Einzelnen Beitrag anzeigen
  #10 (permalink)  
Alt 10.12.2007, 06:49
ffbkdavid ffbkdavid ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 24.03.2006
Beiträge: 489
Standard nix differenzen 8-)

es gibt keine differenzen zu und mit tropic's meinung... nur - warum scheuen die einkäufer eines grossen deutschen versandhauses jeglichen kontakt mit "lieferanten" mit sitz auf den british virgin islands (obwohl ihnen diese grosslieferungen jedes gewünschten artikels zu attraktiven preisen zusagen) wie der teufel das weihwasser...


... warum um alles in der welt sind firmen von welt zurückhaltend beim eingehen von geschäftbeziehungen mit gesellschaften, die auf den marshall islands eingetragen sind... deren "hosting capacity"-preise sind doch erheblich unter europäischem niveau...


... weil man eben jeglichlicher unnötigen auseinandersetzung mit behörden aus dem weg gehen will, wenn diese anlässlich einer betriebsprüfung EINGANGSRECHNUNGEN mit obskurem absender findet... ich verweise auf stichworte wie "principal place of business" (im schlimmsten erlebten fall verrechnete eine in panama registrierte gesellschaft domain registration und hostingleistungen an eine deutsche firma... obwohl nachgewiesenermassen die services über einen in deutschland stehenden server liefen!!!) und/oder die immer mehr verfeinerten "on arms' length"-kriterien - die grösse der datenbanken bei behördenstellen, in denen akribisch genau verzeichnet ist, was "denn" ein t-shirt auf dem asiatischen markt kostet, zu welchen preisen lederwaren angeboten werden und/oder was für elektronikschrott verlangt wird, wächst ungebremst weiter... mit allen logischen konsequenzen


der folgende fall hat ja geschichte geschrieben: ein papiergrosshändler, der umschläge, briefpapier, notizblocks etc. vertreibt, stellt IN EIGENER REGIE speziell linierte blocks für einen berufsverband her und beauftragt mit der herstellung eine ihm bekannte druckerei. aufgrund der logischerweise - im vergleich zum tonnenweisen import 08/15-linierter/karierter blocks aus dem ausland sind die herstellungskosten für diesen spezialartikel selbstredend höher... was die GESAMTBRUTTOSPANNE des betriebes um 0,3% reduziert


aufgrund von offensichtlich vorhandenem datenmaterial wird er mit dem vorwurf der steuerhinterziehung konfrontiert... exakt mit dem hinweis, dass die spanne IN SEINER BRANCHE durchschnittlich genau um die genannten 0,3% höher sei... da sind offenbar irgendwo branchenbezogene informationen darüber, "was so üblich ist", vorhanden


selbstverständlich konnte - da die produktion der spezialblocks glücklicherweise in deutschland stattfand - im detail nachgewiesen wurde, dass aufgrund INDIVIDUELLER höherer kosten eine reduktion der durchschnittsmarge in kauf genommen werden musste - den aufwand, den der betroffene treiben musste, bis er aussagekräftiges zahlenmaterial beisammen hatte, muss hier wohl kaum näher erläutert werden... oder?


DARUM ging's mir... der threadstarter hat ja ein relativ naives denken bezüglich der obengenannten stichworte - seiner meinung nach ist ja eigentlich nirgendwo eine physische präsenz "vorhanden"...


... ICH JEDENFALLS möchte nicht auskunft geben müssen, warum ich einen ausländischen lieferanten berücksichtigt habe (vor allem mit hinblick auf augenaufschlagsbegleitende hinweise darauf, gemäss google-search sei land d. doch mit anbietern von it-leistungen eigentlich recht gut abgedeckt 8-) und ohne zwingenden grund zahlungen an eine seychellen-gesellschaft in meiner buchhaltung verzeichnet habe


damit ich richtig verstanden werde: bei anbietern, die EXKLUSIVE leistungen anbieten (zugang zu einem internetportal mit speziellen vorzügen, branchenmässig, grössenmässig, geografisch etc.), stellen sich die hier behandelten fragen natürlich nicht


merke: es kommt schlussendlich auf die glaubwürdigkeit bei der beantwortung von kritischen fragen an... that's it!


wohl bekomm's


ffbkdavid@creatrustconsult.com

Creatrust Management AG Offshore Corporate Services
Mit Zitat antworten