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Falsche und echte Ritterorden, Ursprünge, Geschichte, Möglichkeiten, Führbarkeit

in Staatsangehörigkeiten, Pässe & Titel; Falsche und echte Ritterorden, Ursprünge, Geschichte, Möglichkeiten, Führbarkeit Ritterorden Rittertitel scheinen besonders in der heutigen Zeit sehr begehrt zu sein. ...


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Alt 24.03.2006, 18:52
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Standard Falsche und echte Ritterorden, Ursprünge, Geschichte, Möglichkeiten, Führbarkeit



Falsche und echte Ritterorden, Ursprünge, Geschichte, Möglichkeiten, Führbarkeit


Ritterorden


Rittertitel scheinen besonders in der heutigen Zeit sehr begehrt zu sein. Manche versprechen sich ausschließlich eine gesellschaftliche Anerkennung, andere Interessenten wiederum versuchen tatsächlich gemeinnützig zu sein.
Die meisten Ritterorden, die man z. B. im Internet findet, sind jedoch neu gegründet und nicht anerkannt. Einige haben sich dem reinen Verkauf verschrieben, da es offensichtlich ein einträgliches Geschäft für die Betreiber ist.
Es gibt aber auch Orden, die nicht anerkannt sind, sich aber trotzdem gemeinnützig engagieren. Diese geben dann aber in der Regel offen an, dass es sich um einen neugegründeten Orden handelt und wo genau die Gemeinnützigkeit liegt.
Ein ehrlicher Orden gibt an, wo Gelder und Spenden hinfließen, was sich in aller Regel auch genau überprüfen lässt. Meistens sind diese mit anerkannten unabhängigen Hilfseinrichtungen verbunden.

Es müssen nicht unbedingt alle nicht anerkannten Orden negative Absichten haben. Es gibt Orden, die namentlich einem alten gleichen, jedoch keine gemeinnützigen Absichten haben.
Zahlreiche nicht anerkannten Orden schwören auf alte Traditionen, die aber nur in den seltensten Fällen tatsächlich ernsthaft gepflegt werden.

Die anerkannten Orden kann man wie folgt unterteilen:
- souveräne Orden
- offizielle Orden
- halboffizielle Orden
- „geduldete“ Orden
- und Hausorden

Zur Führung von Ritterkürzeln und Abzeichen von Orden müssen die Orden nicht anerkannt sein. In Deutschland, Österreich und der Schweiz dürfen daher solche Kürzel verwendet werden, auch wenn der Orden nicht anerkannt ist. Auch ist eine Gründung solcher neuen Orden nicht ungesetzlich. Da die Ritterbezeichnungen nicht geschützt sind, ist folglich auch eine Vermittlung von Mitgliedschaften zulässig.

Üblicherweise unterliegen Ritterorden sowie deren Auszeichnungen nicht dem § 5 Ordensgesetz (Das Ordensgesetz - Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen), da sie als Mitgliedsabzeichen gelten. Eine Tragegenehmigung wird daher nicht erteilt, da nicht vorgesehen.
Das geht aus § 3 Abs. 3 Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen (Das Ordensgesetz - Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen) hervor;
vom 26. Juli 1957 (BGBl. I S. 844)
zuletzt geändert durch Anlage I Kapitel II Sachgebiet A Abschnitt II Nr. 2 des Vertrages vom 31. August 1990 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik über die Herstellung der Einheit Deutschlands (Einigungsvertrag) vom 31. August 1990 (BGBl. 1990 II S. 889, 910):
Zitat:
(3) Die mit einer öffentlichen Dienststellung oder akademischer Würde verbundenen äußeren Abzeichen werden durch dieses Gesetz nicht berührt. Das gleiche gilt für Abzeichen, die lediglich die Zugehörigkeit zu einer Vereinigung, die Teilnahme an einer Versammlung oder sonstigen Veranstaltung kennzeichnen oder als Anerkennung für eine Leistung oder für eine Geldspende bestimmt sind, sofern sie nicht nach ihrer äußeren Form oder Trageweise den nach Absatz 1 gestifteten oder nach Absatz 2 und § 6 anerkannten Orden und Ehrenzeichen zum Verwechseln ähnlich sind.
Die verliehenen Ritterorden werden also praktisch als Zugehörigkeitskennzeichen angesehen.

