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Alt 08.03.2007, 10:42
Lord_Alexander Lord_Alexander ist offline
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Beiträge: 37
Standard Die liebe Steuer ...

Hallo wundschrat,
Tja - was soll ich sagen? Ihr Problem ist mir durchaus in anderen Konstellationen bekannt: Etwa in Form von Studenten, die etwas dazuverdienen wollen, ohne Stipendien, Familienbeihilfe o.ä. zu verlieren. Oder geringfügig Beschäftsigte (für Einkommen bis EUR 400 / Monat gibt es hier in AT besondere Regelungen), die nicht über die Geringfügigkeitsgrenze hinauskommen wollen.

Eine Firmengründung in einer Steueroase ist hierfür ein Overkill, wie Ihnen tropico ja schon beantwortet hat. Ebenso ist es fraglich, welche Leistungen Sie erbringen und welche Voraussetzungen daher Ihre Rechnungen erfüllen müssen, um a) steuerlich geltend gemacht werden zu können und/oder b) die nötige Seriosität implizieren.

Ich kann Ihnen daher nur raten, sich an einen Steuerberater Ihres Vertrauens zu wenden, der Ihnen entsprechende Möglichkeiten aufzeigt. Ggf. klappt Ihr Vorhaben auch so, so lange Sie bestimmte Umsatzgrenzen nicht übersteigen.

Vom Hörensagen weiß ich, daß es andere in ähnlichen Konstellationen andere Wege gegangen sind, die jedoch nicht legal sind und zu denen ich Ihnen daher nicht raten kann:

a) Arbeit ohne Rechnung ("Schwarzarbeit", "Pfusch" ...)
Ich denke, das bedarf keiner weiteren Erläuterung.

b) Arbeit auf die Rechnung Dritter
Die Leistung erbringen Sie, die Rechnung stellt eine andere Person oder ein anderes Unternehmen aus, zudem Sie ein Naheverhältnis haben. Dieser Dritte trägt die Steuerlast, den "Nettoerlös" erhalten Sie "unter der Hand".
Natürlich ist auch das nicht legal, da:
* Nicht gesagt ist, daß die Steuerprogression, welcher der Dritte unterliegt, die gleiche ist, wie die Ihre
* Sie ja weiterhin Ihre Rentenversicherung in voller Höhe beziehen, obwohl Sie diesen Anspruch ja nicht mehr hätten.


Sowohl a) und b) setzen somit das Stillschweigen aller Beteiligten voraus - und stellen ein rechtliches Risiko dar, das auch entsprechende Konsequenzen nach sich ziehen könnte.

Somit kann ich Ihnen nur raten, Ihren Steuerberater zu kontaktieren um zu prüfen, ob es legale Varianten gibt (etwa so lange Sie unter best. Umsätzen bleiben).

Andere Varianten werden dabei die Risiken von a) und b) nach sich ziehen - Ihr Lösungsansatz mit der Steueroase ist dabei ja b) jedoch mit einer Gesellschaft im Ausland.

Ich hoffe, mit meinen Auskünften gedient zu haben ....

Liebe Grüße,

Lord_Alexander
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