BPB Business Podium Boards: Offshore, Firmengründungen, Beruf & Karriere
 

Zurück   BPB Business Podium Boards: Offshore, Firmengründungen, Beruf & Karriere > Offshore, Banken, Gesellschaften, Stiftungen & Trusts > Allgemeines

optimale Unternehmensform

in Offshore, Banken, Gesellschaften, Stiftungen & Trusts; Hallo, vorab: ja, mir ist klar... es gibt keine "optimale Unternehmensform"... Dennoch möchte ich hier meinen Fall schildern und werde ...

Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen Ansicht
  #1  
Alt 20.09.2009, 02:32
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 20.09.2009
Beiträge: 2
Standard optimale Unternehmensform



Hallo,

vorab: ja, mir ist klar... es gibt keine "optimale Unternehmensform"...

Dennoch möchte ich hier meinen Fall schildern und werde Tipps gerne entgegennehmen.

Seit 2007 bin ich als Kleinunternehmer tätig und bis April 2009 auch schön unterhalb der Grenzen für Umsatz sowie Gewinn geblieben. Besser noch: Da ich noch eine ganze Weile studiere und bisher nach Verrechnung diverser Ausgaben sogar unter der Kindergeld-Grenze war - dank des Steuerberaters - gelte ich wohl auch noch als Kind :-)
Seit diesem Jahr ist der Kundenstamm so gefestigt, dass nun der Gewinn mtl. über 3500€ liegt, auch nachdem die Ausgaben eingerechnet wurden. Im Prinzip ist das ja schön und gut, aber dafür fallen die knapp 2000€ Kindergeld weg und ich verliere den vorteilhaften "Status" des Kleinunternehmers.
Laut Steuerberater, der mit Auslandsfirmengründungen etc. gewiss nichts am Hut hat, habe ich nun folgende Möglichkeiten:
-entweder ich finde einen Verwandten o.ä., der ein Gewerbe hat und mir eine Rechnung so hoch stellt, wie ich über dem Betrag bin; was allerdings auf Dauer keinen Sinn macht und auch noch andere "mitreinzieht" - dafür aber das Kindergeld sichert...
-Einzelunternehmer mit weiterhin einfacher Buchhaltung (geringen Steuerberater-Kosten); kein Kleinunternehmer mehr; kein Kindergeld mehr
-GmbH-Gründung, wobei mir als Kosten jetzt mal 500€ Notar und ~1150€ p.a. für Buchhaltung bzw. Steuerberater genannt wurden. Zudem kommt natürlich der zu hinterlegende Betrag von 25000€.
Der Vorteil bestünde wohl darin, dass die GmbH als eigenes Subjekt agiert und ich somit selbst keine oder kaum noch Einnahmen hätte, sondern die Firma selbst das Geld einnimmt, versteuert, usw.
Der ausschlaggebende Aspekt, der für eine GmbH spricht, ist m.E. die Anerkennung, dass es sich um ein Unternehmen mit entsprechendem Kapital und Sicherheit für den Kunden und auch für Banken handelt.
Eben diese beiden Gründe sind in meinem Fall vollkommen wertlos. Bei meiner Tätigkeit als Programmierer (60% der Einnahmen), beim Verkauf der eigenen Software (20%) und 20% Affiliate-Einnahmen sind alle Beteiligten zufrieden mit meiner bisherigen Unternehmensform des Kleinunternehmers. Ein einziger Fall ist mir bekannt, in dem ein Angebot abgelehnt wurde nachdem ich nur als Einzelperson mit zu wenig Sicherheit da stehe; also das Argument des "guten Rufs" durch Sicherheitskapital für potentielle Kunden möchte ich erstmal ausblenden...
Durch das gestreute Umfeld der Einnahmequellen bin ich auch nicht scheinselbstständig, sondern habe nachweislich genügend unterschiedliche Dienstleistungsempfänger.
Auch erwähnenswert ist wohl, dass bisher fast die gesamten Einnahmen aus D stammen, wobei ich auch Anfragen aus dem Ausland habe, die ich jedoch vorerst noch aufgeschoben habe und erst im nächsten Jahr notieren kann.
Im Vergleich zum KU ist es natürlich schön, dass sich bei den fortgeschrittenen Unternehmensformen die Ausgaben absetzen und nicht nur mit dem Gewinn verrechnen lassen, wobei in meinem Fall (Dienstleistung) die Ausgaben ohnehin sehr überschaubar und niedrig sind...
Die Mini GmbH bietet ebenso wenig Vorteile für mich wie die "richtige" GmbH.
Im Fall einer GmbH sollte diese also die Gewinne mitnehmen, die ich vorerst nicht haben sollte, und mir praktisch auch für die zu hohen Einnahmen von diesem Jahr eine Rechnung stellen.

Da oft auch der Aspekt der Haftung ausschlaggebend ist, möchte ich darauf hinweisen, dass meinerseits eine gute Absicherung und auch Rechtschutz besteht, wobei die meisten "Risiken" bereits vertraglich mit den Kunden ausgeschlossen wurden. Schlimmstenfalls könnte mich wohl ein netter Abmahnanwalt abkassieren, was mich aber nicht automatisch zu einer Ltd. tendieren lässt...