Es gibt aber auch Ausnahmen, bei denen anderes gilt: Die Orden können auch als Auszeichnungen staatlich anerkannt sein. In einigen Ländern sind bestimmte Auszeichnungen anerkannter Orden geschützt, in Deutschland z. B. der Souveräne Johanniter-Orden, geschützt durch § 5 des Ordensgesetzes (Das Ordensgesetz - Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen).

Welche Orden in Deutschland einer Tragegenehmigung bedürfen, weist die entsprechende offizielle Ergänzung zum Ordensgesetz aus:
Zitat:
Zugelassene Orden & Ehrenzeichen:

40 mm-Bänder

Großes Verdienstkreuz und höhere Stufen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes in seinen Stufen
Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes mit und ohne Schwerter
Olympia-Ehrenzeichen 1.Klasse
Bayerischer Verdienstorden
Großes Verdienstkreuz des Niedersächsischen Verdienstordens
Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes 1.Klasse (1922-1937)
Orden Pour le Merite für Wissenschaften und Künste
Johanniterorden in seinen Stufen
Daher muss für den Johanniterorden eine Tragegenehmigung des Bundespräsidenten erteilt werden, siehe § 5 Abs. 1 Ordensgesetz:
Zitat:
§ 5
(1) Ein Deutscher darf Titel, Orden und Ehrenzeichen von einem ausländischen Staatsoberhaupt oder einer ausländischen Regierung nur mit Genehmigung des Bundespräsidenten annehmen. Dieser Genehmigung bedarf auch, wer nach dem 8. Mai 1945 einen ausländischen Titel, einen ausländischen Orden oder ein ausländisches Ehrenzeichen erhalten hat und den Titel zu führen oder die Auszeichnung zu tragen beabsichtigt. Die Genehmigung kann widerrufen werden; § 4 Satz 2 und 3 gilt entsprechend.
(2) Das gleiche gilt für die Annahme von Titeln, Orden und Ehrenzeichen, die von anderen Stellen außerhalb des Geltungsbereichs dieses Gesetzes verliehen werden.
Für Dankmedaillen des Souveränen Johanniter-Orden ist aber keine Tragegenehmigung erforderlich.

Sogar die Satzung des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem, genannt der Johanniterorden, wird vom Bundespräsidenten abgesegnet, siehe hier:
Zitat:
Erlaß über die Genehmigung der Neufassung der Satzung des Johanniterordens

JohOrdenNFErl 1994

Geltung ab 06.05.1994
(+++ Textnachweis ab: 6. 5.1994 +++)

----
Die Balley Brandenburg des Ritterlichen Ordens St. Johannis vom Spital zu Jerusalem, genannt der Johanniterorden, hat eine Neufassung ihrer Satzung beschlossen.
Nach Artikel 4 des Zweiten Erlasses über die Genehmigung der Stiftung und Verleihung von Orden und Ehrenzeichen in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 1134-5, veröffentlichten bereinigten Fassung genehmige ich die Neufassung der Satzung. Die Neufassung wird vom Bundesminister des Innern im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Der Bundespräsident
Probleme treten dann aber auf, wenn Orden und Abzeichen von neu gegründeten Orden anerkannten Auszeichnungen ähneln, sodass Verwechslungsgefahr besteht.
Ein Tragen solcher Abzeichen findet dann auch strafrechtlich in § 132a (Mißbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen §132a StGB) StGB (StGB - das Strafgesetzbuch Deutschland, deutsches Strafgesetzbuch) seinen Niederschlag.

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Alt 24.03.2006, 19:05
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Falsche und echte Ritterorden, Ursprünge, Geschichte, Möglichkeiten, Führbarkeit

Die ursprünglichen Orden wurden unter dem Einfluss der Kirche gegründet. Früher wurden drei Hauptrichtungen der geistlichen Orden römisch-katholischen Ursprungs unterschieden, die wiederum in verschiedene Gruppen unterteilt sind. Es handelt sich teils um alte Bezeichnungen. Manche der Orden wurden zwischendurch abgeschafft und später wieder anerkannt. Die meisten der folgenden Orden existieren aber nicht mehr.

