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Alt 16.06.2006, 10:26
tropico tropico ist offline
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Idee

@prstetz,

meinten Sie diesen Beitrag: "Versuchen Sie auch einmal, mit einer Panama AG bei einer halbwegs seriösen Bank in Europa ein Geschäftskonto zu eröffnen.
Hierbei meine ich ein ordentliches Konto, nicht irgendein halbseidener Kram über die baltischen Staaten, moneyflexx etc." ????

Moneyflexx als Zahlungsweg ist völliger Unfug, da absolut unbrauchbar für geschäftliche Aktivitäten und sehr unsicher im Hinblick auf das, was man als "Bankkundengeheimnis" bezeichnen sollte.

Im Internet finden Sie - geben Sie bei google einmal "moneyflexx" ein - Folgendes:

"Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen der Firma AktivInvest Holding AG Schweiz / Moneyflexx wegen Verdacht des Betrugs, Verstoß gegen das Kreditwesengesetz, Verdacht der Untreue

StA Lörrach, Az. 86 Js 667/06


Sehr geehrte Kunden der Firma Aktivinvest Holding AG / Moneyflexx,

die Kriminalpolizei Lörrach führt unter dem Aktenzeichen KP/Ki3/3033/06 ein Ermittlungsverfahren gegen die Verantwortlichen der oben genannten Firma durch. Die Verantwortlichen sind namentlich bekannt. Es sind bereits einige Anzeigen von Kunden eingegangen, die ihre einbezahlten Gelder bislang nicht wieder erhalten haben.

Um festzustellen, ob es sich hier nur um Einzelfälle handelt oder ob sich hier ein strafbares Handeln der Verantwortlichen vorliegt, bitte ich Sie, den beigefügten Fragenkatalog zu beantworten und mir per e-mail zu übersenden. Auch wenn Sie nur eine kleine Summe nicht wieder erhalten haben oder seit Monaten auf die Zuteilung einer Kreditkarte warten, wäre eine Beantwortung für das Verfahren wichtig. ..."


Muß man nicht weiter kommentieren ... !



Zum Thema "Kapitalverwaltungsgesellschaft"/ Vermögensverwaltungsgesellschaft:

Es ist schlicht un ergreifend nicht möglich, daß eine "einfache" Kapital-/ Vermögensverwaltung an das SWIFT-System angeschlossen werden kann. Insoweit ist die Aussage auf der Webseite von EMS FALSCH !


Zur Info:

SWIFT

Ein Begriff, der aus dem Auslandszahlungsverkehr nicht wegzudenken ist, ist S.W.I.F.T.

SWIFT ist die Abkürzung für "Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunications". Wie aus dem Namen hervorgeht, handelt es sich um eine Gesellschaft, die für Telekommunikation zwischen Banken weltweit sorgt. Träger der Gesellschaft mit Sitz in La Hulpe, Belgien, sind die Banken selber. Anteilseigner oder members (und Stimmberechtigte im Verhältnis des generierten Nachrichtenvolumens) konnten bislang nur Banken sein, andere Finanzinstitute wie Broker, Investmenthäuser, Börsen und Wertpapierclearer konnten seit 1987 nur als stimmrechtslose Teilnehmer oder participants Kunde von SWIFT werden. Im März 2000 wurde jedoch entschieden, daß auch einige Teilnehmer aus dieser Kategorie Vollmitglied werden können.

Gleichzeitig wird der Begriff SWIFT auch umgangssprachlich für das Netz benutzt, das SWIFT als Gesellschaft bereitstellt.

Der Begriff "Telekommunikation" klärt auch gleich ein häufiges Mißverständnis: Über SWIFT wird kein Geld ausgetauscht, sondern nur Nachrichten.
In diesen Nachrichten teilt dann eine Bank zum Beispiel einer anderen mit, daß für deren Kunde ein Überweisungsauftrag vorliegt, dessen Gegenwert sich die Empfängerbank bitte zu folgendem Termin von dem genannten Verrechnungskonto holen möge und an den Zahlungsempfänger weitergeben soll. Ebenso gibt es aber Nachrichtentypen für Auszüge, für das Dokumentengeschäft, für Wertpapier- und Devisenhandelsgeschäfte etc.

Anfang 2005 gab es knapp 7500 Benutzer in 202 Ländern, die sich untereinander 9 Mio Nachrichten am Tag schickten. Die Laufzeit dieser Nachrichten liegt in der Regel im Bereich von 30 Sekunden (wenn der Empfänger angemeldet ist, sonst werden die Nachrichten in einer Warteschlange vorgehalten). Zu diesem Zweck läßt SWIFT ein weltweites Leitungsnetz betreiben und unterhält zwei redundante Hochverfügbarkeitsrechenzentren, OPC oder Operating Center genannt, in Europa und USA.