Soweit also die Optionen, die mir der Steuerberater nennen konnte...

Zielsetzung:
-Kindergeld bis zum 25. Lebensjahr
-ggf. Ausschöpfen des Betrags, den ich als Kleinunternehmer und Kindergeldempfänger erwirtschaften darf
-preiswerte und auch langfristig sinnvolle Firmengründung

Auch wenn der gesamte Geschäftsablauf online erfolgt und nicht einmal ein Büro nötig ist, nehme ich an, dass es trotzdem als Standort Deutschland gilt, da ich es kaum für sinnvoll halte, so zu tun, als wäre der Entscheidungsort oder wie sich das rechtlich schimpft, im Ausland, sofern das wieder mit zusätzlichen Kosten verbunden ist.

Komischerweise kommt es einem vor, als wäre jeweils die Unternehmensform die perfekte Lösung, auf deren Website man sich gerade befindet. Also nach dem Lesen von offshore-webmaster muss man wohl Zypern und Sec. als erste Wahl betrachten und bei golimited ist es wohl die Ltd. usw. Deswegen erhoffe ich mir durch ein Posting hier, dass es eine neutrale Empfehlung geben könnte, wobei ich - wie eingangs erwähnt - durchaus offen für Alternativevorschläge bin und natürlich auch die - wohl kostenpflichte - Beratung in Anspruch nehmen werde. Aber erst einmal muss ich herausfinden, was ich den als Unternehmensform gerne hätte und dazu scheint es kein neutrales Portal zu geben :-(

Zumindest für die nächsten 3 Jahre, in denen noch das Kindergeld in Aussicht ist, würde ich gerne die persönlichen Einnahmen entsprechend reduzieren. Schließlich ist es nicht sehr erfreulich, dass man für "zu viel geleistete" Arbeit benachteiligt wird. Und bevor es jetzt losgeht mit Gewissendiskussionen,
ich habe keineswegs vor, mich vor Steuerabgaben zu drücken. Gleichzeitig werde ich zwar auch die Ausgaben in Zukunft so gut wie möglich absetzen, aber es ist keinerlei illegales Vorhaben dabei!
Wenn es trotz Zusatzkosten für eine Firmengründung im Ausland, dank Steuervorteile und fortbestehender Legalität, hier eine passende Unternehmensform gibt, würde ich das gerne wahrnehmen...
Wichtig wäre wohl nur, zumindest für die nächsten 3 Jahre, dass das Unternehmen - wie im beschriebenen Szenario einer GmbH - als eigenständiges Steuersubjekt gilt. Ob das Unternehmen dann Ltd. oder LLC heißt, spielt keine Rolle. Geringe (laufende) Verwaltungskosten und wenig Schwierigkeiten sind natürlich auch ausschlaggebend.

Sorry, dass das jetzt so ausführlich wurde. Ich hoffe, Ihr habt trotzdem einen Tipp für mich.

Vielen Dank und schönen Tag noch!

  #2  
Alt 22.09.2009, 09:30
Moderator
 
Registriert seit: 24.03.2006
Beiträge: 1.359
Standard vorfragen... wenn sie erlauben!

bevor wir uns da lange - durchaus neutral und uneigennützig übrigens 8-) - mit ihren gedanken auseinandersetzen, wäre es dienlich, wenn sie dem lauschenden publikum kurz kundtun könnten, was sie unter den begriffen

"... preiswerte und auch langfristig sinnvolle Firmengründung ..."
"... Geringe (laufende) Verwaltungskosten ..."

verstehen... gegebenenfalls ergänzt durch einen hinweis auf ihren gegenwärtigen JAHRESUMSATZ


als "einstieg" in eine sachlich korrekte beantwortung nur ein kurzer hinweis auf ihre bemerkung bezüglich

"... Komischerweise kommt es einem vor, als wäre jeweils die Unternehmensform die perfekte Lösung, auf deren Website man sich gerade befindet. Also nach dem Lesen von offshore-webmaster muss man wohl Zypern und Sec. als erste Wahl betrachten und bei golimited ist es wohl die Ltd. usw ..."

die sache ist doch ganz einfach - jeder anbieter sitzt "irgendwo" (übrigens eine ideale einstiegsfrage, um die spreu vom weizen zu trennen - fragen sie die mitbewerber doch nach ihrem GESCHÄFTSSITZ (nicht dem ort der firmeneintragung, sondern dem ort der ENTSCHEIDUNGSFINDUNG) und danach, wer FIRMENRELEVANTE DOKUMENTE (gründungsurkunden beispielsweise) unterzeichnet... 2 einfach fragen, mit denen sie problemlos checken können, ob leistungen IM EIGENEN HAUS erbracht oder von einem lokalen "händler", rechtsanwalt oder ähnlichem ZUGEKAUFT werden

wer also auf zypern residiert, wird mit sicherheit diese jurisdiction promoten... wer eine lizenz auf den seychellen besitzt (warum auch immer dieses afrikanische eiland gegenwärtig so gepusht wird!), wird - obwohl von wenig kommerziellem nutzen! - die vorzüge einer dortigen ibc in den himmel heben... etc. - wes' brot ich ess, des' lied ich sing'... oder so 8-)


wir hören gerne von ihnen


wohl bekomm's


ffbkdavid@creatrustconsult.com

www.creatrustconsult.com
  #3  
Alt 22.09.2009, 12:04
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 20.09.2009
Beiträge: 2
Standard