Name (Stiftungsjahr)

I. Benedictiner (528) Ritterorden

1. Cluniacenser (910) Ritterorden
2. Camaldolenser (1012) Ritterorden
3. Gualbertiner (1038) Ritterorden
4. Grandmontenser (1076) Ritterorden
5. Carthäuser (1084) Ritterorden
6. Antoniter (1095) Ritterorden
7. Fontevraud-Orden (Ebraldsbrunnen-Orden) (1096) Ritterorden
8. Cistercienser (1098) Ritterorden
Geistliche Orden:
a) Floriacenser (1189) geistlicher Orden
b) Bernhardiner (1446) geistlicher Orden
c) B Verbrüderung (1497) geistlicherOrden
d) Feuillanten (1577) geistlicher Orden
e) Französische Cistercienser (1615) geistlicher Orden
f) Kongregation von Arragonien (1616) geistlicher Orden
g) Römische Kongregation (1623) geistlicher Orden
h) Kalabrische Kongregation (1633) geistlicher Orden
Ritterorden:
i) Tempelherren (1118) Ritterorden
k) Alicantara-Ritter (1156) Ritterorden
l) Calatrava (1158) Ritterorden
m) St. Avis Ritter (Ritter von Evora) (1162) Ritterorden
n) Deutsch-Ritter (Kreuzritter, Marianer, Deutsch-Herren) (1190) Ritterorden
o) Livländische Schwertbrüder (1202) Ritterorden
9. Prämonstratenser (1119) Ritterorden
10. Johanniter (Hospitaliter, Rhodiser, Malteser) (1113) Ritterorden
11. Lazarus-Ritter (1120) Ritterorden
12. Grabes- (heiligen) Ritter (?) Ritterorden
13. Humiliaten (1134) Ritterorden
14. Blassonische Nonnen (?) Ritterorden
15. Guilbertiner (1150) Ritterorden
16. St. Jago di Compostella (1161) Ritterorden
17. Trinitarier Ritterorden
a) ältere Mathuriner (Eselsbrüder) (1200) Ritterorden
b) Trinitarierinnen (1200) Ritterorden
c) jüngere Nolasker (1223) Ritterorden
d) Orden U. L. Fr. v. d. Gnade (1230) Ritterorden
e) Trinitarier-Barfüßer (1594) Ritterorden
f) Barfüßer U. L. Fr. v. d. Gnade (1604) Ritterorden
18. Coelestiner (1260) Ritterorden
19. Olivetaner (Benedict. V. Ölberge) (1313) Ritterorden
20. Montesa-Ritter (1316) Ritterorden
21. Christus-Ordens-Ritter (1317) Ritterorden
22. Benedictiner von St. Vanne u. Hidulph (1601) Ritterorden
23. Benedictiner von St. Maur (1618) Ritterorden
24. Vereinigte Benedictiner, Kongregation v. Frankreich (1634) Ritterorden
25. Bethlehemiten (1687) Ritterorden



