz sowie Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände angehören, wird von der Europäischen Kommission koordiniert.






... Helvetien, das lob´ ich mir !

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