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Alt 18.06.2006, 18:27
Gast Gast ist offline
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Standard gefälschte Diplome, Professortitel und Doktortitel kaufen, Prof Titel, Dr Titel, Dipl

gefälschte Diplome, Professortitel und Doktortitel kaufen, Prof Titel, Dr Titel, Dipl
Diese ganze Vorgehensweise kam mir von Anfang an bekannt vor.
Nicht nur, dass dieser Bekannte am Ende der Homepage unter
"Links Recomendados" genannt wird: instantdegrees.us.

Instantdegrees ist auch der Registrant der Seite:
Zitat:
Benutzter Server: -whois.godaddy.com

-diplomashispanos.com = [ 64.202.189.170 ]

Registrant:
instantdegrees.us
Registered through: GoDaddy.com Inc. godaddy.com
Domain Name: DIPLOMASHISPANOS.COM
Domain servers in listed order:
PARK7.SECURESERVER.NET
PARK8.SECURESERVER.NET
samspade.org/t/lookat?a=http%3A%2F%2Fwww.diplomashispanos.com%2F


Man kann also abschätzen, mit welchen "Leistungen" hier zu rechnen ist.



Massive Risiken


Nach all den Jahren Erfahrung kann ich Ihnen versichern, dass Sie zu diesem Preis garantiert keinen Abschluss erlangen, der intensiveren Nachprüfungen standhält. Zusätzlich machen Sie sich unter Umständen nicht unerheblich strafbar.

Einer oder mehrere der folgenden Mängel liegen auf jeden Fall vor:

- Die Dokumente sind gefälscht.
Das ist keine Seltenheit, so ist eine Gewinnmaximierung möglich. Auf diese Weise sind sehr niedrige Preise möglich, da ja die Kosten gegen Null gehen. Die kleinste Überprüfung führt zum Auffliegen des illegalen Titelkaufs.
Das ist eine häufige Variante in Deutschland. Einige so genannte Promotionsberater, die zur "Verleihung" sogar Schauspieler anheuerten, damit es auch echt wirkte, befinden sich derzeit in Haft.

- Die falschen Dokumente wurden von befugten Personen unterschrieben.
Durch das Verwenden gefälschter Dokumente kann verhindert werden, dass an der Dokumentennumerierung auffällt, dass der Inhaber illegal Zurückdatierungen vorgenommen hat. Bei einer Überprüfung fällt allerdings schnell auf, dass die Numerierung nicht mit der Person übereinstimmt oder dass überhaupt keine Registrierung vorliegt.

- Echte Dokumente wurden von unbefugten Personen unterschrieben.
Meistens stammen diese Dokumente aus Diebstählen. Diese Variante ist sowohl im In- als auch im Ausland sehr häufig anzutreffen, da auf den ersten Blick anhand der echten Siegel, Originalunterschriften, evtl. Wasserzeichen usw. die Sache nicht so schnell auffliegt. Bei einer Überprüfung z. B. nach einer Thesis fällt aber sehr schnell auf, dass das illegal gelaufen ist und nicht studiert wurde. Auch hier gibt es Probleme mit der Studien- oder der Dokumentennummer.
Diese Variante gibt es sowohl in der Form, dass die unbefugte Person unleserlich unterschreibt, als auch dreist die Unterschriften von befugten Personen gefälscht werden.

- Die "Hochschule" ist nicht anerkannt.
Das Phänomen ist auch sehr häufig anzutreffen, meistens in den USA. Es wird zwar versprochen, dass die Hochschule anerkannt sei, dabei liegt eigentlich nur eine Hochschullizenz vor. Z. B. nach österreichischem und deutschem Recht bedeutet das nicht ansatzweise, dass das irgendeinen Wert in jeglicher Form hat. Es bedeutet nicht mehr, als dass die "University" nicht illegal arbeitet.

- Die anerkannte Hochschule vergibt nicht anerkannte Abschlüsse.
Auf diesen Punkt sollten gerade Österreicher und Deutsche achten. Nur weil eine Hochschule nach dem Recht des Herkunftslandes anerkannt ist, bedeutet das nicht automatisch, dass alle von dort verliehenen Abschlüsse auch in Österreich oder Deutschland anerkannt sind oder geführt werden dürfen.
Dies machen sich einige Hochschule zu Nutze, um ihr Einkommen aufzubessern. In Mittel- und Südamerika unterliegen die zahlreichen Programme der Hochschulen nicht so scharfen Kontrollen. D. h. es muss eine bestimmte Anzahl an anerkannten Studienprogrammen vorliegen und dann können frei neue Programme errichtet werden, die unter Umständen nicht zwingend anerkannt werden müssen.



Ergebnis

Wer Grade dieser Titelmühle in jeglicher Form führt, macht dies unbefugt.
Das resultiert aus dem gültigen KMK-Beschluss vom 14.04.2000 (siehe oben), der inzwischen in die einzelnen Landeshochschulgesetze integriert wurde.