II. Bettelorden

1. Franziskaner (1210) Bettelorden
a) Minoriten (1210) Bettelorden
b) Franziskanerinnen (1212) Bettelorden
c) Einfache Tertiarer (1221) Bettelorden
d) Regulierte Tertiarer Bettelorden
1. Kongregation der Lombardei (1447) Bettelorden
2. Kongregation von Sicilien (1400) Bettelorden
3. Kongregation in Dalamitien und Istrien (1400) Bettelorden
4. Kongregation in Deutschland, Böhmen, Ungarn,
Dänemark, Schweden, Irland und England (1400) Bettelorden
5. Kongregation von Spanien (1442) Bettelorden
6. Kongregation von Portugal (1442) Bettelorden
7. Kongregation von Frankreich (1442) Bettelorden
8. Kongregation für Flandern u. Niederlande (Begharden) von Zappern (1442) Bettelorden
9. Kongregation d. Hospitaliter (Obregonen; Minimen) (1442) Bettelorden
10. Kongregation des bons fleux (1615) Bettelorden
e) Regulierte Tertiarerinnen Bettelorden, Schwesternorden
1. Elisabethinerinnen (1395) Bettelorden, Schwesternorden
2. Hospitaliterinnen (graue Schwestern) (1395) Bettelorden, Schwesternorden
3. Zellenschwestern (1395) Bettelorden, Schwesternorden
4. Mantelschwestern (1395) Bettelorden, Schwesternorden
f) Minoriten verschiedener Observanzen Bettelorden
1. Cäseriner (1243-1254) Bettelorden
2. Arme Einsiedler, Cölestiner (1292-1294) Bettelorden
3. Clareniner (1302) Bettelorden
g) Minoriten der strengsten Observanz Bettelorden
1. in Portugal: Alcantara-Mönche (1550) Bettelorden
2. in Spanien:
a) Provinz zu den Engeln (1489) Bettelorden
b) Provinz der Brüder von der Kapuze (1496) Bettelorden
3. in Italien:
a) Kapuziner (1525)
b) Kapuzinerinnen (1538) Bettelorden
4. in Frankreich: Recollecten Bettelorden
2. Dominikaner (Prediger-Mönche, in Frankreich Jakobiner) (1215) Bettelorden
a) Dominikaner (1215) Bettelorden
b) Dominikanerinnen (1215-1219) Bettelorden, Schwesternorden
c) Miliz Jesu Christi (Brüder von der Buße) (1215-1219) Bettelorden
d) Kongregation des heil. Sakraments (1650) Bettelorden
3. Karmeliter (1209-1224) Bettelorden
a) Kongregation von Mantua (1424) Bettelorden
b) Kongregation von Oliveto (1424) Bettelorden
c) Kongregation Albi (1424) Bettelorden
d) Verbesserte von Theresia a Jesu (1565) Bettelorden
1. Discalceatinnen, Bettelorden, Schwesternorden
2. Discalteaten Bettelorden
e) Kongregation für Missionare von St. Paul (1608) Bettelorden
f) Provinz Tourraine (1603) Bettelorden
g) Sicilianische Provinz Monte santo (1646) Bettelorden
h) Tertiarer-Orden, verbessert 1635 und 1678 (1477) Bettelorden
4. Augustiner-Eremiten (Bettelorden seit 1564) (1256)
a) Augustiner-Barfüßer = Recollecten (1532) Bettelorden
b) Augustiner-Nonnen (1256) Bettelorden, Schwesternorden
c) Augustinerinnen strenger Observanz in Spanien Bettelorden
1. unbeschuhte Augustinerinnen von Prudentia Grilla Bettelorden
2. unbeschuhte, verbesserte Augustinerinnen (v. Jean Robert von Valencia) Bettelorden
3. Augustinerinnen strengen Stillschweigens von Königin Luisa Bettelorden
4. unbeschuhte Schwestern von der Recollection (Recollectinnen) von Mariana Mazavedo Bettelorden, Schwesternorden
d) Augustiner-Tertiarer (Ordensbrüder der Buße des heil. Augustin) Bettelorden
5. Serviten (Brüder vom Leiden Christi, Brüder vom Ave Maria) (1233) Bettelorden
- Kongregation der Einsiedler Serviten, Servitinnen (Mantenaten, Ärmelnonnen) (1285) Bettelorden
6. Sonstige Bettelorden
a) Pauliner (Einsiedler oder Eremiten des heiligen Paulus) (Brüder des Todes) (1225) Bettelorden
b) Französische Hospitalsschwestern Bettelorden, Schwesternorden
c) Hospitalorden vom heiligen Geist (1200) Bettelorden
d) Hieronymiten (Einsiedler des heiligen Hieronymus) (1300) Bettelorden
e) Jesuaten des heiligen Hieronymus (1363) Bettelorden
f) Lollharden (Alexianer, Celliten) (1300) Bettelorden
g) Nollharden (Nollbrüder) (1300) Bettelorden
h) Gregorius-Mönche (1600) Bettelorden
i) Salvator-Orden (Orden des Weltheilands, Brigittenorden) (1300) Bettelorden
j) Bartholomiten (1307) Bettelorden
k) Französische Annunciaden (1500) Bettelorden
l) Angeliken oder Guastallinen-Orden (1530) Bettelorden
m) Ursulinerinnen (1537) Bettelorden, Schwesternorden
1. Kongregation von Paris (1604) Bettelorden
2. Burgundische Kongregation (1606) Bettelorden
n) Barmherzige Brüder (Spitalbrüder; Hospitaliter, Wohltätigkeitsbrüder) (1540) Bettelorden
o) Barmherzige Schwestern (1617) Bettelorden, Schwesternorden
1. Gesellschaft der Matronen (1634) Bettelorden
a) Barmherzige Schwestern des heiligen Vinzenz von Paul (1636) Bettelorden, Schwesternorden
b) Barmherzige Schwestern von St. Charles (1674) Bettelorden, Schwesternorden
p) Oratorianer – Priester vom Oratorium Bettelorden
1. italienische: Philippiner (1564) Bettelorden
2. französische: Väter vom Oratorium Jesu, Priester v. Oratorium Jesu) (1611) Bettelorden
q) Einsiedler der Engelspforte von Rom (1600) Bettelorden
r) Himmlische Annunciaden (Nonnenorden v. d. Verkündigung Mariä) (1604) Bettelorden, Schwesternorden
s) Salesianerinnen (Nonnen von der Heimsuchung U. L. Fr.) (1610) Bettelorden, Schwesternorden
t) Einsiedler des heil. Johannes des Täufers (1630) Bettelorden
u) Calvaristen (Priester des Calvarienbergs) (1633) Bettelorden
v) Bartholomäer oder Bartholomisten (1640) Bettelorden
w) Euditen (Gesellschaft von Jesus und Maria) (1643) Bettelorden
x) Minimen (Einsiedler des heil. Franziskus von Paul, Brüder oder Väter des Sieges) (1473) Bettelorden
y) St. Georgs-Ritter (1729) Bettelorden, Ritterorden




