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Bahrain Informationen rund um den Steuer-Standort Bahrain.

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Alt 27.01.2007, 20:38
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Standard Allgemeines zu Bahrain

Bahrain


Das Königreich Bahrain (arabisch: البحرين al-Bahrayn) ist ein aus 33 Inseln bestehender Inselstaat in einer Bucht im Persischen Golf, östlich von Saudi-Arabien und westlich von Katar. Der Name "Bahrain" bedeutet im Arabischen "zwei Meere". Die Insel besitzt buchstäblich zwei Meere: das Meer, welches die Insel umgibt, und ein Meer von Grundwasser.



Geographie

Die Hauptinsel Bahrain (578 km²), ein 30 bis 60 m hohes Kalkplateau, ist überwiegend von Sanddünen bedeckt. Im Zentrum der Insel erhebt sich der Dschabal ad-Duchan (135 m). Im Süden und Südwesten erstrecken sich Sandflächen und Salzsümpfe. Nur der nördliche Küstenbereich ist durch artesische Brunnen und Karstquellen landwirtschaftlich nutzbar. Weitere große Inseln sind Muharraq, Sitra, Hawar und Umm Nasan. Diese Inseln sind meist felsig und ragen kaum über den Meeresspiegel hinaus. Bahrain hat feuchtwarmes subtropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit. Überwiegend weht ein feuchtheißer Wind aus Nordwesten (Shamal), mitunter auch trockenheißer Südwind (Qaws) aus der Großen Arabischen Wüste. Die Monatsmitteltemperaturen liegen zwischen 17° C (Januar) und 33,5° C (Juli), die Niederschläge betragen nur 70 mm. Auf der Hauptinsel herrscht bis auf die landwirtschaftliche Zone Wüstenvegetation vor. Die artenarme Tierwelt besteht hauptsächlich aus Eidechsen, Wüstenspringmäusen und Mangusten. Gazellen und Hasen sind nahezu ausgerottet. Bahrains Waldfläche weist weltweit den größten prozentualen Zuwachs auf, und zwar um 14,9 % zwischen 1990 und 2000.



Bevölkerung

Die Bevölkerung Bahrains ist durch einen sehr hohen Anteil ausländischer Arbeitnehmer gekennzeichnet. Die Arbeitslosenrate betrug 2003 im Durchschnitt 15 %. 27,5 % der Bahrainer waren 2004 unter 15 Jahre alt. Das Bevölkerungswachstum lag zwischen 1994 und 2004 im Durchschnitt bei 2,4 %, die Lebenserwartung 2004 bei 75 Jahren und der Anteil der städtischen Bevölkerung im selben Jahr bei 90 %. 81,2 % der Bevölkerung Bahrains sind muslimisch. Die Mehrheit (65 %) gehört der schiitischen, eine Minderheit von 35 % der sunnitischen Richtung des Islam an. 9 % sind Christen, 9,8 Prozent gehören sonstigen Glaubensrichtungen an (vor allem dem Hinduismus). Amtssprache ist Arabisch. Die wichtigsten Einwanderersprachen sind Persisch und Urdu, während Englisch als Bildungs- und Handelssprache weit verbreitet ist.

Seit 1976 gibt es ein umfassendes Sozialversicherungssystem; die medizinische Versorgung ist kostenlos. Allgemeine Schulpflicht ist vorgesehen, jedoch noch nicht eingeführt. Die Analphabetenrate lag 2004 bei Männern bei 11 % und bei Frauen bei 16 %. 1978 wurde die erste Universität des Landes gegründet. Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Manama 147.074 Einwohner, al-Muharraq 97.458 Einwohner, ar-Rifa al-Gharbi 94.344 Einwohner, Madinat Hamad 65.466 Einwohner und Ali 55.052 Einwohner.



Geschichte

Bahrain wurde bereits in prähistorischer Zeit besiedelt: Unter dem Namen Dilmun existierte schon im 3. Jahrtausend v. Chr. eine blühende Kultur, die aus sumerischen Texten bekannt ist und auf dem Gebiet des heutigen Bahrain vermutet wird. Damals entstand die Stadt Qal'at al-Bahrain. Um 2000 v. Chr. verliefen hier die Handelswege der Sumerer und Babylonier nach Indien.
Um 650 v. Chr. eroberten die Assyrer das Land, und im 4. Jh. gliederten es die Sassaniden unter Shapur II. in das Persische Reich ein. Damit verbunden war eine starke persische Einwanderung. 630 n. Chr. wurde die Insel von den Arabern erobert. Der Islam wurde die vorherrschende Religion. Vom 8. Jh. an übten Bagdad und Damaskus, vom 13. Jh. wieder die Perser die Kontrolle über das Land aus, bis es 1515 portugiesisch wurde. Im 17. und 18. Jh. kam Bahrain erneut unter persische Oberhoheit, wurde jedoch 1783 unter der arabischen Dynastie Al-Chalifa selbständig. Zwar geriet es 1820 durch einen Schutzvertrag mit der britischen Ostindienkompanie wieder in Abhängigkeit; jedoch gaben die Briten dem Land innere Autonomie und Schutz vor persischen und osmanischen Angriffen. Seit 1867 war Bahrain britisches Protektorat. Im Jahre 1932 begann die BAPCO (Bahrain Petroleum Company) mit der Erdölförderung und brachte dem Land immensen Wohlstand. Bahrain wurde außerdem einer der wichtigsten militärischen Stützpunkte Großbritanniens im Nahen Osten. Scheich Isa Ibn Salman al-Chalifa erklärte am 14. August 1971 die Unabhängigkeit.

