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Alt 14.09.2006, 23:24
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Standard Uhrmachermeister/in; Beschreibung, Voraussetzungen, Inhalte und Kursangebote

Weiterbildung zum/zur Uhrmachermeister/in; Beschreibung, Voraussetzungen, Inhalte und Kursangebote


Dauer

In Vollzeit bis 1 Jahr,
in Teilzeit bis zu 2 Jahren.


Zulassungsvoraussetzungen

- eine Gesellen- oder Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf


Lerninhalte

Fachpraktischer Teil:

Hier wird vermittelt,
- wie man eine Analog-Quarz-Stiluhr anfertigt und montiert
- wie man ein Pendelwerk mit elektrischem Antrieb anfertigt und montiert
- wie man eine Stabuhr mit Federantrieb anfertigt und montiert
- wie man eine elektronische analoganzeigende Kleinuhr mit Feststellung instand setzt und Fehler beseitigt
- wie man eine elektronische digitalanzeigende Kleinuhr mit Feststellung instand setzt und Fehler beseitigt

Fachtheoretischer Teil:

Lerninhalte sind
- technische Mathematik
- technisches Zeichnen
- Fachtechnologie
- Werkstoffkunde
- Kalkulation
- Stilkunde

Kaufmännisch-rechtlicher Teil:

Die Schüler lernen,
- wie Buchführung, Jahresabschluss, Zahlungsverkehr, Kosten- und Leistungsrechnung durchgeführt werden, was unter Controlling zu verstehen ist
- wie man seine Produkte vermarktet, wie man den Markt analysiert und das Sortiment entsprechend gestaltet
- welche rechtlichen Regelungen und finanziellen Gesichtspunkte bei einer Unternehmensgründung zu beachten sind
- welche gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung das Handwerk hat und wie es organisiert ist
- welche verkaufsfördernden Maßnahmen man ergreifen kann, welche Vertriebswege es gibt
- wie man die Verwaltung und Büroarbeit im Betrieb organisiert
- wie man Personal auswählt und einstellt, wie man Mitarbeiter führt
- welche rechtlichen und steuerlichen Grundlagen für die Betriebsführung wichtig sind (z.B. Vertragsrecht, Mahn- und Klagewesen, Handwerks- und Gewerberecht, Arbeitsrecht, Versicherungsrecht, Umsatz-, Gewerbe- und Einkommenssteuer)

Berufs- und arbeitspädagogischer Teil:

In diesem Teil des Unterrichts lernen die angehenden Meisterinnen und Meister,
- wie die Ausbildungsordnung im Uhrmacher-Handwerk aufgebaut ist und umgesetzt wird, wie man einen betrieblichen Ausbildungsplan erstellt
- welche didaktischen Prinzipien und betrieblichen Ausbildungsmethoden es gibt, um Wissen zu vermitteln
- welche Bedeutung das duale System der Ausbildung hat, welche rechtlichen Rahmenbedingungen ihm zugrunde liegen
- was bei der Einstellung von Auszubildenden und beim Abschließen eines Ausbildungsvertrages zu beachten ist
- wie man Ausbildungsmittel für verschiedene Lernziele auswählt und einsetzt
- wie man Lernerfolgskontrollen durchführt
- wie die Lebenssituation und der Entwicklungsstand des Lehrlings zu berücksichtigen sind, wie man lernschwache bzw. leistungsstarke Auszubildende fördern kann
- welche Besonderheiten und Konflikte bei der Arbeit in Gruppen auftreten können
- wie man Auszubildende auf Prüfungen vorbereitet, wie man Zeugnisse ausstellt


Prüfungsablauf

Teil I:

Im Meisterprüfungsprojekt, das die Planung, Kalkulation, Durchführung und Dokumentation umfasst, müssen folgende Arbeiten durchgeführt werden (maximal 4 Tage):
- eine mechanische Großuhr instand setzen und in Betrieb nehmen, dabei eines oder mehrere Einzelteile entwerfen, konstruieren, berechnen, kalkulieren und anfertigen
- einen mechanischen Chronografen instand setzen, in Betrieb nehmen und in den Lagen regulieren

Das Fachgespräch dauert maximal 30 Minuten.

Teil II:

Es werden folgende Bereiche geprüft (schriftlich, jeweils maximal 3 Stunden):
- Instandhaltungstechnik
- Auftragsabwicklung
- Betriebsführung und Betriebsorganisation

Teil III:

Die Prüfung umfasst:
- Grundlagen des Rechnungswesens und Controllings
- Grundlagen wirtschaftlichen Handelns im Betrieb
- rechtliche und steuerliche Grundlagen

Die Prüfung erfolgt schriftlich in insgesamt maximal 5 Stunden.

Teil IV:

Teil IV erfolgt schriftlich (maximal 3 Stunden) und praktisch (30 Minuten inklusive Prüfungsgespräch) und umfasst:
- allgemeine Grundlagen
- Planung der Ausbildung
- Einstellung von Auszubildenden
- Ausbildung am Arbeitsplatz
- Förderung des Lernprozesses
- Ausbildung in der Gruppe
- Abschluss der Ausbildung

Teile der Meisterprüfung können 3 Mal wiederholt werden.


Abschluss
- Uhrmachermeisterin bzw. Uhrmachermeister
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