III. Regulierte Kleriker Klerikerorden

1. Theatiner oder Cajetaner (Kleriker v. d. göttlichen Providenz) (1521) Klerikerorden
2. Theatinnerinnen (Kongregation v. d. unbefleckten Empfängnis Mariä) (1621) Klerikerorden
3. Somasker (Regulierte Kleriker vom heil. Majolus) (1521) Klerikerorden
4. Barnabiten – Pauliner – Paulaner (Kongregation v. heil. Paulus) (1532) Klerikerorden
a) Ambrosianer – ältere Barnabiten (1408) Klerikerorden
5. Jesuiten (Gesellschaft Jesu – Loyoliten) (1540) Klerikerorden
6. Jesuitinnen – Jesuiten-Nonnen (päpstlich nicht bestätigte religiöse Kongregation) (1540) Klerikerorden, Schwesternorden
7. Kongregation des heil. Herzens oder des Glaubens (1800) Klerikerorden
8. Regulierte Kleriker der Mutter Gottes zu Lucca (1574) Klerikerorden
9. Regulierte Kleriker für den Krankendienst (Väter des guten Strebens (1586) Klerikerorden
10. Regulierte niedere Kleriker – Minores (Marianische Kongregation) (1588) Klerikerorden
11. Piaristen, (Regulierte Kleriker der Armen seit 1621) (1617) Klerikerorden
12. Lazaristen oder Missionspriester (1624) Klerikerorden
13. Passionisten (Passions- oder Leidensbrüder (1725) Klerikerorden
14. Redemptoristen, Liguorianer (Kongregation des heiligsten Erlösers; Bennoniten) (1732) Klerikerorden
15. Redemptoristinnen Klerikerorden, Schwesternorden





Hausorden (Dynastische Orden)

Hausorden stellen eine eigene Kategorie unter den Orden dar und sind eher weltlich ausgerichtet. Diese werden von Souveränen gegründet, deren Mitgliedschaft meistens nur Familienangehörigen, Freunden und einflussreichen Persönlichkeiten vorbehalten ist, die üblicherweise als Aufnahmebedingung adliger Herkunft sein müssen, wodurch die Anzahl der Mitglieder entsprechend gering ausfällt. Es lassen sich bei Neugründungen aber Modifizierungen erkennen, sodass auf adlige Herkunft auch schon mal verzichtet wird, wenn andere besondere Qualitäten vorliegen, wie z. B. besonderer gesellschaftlicher Status, Beruf, akademische Würden usw. Nicht selten stellen sie damit im Grunde eher eine Art Ehrengesellschaft dar als einen Ritterorden mit entsprechenden Tugenden im engeren Sinne.
Hausorden sind meistens einklassige Orden, deren Mitgliedschaft üblicherweise mit bestimmten Regeln, Pflichten und Rechten verbunden ist. Diese können von Hausorden zu Hausorden durchaus in größerem Umfang variieren.
Einige alte Hausorden entwickelten sich aber im Laufe der Zeit zu Ritterorden mit entsprechenden Gepflogenheiten, wurden teilweise sogar autonom und erfreuten sich internationaler Bekanntheit. Auch heute noch werden von Souveränen Hausorden gegründet.

