Vergoldermeister/in; Beschreibung, Voraussetzungen, Inhalte und Kursangebote
Weiterbildung zum/zur Vergoldermeister/in; Beschreibung, Voraussetzungen, Inhalte und Kursangebote
Dauer
In Vollzeit bis 1 Jahr.
Zulassungsvoraussetzungen zur Meisterprüfung
- eine Gesellen- oder Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf
Lerninhalte
Fachpraktischer Teil:
In diesem Teil wird vermittelt,
- wie man nach vorgegebener Zeichnung graviert und punziert
- wie man Ornamente aufträgt
- wie man eine Brokatmalerei ausführt
- wie man Pinselschriften, Ölvergoldungen, Marmorierungen und Goldgrundmalereien ausführt
- wie man auf Gold und Silber radiert
Fachtheoretischer Teil:
- Werkstoffkunde
- Fachtechnologie
- Stilkunde
- Fachzeichnen
- Kalkulation
Kaufmännisch-rechtlicher Teil:
- Rechtliche und steuerliche Grundlagen
- Grundlagen des Rechnungswesens und Controllings
- Grundlagen wirtschaftlichen Handelns im Betrieb
Berufs- und arbeitspädagogischer Teil:
- Einstellung von Auszubildenden
- Ausbildung am Arbeitsplatz
- Ausbildung in der Gruppe
- Allgemeine Grundlagen
- Planung der Ausbildung
- Abschluss der Ausbildung
- Förderung des Lernprozesses
Prüfungsablauf
Teil I:
Im Rahmen der Meisterprüfungsarbeit muss eine der folgenden Arbeiten erledigt werden (maximal 20 Tage):
- Fassen einer Figur mit einer Höhe von 60-80 cm, Grundierung mit Kreidegrund, Teilvergoldung oder Versilberung in Glanz und Matt und farbiger Fassung
- Anfertigen eines Stilrahmens mit einer Rahmenseite von mindestens 40 cm Innenmaß, Druck- oder Gussmasseverzierung, Glanz- und Mattgold
- Fassen eines Möbels, Bearbeitung mit Kreidegrund, Teilvergoldung oder Versilberung in Glanz und Matt, Fassung oder Bemalung
Bei der Arbeitsprobe sind vier der folgenden Aufgaben zu erfüllen (maximal 28 Stunden):
- Gravieren nach vorgegebener Zeichnung
- Auftragen von Ornamenten
- Punzieren nach vorgegebener Zeichnung
- Ausführen einer Brokatmalerei
- Ausführen von Pinselschriften
- Ausführen einer Goldgrundmalerei
Teil II:
Folgende Bereich werden geprüft.
- Fachzeichnen: Anfertigen von Stilzeichnungen
- Werkstoffkunde: Arten, Eigenschaften und Verwendung der Werk- und Betriebsstoffe
- Fachtechnologie: Vergolder- und Fassmalertechniken, Rahmenanfertigung, berufsbezogene Restaurierungstechniken, Kenntnisse zu verschiedenen Untergründen
- Stilkunde: Historische Entwicklung und zeitliche Zuordnung nach stilistischen- und technischen Merkmalen
- Kalkulation: Kostenermittlung unter Einbeziehung aller für die Preisbildung wesentlichen Faktoren
Die schriftliche Prüfung dauert maximal 12 Stunden, die mündliche Prüfung maximal 30 Minuten.
Teil III:
Die Prüfung umfasst folgende Themenbereiche (schriftlich, maximal 5 Stunden):
- Grundlagen des Rechnungswesens und Controllings
- Grundlagen wirtschaftlichen Handelns im Betrieb
- Rechtliche und steuerliche Grundlagen
Teil IV umfasst:
- Allgemeine Grundlagen
- Planung der Ausbildung
- Einstellung von Auszubildenden
- Ausbildung am Arbeitsplatz
- Förderung des Lernprozesses
- Ausbildung in der Gruppe
- Abschluss der Ausbildung
Die schriftliche Prüfung dauert maximal 3 Stunden, der praktische Teil inklusive Prüfungsgespräch maximal 30 Minuten.
Einzelne Teile der Meisterprüfung können 3 Mal wiederholt werden.
Abschluss
- Vergoldermeisterin bzw. Vergoldermeister
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