Zitat:
"... preiswerte und auch langfristig sinnvolle Firmengründung ..."
langfristig: Es ist keineswegs geplant, wie bei manch anderen Webdienstleistern, dass schon bei den ersten Turbulenzen, wie einer Markenrechtsabmahnung oder was einem Webmaster so passieren kann ^^ mal eben die Ltd. aufgelöst wird... Demnach möchte ich nicht nur das Gründungsjahr betrachten, sondern auch die Folgekosten:
Zitat:
"... Geringe (laufende) Verwaltungskosten ..."
Ähnlich denen einer GmbH, bei der die laufenden Kosten auf 1100-1200 € geschätzt wurden. Die (einmaligen) Gründungskosten dürfen natürlich höher sein.
Letztendlich soll es halt rechtzufertigen sein, dass die Untermensform XY an Stelle der GmbH gewählt wird, da sich beispielsweise Einnahmen günstig und trotzdem legal versteuern lassen.
Bin mir nicht ganz sicher: Aber nachdem ja kein fragwürdiger Beweggrund dahintersteckt, und auch bei den Dienstleistungen nichts beabsichtigt wird, wofür man sich schämen müsste (auch keine FSK18 Websites o.ä.), sehe ich auch keinen Grund, einen der Treuhanddienste, wo man sich hinter des Anwalts Namen verstecken muss, in Anspruch zu nehmen. Das kann ich mir dann hoffentlich sparen.
Voraussetzung ist natürlich, dass die Unternehmensform eigenständiges Steuersubjekt ist; aber ich nehme an bzw. hoffe ohnehin, dass das bei allen der Fall ist..?

Zitat:
JAHRESUMSATZ
Der Umsatz aufs Jahr hochgerechnet, kommt auf etwa 55000, wobei maximal 25% davon Ausgaben sind und der Rest logischerweise Gewinn.
Keinerlei Besonderheiten wie Spekulationsgewinne etc., falls das von Bedeutung sein sollte.
Auch wenn das nun etwas doof klingt: Der Umsatz wurde bisher bewusst gering gehalten, d.h. ein paar Aufträge bzw. Rechnungen habe ich noch etwas aufgeschoben und würde das dann mit dem neuen Unternehmen regeln.

Zitat:
2 einfach fragen, mit denen sie problemlos checken können, ob leistungen IM EIGENEN HAUS erbracht oder von einem lokalen "händler", rechtsanwalt oder ähnlichem ZUGEKAUFT werden
Nun will ich zwar nicht vom Thema ablenken, aber mir stellt sich hierbei immer die Frage, warum gerade die "Billiganbieter" es über Dritte laufen lassen. Theoretisch entstehen dadurch doch noch weitere Kosten bzw. einer mehr möchte ein Stück vom Kuchen abhaben. Aber das soll nicht meine Sorge sein...

Da auf der Internetseite nicht zu viel verraten wird, werd ich jetzt mal den Forenbereich "Creatrust Management AG" durchstöbern :-)

Falls ich eine der Fragen unzureichend oder aus Mangel an Wissen über die Materie schlecht beantwortet habe, lasse ich mich gerne darauf hinweisen und werde mich diesbezüglich noch schlaumachen...
Aber wie schon angesprochen, ist es mir nicht gelungen, einen vernünftigen Vergleich der Unternehmsformen und Angebote zu erstellen um herauszufinden, was denn "zu mir passt" :-)

Danke für die Antwort schonmal und viele Grüße!
  #4  
Alt 25.09.2009, 13:01
Moderator
 
Registriert seit: 24.03.2006
Beiträge: 1.359
Standard hinweis auf "webseiteninhalte"

... mit "durchstöbern" werden sie wohl nicht sehr weit kommen - "feind liest mit" - professionell arbeitende berater werden sich hüten, auf öffentlich zugänglichen seiten funktionierende strategien offenzulegen...


... das hat nichts mit "auf dem know-how-hocken" zu tun, sondern ist ein selbstschutz vor lesern, die denken, mit intensivem googlen in einem derart heiklen bereich wie der gestaltung einer ausländischen firmenstruktur alleine auf der bühne erfolgreich zu bestehen


ich wundere mich, dass sie nicht fündig werden... es gibt doch ein wahres "chaussignon de professionels", die die vielfältigsten illusionen vermeintlich zu erfüllen vermögen


ffbkdavid@creatrustconsult.com


www.creatrustconsult.com
Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht



Alle Zeitangaben in WEZ +3. Es ist jetzt 19:18 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2013, vBulletin Solutions, Inc.
Search Engine Optimization by vBSEO ©2011, Crawlability, Inc.
Copyright © 2006 - 2013 BPB Business Podium Boards
Partnerlinks: Tropico Ltd. Belize, BOILtd.