Beispiele für deutsche Hausorden
Ehrenkreuz von Reuss (Reuss) Hausorden
Ehrenkreuz von Schwarzburg (Schwarzburg) Hausorden
Fürstlicher Hausorden von Hohenzollern (Hohenzollern) Hausorden
Hausorden des Bären (Anhalt) Hausorden
Hausorden des Palatinischen Löwen (Pfalz) Hausorden
Hausorden der Rautenkrone (Sachsen – Königreich) Hausorden
Hausorden der Treue (Baden-Durlach) Hausorden
Hausorden der Wendischen Krone (Mecklenburg- Schwerin und –Strelitz) Hausorden
Hausorden Heinrich des Löwen (Braunschweig) Hausorden
Hausorden Pour Mes Amis (Isenburg-Birstein) Hausorden
Hausorden vom Goldenen Löwen (Nassau) Hausorden
Hausorden von Lippe (Schaumburg-Lippe) Hausorden
Haus-Ritterorden vom Hl. Georg (Bayern) Hausorden
Haus-Ritterorden vom Hl. Hubertus (Bayern) Hausorden
Haus-Ritterorden vom Hl. Michael (Bayern) Hausorden
Haus- und Verdienstorden von Herzog Peter Friedrich Ludwig (Oldenburg) Hausorden
Herzoglich Sachsen-Ernestinischer Hausorden (Sächsische Herzogtümer) Hausorden
Herzoglich Württemberg-Oelssischer Ritterorden vom Totenkopf (Schlesien: Oels) Hausorden
Hoher Orden vom Schwarzen Adler (Preußen) Hausorden
Königlicher Hausorden von Hohenzollern (Preußen) Hausorden
Orden der Deutschen Redlichkeit (Sachsen-Altenburg) Hausorden
Orden der Hl. Anna (Schleswig-Holstein) Hausorden
Orden der Württembergischen Krone (Württemberg) Hausorden
Orden vom glücklichen Bunde (Sachsen-Hildburghausen) Hausorden
Orden vom Goldenen Hirsch (Schlesien: Liegnitz) Hausorden
Orden vom Goldenen Löwen (Hessen-Darmstadt und Hessen-Kassel) Hausorden
Orden vom Weißen Falken (Sachsen-Weimar) Hausorden
Ordre de Parfaite Amitié (Thurn und Taxis) Hausorden
Phoenix-Orden (Hohenlohe) Hausorden
Roter-Adler-Orden (Brandenburg-Bayreuth) Hausorden
St. Georgs-Orden (Hannover) Hausorden



Beispiele für Hausorden anderer Länder (natürlich nicht abschließend)

Annunziatenorden (Italien) Hausorden
Ehrenkette von Albanien (Albanien) Hausorden
Elefantenorden (Dänemark) Hausorden
Familienorden vom Heiligen Petrus (Montenegro) Hausorden
Familien- und Hausorden des Heiligen Georg und Heiligen Constantin (Griechenland) Hausorden
Hausorden vom Goldenen Löwen (Luxemburg) Hausorden
Hausorden von Oranien (Niederlande) Hausorden
Hosenbandorden (Großbritannien) Hausorden
Königlicher Familienorden von Großbritannien (Großbritannien) Hausorden
Königlicher Orden der Heiligen Kyrill und Methodius (Bulgarien) Hausorden
Königlicher Serafinenorden (Schweden) Hausorden
Orden der drei Goldenen Vliese (Frankreich) Hausorden
Orden des Heiligen Andreas des Erstberufenen (Russland) Hausorden
Orden des Regierenden Hauses (Rumänien) Hausorden
Orden vom Goldenen Vlies (Österreich) Hausorden
Orden vom Goldenen Vlies (Spanien) Hausorden
Orden vom heiligen Geist (Frankreich) Hausorden
Royal Victorian Order (Großbritannien) Hausorden
Schottischer Orden von der Distel (Großbritannien) Hausorden
Skanderbeg-Orden (Albanien) Hausorden
St. Lazarusorden (Serbien) Hausorden

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