Jeder SWIFT-Teilnehmer hat eine eindeutige Kennung, den sogenannten BIC (Bank Identifier Code). Dieser hat 8 oder 11 Stellen und ist wie folgt aufgebaut :

bank code
4 Stellen Alphazeichen frei gewählt (Bundesbank z.B. MARK)
country code
2 Stellen Alphazeichen, ISO-Code des Landes (in Deutschland also DE)
location code
2 Stellen alphanumerisch zur Ortsangabe (z.B. FF für Frankfurt)
branch code
wahlweise 3 Stellen alphanumerisch zur Bezeichnung von Filialen
Einige Besonderheiten kann man auch am SWIFT-BIC erkennen :

Eine Null an der 8. Stelle kennzeichnet eine Testkennung
Eine 1 an der 8. Stelle gibt an, daß es sich nicht um einen Live-Teilnehmer handelt, der selber an SWIFT angeschlossen ist (sogenannte non-SWIFT BICs). Solche Kennungen können nur als eine Art "Adreßkürzel" in Nachrichten benutzt werden, wenn auf diese Bank verwiesen wird, diese Teilnehmer können aber selber keine Nachrichten senden oder empfangen
Bei US-amerikanischen Kennungen gibt die vorletzte Stelle des location codes die Zeitzone (3=Ostküste bis 6=Westküste) der betreffenden Bank an
Eine Stelle mit Sende-/Empfangsterminal hat immer eine 8-stellige Kennung, Filialen (11 Stellen) senden immer über die übergeordnete 8-stellige Nummer
Wegen seiner Eindeutigkeit wird ein SWIFT-BIC im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr wie eine Art internationale Bankleitzahl verwendet. Diese Codes sind nach ISO 9362 genormt und SWIFT ist von ISO als die "registration authority" für die Umsetzung der Norm benannt worden.
Hinweis in eigener Sache: Sie können im SWIFT-BIC Verzeichnis selber nach BIC Codes suchen! Die uns individuell per Email erreichenden Fragen nach den BICs einzelner Banken können wir nicht beantworten.

Nachrichten innerhalb des SWIFT-Netzes werden verschlüsselt, auf korrekten Aufbau geprüft, eindeutig referenziert, zwischengespeichert und auf Veränderungen überprüft. Vom Einzelterminal (an dem sich der einzelne Benutzer per Chipkarte identifizieren muß) bis zu den Rechenzentren (die angeblich keinen Vergleich mit Fort Knox scheuen müssen) wird so die Sicherheit der Nachrichten gewährleistet. Teilnehmer können außerdem untereinander gegenseitig individuelle Schlüssel austauschen (sogenannter BKE, bilateral key exchange), um Nachrichten zu signieren.

Nachrichten (oder Message Types/MT, wie sie genannt werden) im SWIFT-Netz haben als Typbezeichnung immer eine dreistellige Nummer. Die erste Ziffer gibt hierbei die Nachrichtenkategorie an:
0 steht für System Messages, zum Beispiel die Duplikatsanforderung einer gespeicherten Nachricht.

Customer Payments & Cheques
Nachrichten zu (End-)Kundenzahlungen, zum Beispiel MT 103 als Kundenüberweisung
Financial Institution Transfer
Nachrichten zu Bank-an-Bank Zahlungen, zum Beispiel MT200 als Bankübertrag für eigenes Konto
Foreign Exchange, Money Markets & Derivatives
Devisen-, Geldhandelsgeschäfte und Derivate, zum Beispiel MT300 als Bestätigung eines Devisengeschäfts
Collections & Cash Letters
Dokumenten-Inkassi
Securities Markets
Wertpapiertransaktionen
Precious Metals & Syndications
Edelmetallgeschäfte
Documentary Credits & Guarantees
Akkreditive und Garantien, zum Beispiel MT700 als Akkreditivausstellung
Travellers Cheques
Reisescheck-Transaktionen
Cash-Management & Customer Status
Cashmanagement/Auszüge wie zum Beispiel der MT940 als Bank-an-Kunde Kontoauszug
SWIFT vertreibt außerdem auch Software zur Nutzung des SWIFT-Netzes (z.B. Alliance), gibt Verzeichnisse der Banken und deren BIC-Codes in Papier- und Elektronikform heraus, sorgt für die Standardisierung von Nachrichtentypen und stellt sein Netz auch als Provider für Filetransfer von Massendaten zwischen Banken zur Verfügung.

Weitere Einzelheiten finden Sie hier:

http://www.swift.com/


Mit jeder x-beliebigen Auslandsgesellschaft können Sie Kapital-/ Vermögensverwaltung für Dritte betreiben, ohne daß Sie in der Regel eine dementsprechende Lizenz benötigen.

Ob Sie allerdings bei potentiellen Kunden Akzeptanz finden, steht auf einem anderen Blatt !
Dann kommt hinzu: Wenn Sie an deutsche oder europäische
Kunden herantreten, werden Sie über kurz oder lang jegliche Anonymität aufgeben müssen, da der Kunde ja wissen will, mit wem er es zu tun hat.

Gehen Sie ferner davon aus, daß Kunden NUR dann gewonnen werden können, wenn Sie garantieren können, daß deren Geld bei einer seriösen Bank eingezahlt wird ! Von wegen moneyflexx und so ein Unsinn ...
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