Panama-"Ungereimtheiten"
Wir fällt auf, dass gerade in jüngster Vergangenheit die "Nachfrage" nach Panama-Gesellschaften deutlich angestiegen ist... nicht basierend auf effektivem Wissen der Interessenten, sondern klar formuliert in der Weise "... möchte gerne eine Firma in Panama für XXX gründen ..."
Ich habe mich ergänzend und zusätzlich - auch vor nicht allzu langer Zeit - doch sehr gewundert über die Aussage eines Zürcher Wirtschaftsanwaltes, der mir klar und deutlich zu verstehen gaben, dass "... Sie für diese Art der Tätigkeit in der Schweiz eine Bahamas-Firma auf gar keinen Fall einsetzen können... die zuständigen lokalen Behörden in Zürich würden Transferzahlungen und/oder Buchhaltungsbeleg mit entsprechender Nassauadresse nicht akzeptieren... als Alternative käme höchstens eine Panamagesellschaft in Frage ..."
Auf Nachfrage konnten mir weder "Interessenten" noch der erwähnte "Profi" konkret und nachvollziehbar erläutern, aus welchen sachlich gerechtfertigten Gründen entsprechende Wünsche resp. Meinungen geäussert wurden... offensichtlich "aus dem Bauch" heraus formulierte und dargestellte Ansichten
Befinde auch ICH mich im Bereich der "Bauchgefühle", wenn ich keinerlei Sinn und Zweck weder in der Bevorzung des Eintragungsortes Panama-City noch in der Bevorzung einer Offshore-Jurisdiction gegenüber einer anderen sehe?
Die Aeusserungen von TROPICO sprechen ja für sich... es ist absolut unerheblich, wo jemand eine Offshoregesellschaft eintragen lässt (selbstverständlich unter der Voraussetzung, dass sich die gesetzlichen Grundlagen miteinander vergleichen lassen - im "Normalfall" sind allerdings sowohl im Firmenrecht wie bei der Trustgesetzgebung die Unterschiede derart unbedeutend - was kümmert es mich, ob ein Trust eine maximale Laufzeit von 99 Jahre hat oder dieser auf unbestimmte Zeit unterhalten werden kann... nach mir die Sintflut 8-) was neben persönlichen Präferenzen (lokale Bekanntschaften, Sprache und Kultur, Erreichbarkeit, Lage etc.) und vor allem dem Vertrauen in die Professionalität der involvierten Berater und Leistungsträger zählt, ist die Akzeptanz einer Struktur gegenüber
a) den betroffenen Kunden im Operationsland (in DEREN Buchhaltung landen nämlich Belege, Dokumente und Unterlagen... und anlässlich von Betriebsprüfungen in DEREN Betrieb können Strukturen platzen resp. zu Problemen IHRES Kunden zu DESSEN Abnehmern führen!)
b) den beteiligten Partnern (sind Lieferanten überhaupt bereit, an eine Firma mit Sitz auf beispielsweise den Bahamas zu liefern und entsprechende Rechnungen auszustellen?)
c) involvierten Behörden (siehe Ausführungen von Nutzer TROPICO bezüglich IZA-Registrierung und Bestimmungen des Aussensteuergesetzes... alles fein säuberlich dargestellt und allemal eine "Leseprobe" Wert)
Ich schliesse mich den geäusserten Bedenken bezüglich von Panama auch hinsichtlich der Tatsache an, dass 3 (drei!) involvierte Verwaltungspersonen (nach einer Gesetzesänderung ist ja seit einigen Jahren immerhin der Einsatz von nicht in Panama residenten Verwaltungsgesellschaften möglich... früher bekam man's mit Kerlen zu tun, die einem schon durch die Masse der Vor- und Nachnamen Ehrfurcht einflössten!) - also 4 vertretene Meinungen 8-) - doch etwas happig sind.... und wenn Ansichten, Anregungen, Hinweise etc. noch dazu in Spanisch daherkommen... dann: Olé... kann ich gerne drauf' verzichten!
Der Kern einer jeden Auslandsfirmenlösung öffnet sich dem geneigten Leser im letzten Abschnitt der Ausführungen meines Vorposters:
Jeder Firmengründer wird Ihnen gerne schriftlich bestätigen, dass eine in X unter speziellen, nur für "Non Residents" gültigen Gesetzesgrundlagen, gegründete Firma im Eintragungsort KEINERLEI STEUERLICHEN KONSEQUENZEN AUSGESETZT ist... nur: darauf kommt's eben überhaupt rein gar nicht an... entscheidend ist die Begutachtung durch die ZUSTÄNDIGEN Behörden am "Principal Place of Business", an dem Ort also, an welchem die Gesellschafts EFFEKTIV tätig ist... den Bezug "Ihres" in Panama eingetragenen Nagelstudios im Allgäu zum Registierungsland glaubhaft darzustellen... das wäre eine ganz spezielle Auszeichnung ("Offshoreschnorrer des Jahres" oder ähnlich!) Wert
Zum leidigen Thema "Bankkontoeröffnung" ein Live-Erlebnis nach dem eben "abgeschlossenen" Abklappern unzähliger High-Street-Banken in London: Neuerdings werden sogar für UK-Limited's Eröffnung und Führung von Firmenkonten davon abhängig gemacht, dass man eine in Grossbritannien wohnhafte Privatperson als "Director" einsetzt... dann mal viel Spass bei der Suche nach einem geeigneten Opfer!
Das "subjektive Empfinden" von Nutzer TROPICO macht also schon Sinn... der Mann hat ein feines Näschen 8-)
Take care, und: Viel Glück!
Pelican
... der seinen Schnabel gerne in Dinge steckt, die ihn nicht's angehen 8-)
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