In Deutschland greift:
§ 132a (Mißbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen §132a StGB) StGB (StGB - das Strafgesetzbuch Deutschland, deutsches Strafgesetzbuch)

Zitat:
Mißbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen

(1) Wer unbefugt

1.
inländische oder ausländische Amts- oder Dienstbezeichnungen, akademische Grade, Titel oder öffentliche Würden führt,

2.
die Berufsbezeichnung Arzt, Zahnarzt, Psychologischer Psychotherapeut, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut, Psychotherapeut, Tierarzt, Apotheker, Rechtsanwalt, Patentanwalt, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer, Steuerberater oder Steuerbevollmächtigter führt,

3.
die Bezeichnung öffentlich bestellter Sachverständiger führt oder

4.
inländische oder ausländische Uniformen, Amtskleidungen oder Amtsabzeichen trägt,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Den in Absatz 1 genannten Bezeichnungen, akademischen Graden, Titeln, Würden, Uniformen, Amtskleidungen oder Amtsabzeichen stehen solche gleich, die ihnen zum Verwechseln ähnlich sind.

(3) Die Absätze 1 und 2 gelten auch für Amtsbezeichnungen, Titel, Würden, Amtskleidungen und Amtsabzeichen der Kirchen und anderen Religionsgesellschaften des öffentlichen Rechts.

(4) Gegenstände, auf die sich eine Straftat nach Absatz 1 Nr. 4, allein oder in Verbindung mit Absatz 2 oder 3, bezieht, können eingezogen werden.
Quelle:
Bundesministerium der Justiz



Finger weg!

Das Risiko geht hier gegen 100 Prozent. Eins ist klar: die Sache, die hier angeboten wird, erfolgt illegal. Spätestens bei den Hochschulgesetzen führt diese unerlaubte Variante zur Illegalität. Das hat natürlich zur Folge, dass zwangsläufig schon einfache Überprüfungen zum Auffliegen führen.

Damit eine ordnungsgemäße Registrierung mit allem drum und dran möglich wäre, müssten dementsprechend mehrere Personen geschmiert werden (verboten!!!).
Zu einem Preis von lächerlichen 1.500 Euro ist das nicht möglich. Dieses hohe Risiko des Auffliegens würden sich die entsprechenden Hochschulmitarbeiter bezahlt nehmen lassen. Dann will der Anbieter hier ja auch noch ordentlich Geld "verdienen".



Extrem hohe Gefahr

Zu diesem Preis ist ein Kauf eines überall ordnungsgemäß registrierten akademischen Grades nicht möglich! Eine Überprüfung führt problemlos zum Auffliegen, weil mindestens einer der folgenden Punkte vorliegt:
- die Nummer der Dokumentenregistrierung ist verräterisch;
- die Studiennummer zeigt den "Studienbeginn" an (der gleichzeitig "Studienende" ist;
- wurde die Studiennummer manipuliert, fällt dies bei einer Überprüfung durch Dritte sofort auf, weil anhand der Nummer entweder kein Datensatz vorhanden ist, keine Akten auffindbar sind oder jemand anderes unter dieser Nummer auftaucht;
- die Urkundenfälschung fällt direkt auf;
- die Fälschung der Unterschrift fällt auf;
- die Fälschung des Stempels auf der Originalurkunde fliegt auf;
- der "Absolvent" wurde überhaupt nicht registriert;
- die "Hochschule" gibt die Thesis nicht heraus;
- sämtliche "Studienleistungen" lassen sich nicht nachweisen;
- im Archiv ist nichts über den "Studenten" aufzufinden;
- bei der Bewerbung oder selbständigen Geschäftstätigkeit hat der "Absolvent" Ahnung von gar nichts;
- auch schriftlich gibt die "Hochschule" keine ausführlichere Auskunft: Dieser Aspekt ist sehr wichtig, da in diesen Fällen die Wissenschaftsministerien befragt bzw. informiert werden. Diese Vorgehensweise führt regelmäßig zur Schließung von Hochschulen - gerade auch in Mittel- und Südamerika und zur offiziellen demütigenden Aberkennung des Grades.

Sind die Dokumente, die Unterschriften, Stempel, Siegel oder Wasserzeichen gefälscht, muss sich der Titelkäufer den Vorwurf der Urkundenfälschung gefallen lassen, was natürlich auch zur entsprechenden Verurteilung führen kann.

Aufgrund dieser erheblichen Risiken nehmen die Hochschulen zu einem nahezu lächerlichen Preis von 1.500 Euro (abzüglich des Geldes für die selbsternannten "Vermittler") das nicht in Kauf! Das können Sie vergessen!
Das muss aber nicht bedeuten, dass wenn Sie viel investieren, die Sache automatisch "wasserdicht" ist.

Verboten ist soetwas sowieso. Die Risiken sind immer erheblich. Sie wissen nie, wem Sie trauen können.

Geändert von tropico (05.10.2007 um 18:22 Uhr).
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