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Alt 27.06.2006, 01:41
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Standard Mangelhafte Bildung in Deutschland

Zitat:
DIHK beklagt mangelhafte Bildung von Azubis

Vor dem Hintergrund der derzeitigen Debatte um fehlende Lehrstellen hat die deutsche Wirtschaft die Politik zu größeren Anstrengungen bei der Bildung aufgerufen. Fast ein Viertel aller Schüler eines Jahrgangs verfüge nicht über die notwendigen Qualifikationen, um erfolgreich eine Berufsausbildung zu absolvieren, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Martin Wansleben, am Montag in Berlin.

Er forderte die Länder auf, nach der Föderalismusreform die Bildung zum "Thema Nummer eins" zu machen und in Schulen und Hochschulen zu investieren. Deutschland drohe, seine Zukunft zu verspielen, warnte Wansleben. ...

...Die Anzahl junger Menschen, die sich wegen fehlender Abschlüsse oder Fähigkeiten in berufsvorbereitenden Maßnahmen befänden, habe sich binnen zehn Jahren auf rund 160.000 verdoppelt, sagte Wansleben. Die Zahl jener im Berufsvorbereitungs- und Berufsgrundbildungsjahr habe sich auf etwa 120.000 verdreifacht.

Wie das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln mitteilte, verlassen einer Studie zufolge jedes Jahr zwischen acht und neun Prozent aller Schüler die allgemeinbildende Schule ohne Abschluss. An den Berufsschulen hätten 2004 sogar rund 23 Prozent keinen Abschluss geschafft, sagte Hans-Peter Klös vom IW. Vor zehn Jahren seien es 16,5 Prozent gewesen.

...Die Wissenschaftler raten zu bundesweit geltenden Bildungsstandards in den Kindergärten. Zudem sollten die Erzieher besser ausgebildet werden.

Notwendig sei auch der Ausbau von Halbtags- zu Ganztagsschulen. Schulpsychologen sollten das Lehrpersonal ergänzen, hieß es weiter. An den Schulen müsse die "Förderkultur" verbessert werden. Zudem könne eine leistungsorientierte Entlohnung der Lehrer diese motivieren, sich noch stärker als bisher um jeden Schüler zu kümmern.
Quelle:
N24, Netzeitung
http://www.n24.de/wirtschaft/wirtsch...62614342600002
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