Er schloß allerdings einen Tag später einen Freundschaftsvertrag mit Großbritannien und erklärte sich zum Emir. Seit 1971 befindet sich auf Bahrain ein us-amerikanischer Luft- und Flottenstützpunkt. Iran hatte bis weit ins 20. Jh. hinein Ansprüche auf Bahrain erhoben und sich dabei auf die einstige persische Herrschaft berufen. Erst im Januar 1970 erkannte das vom Schah regierte Land die Souveränität des Landes an. Im Februar 1979 wurde diese Vereinbarung wieder rückgängig gemacht; seitdem erhebt Iran erneut Ansprüche auf das Land, dessen Bevölkerung mehrheitlich schiitisch ist. 1973 erhielt Bahrain eine Verfassung und es wurden Parlamentswahlen abgehalten. 1975 erfolgte die Suspendierung der Verfassung und die Auflösung des Parlaments. Erst 1993 wurde wieder eine Beratende Versammlung (Shura Council) eingesetzt. Im Dezember 1998 flogen us-amerikanische Bomberflugzeuge vom Typ B-1 von dem Luftwaffenstützpunkt "Scheich Isa" Luftangriffe gegen den Irak. Im März 1999 starb Emir Scheich Isa, woraufhin Scheich Hamad die Regierungsgeschäfte übernahm. Am 14./15. Februar 2001 erfolgte ein Referendum über eine neue Verfassung. Ein Jahr später, am 14. Februar 2002 erfolgte die Umwandlung in ein Königreich Bahrain, die Reaktivierung der Verfassung (darunter demokratische Reformen).



Politisches System

Gemäß der Verfassung von 1973, zuletzt geändert 2001, ist Bahrain eine konstitutionelle Monarchie. Der Islam ist Staatsreligion. Der König ernennt und entläßt die Regierung und hat darüber hinaus, das Recht, das Abgeordnetenhaus aufzulösen und Neuwahlen auszuschreiben. Das Parlament unterteilt sich in ein Abgeordnetenhaus, deren 40 Mitglieder alle vier Jahre gewählt werden und einen Konsultativrat, dessen ebenfalls 40 Mitglieder vom König ernannt werden. Alle Bahrainer im Alter ab 18 Jahren sind wahlberechtigt. Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus vom 24. und 31. Oktober 2002 errang die Liste islamischer Gemeinschaften 19, unabhängige Kandidaten 18 und Liberale drei Sitze. Es sind allerdings keine Parteien zugelassen. Bei den Parlamentswahlen am 25. November 2006 zieht erstmals mit Lateefa Al Gaood eine Frau als Abgeordnete in das Parlament. Das Land gliedert sich in zwölf Regionen. Für Muslime gilt islamisches Recht (Scharia), Hindus und Christen unterliegen einer modifizierten britischen Rechtsprechung. Bahrain ist Mitglied der UN, der Arabischen Liga, der OAPEC und des Golfkooperationsrates.



Wirtschaft

Die starke Abhängigkeit vom Erdöl versucht Bahrain durch Umstrukturierung der Wirtschaft und Diversifizierung der Industrie zu vermindern. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2004 um 5,4 % gewachsen. Die Landwirtschaft machte einen Anteil von 0,7 % am BIP aus, die Industrie 41 % und die Dienstleistungen 58,5 %. Beschäftigt waren 2001 1 % der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft, 55 % in der Industrie und 45 % im Dienstleistungssektor. Die Inflation lag 2002 im Durchschnitt bei 1,2 %


Landwirtschaft

Auf den wenigen landwirtschaftlich nutzbaren Flächen werden Datteln, Zitrusfrüchte und Gemüse angebaut. In der Viehzucht werden Rinder, Ziegen und Schafe gehalten. Zu immer größerer Bedeutung gelangt die Fischereiwirtschaft.

Bodenschätze und Industrie

Die intensiv genutzten Erdöl- und Erdgasvorkommen werden voraussichtlich im Jahre 2015 erschöpft sein. Schon heute unternimmt Bahrain unter anderem umfangreiche Experimente zur Fischkultur in ausgebeuteten Bohrlöchern. Hier ist die Region um Hawar Vorreiter. Bahrain besitzt seit 1972 eine Aluminiumfabrik. Daneben entwickelt sich der Schiffbau zu einer bedeutenden Branche.

Dienstleistung

Aufgrund der bald erschöpften Ölreserven hat das Land sich ein zweites Standbein durch einen Offshore-Bankensektor geschaffen. Bahrain ist heute eines der wichtigsten Finanzdienstleistungszentren des Nahen Ostens.

Verkehr

Bis 1986 war Bahrain nur mit Schiff und Flugzeug erreichbar. Seitdem besteht eine Straßenverbindung über das Meer nach Saudi-Arabien (King Fahd Causeway), die jährlich von bis zu 3 Millionen Fahrzeugen genutzt wird. Eine weitere Verbindung nach Katar ist geplant. Der größte Flughafen des Staates ist der Bahrain International Airport auf der Insel Al-Muharraq.

Außenhandel

2003 importierte Bahrain vor allem Rohöl, Maschinen und Transportausrüstungen aus Saudi-Arabien, den USA, Frankreich, Deutschland und Großbritannien. Es exportierte vor allem Erdöl und Erdölprodukte nach Saudi-Arabien, in die USA, in die Republik China (Taiwan), nach Indien, Japan und Südkorea.

Staatsausgaben

Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für das Gesundheitswesen bei 8 %, das Bildungswesen bei 12 % und das Militär bei 18 %.




Sport

Seit 2004 findet in Bahrain das Formel 1-Rennen Großer Preis von Bahrain statt.

Die bahrainische Fußballnationalmannschaft ist gemessen an der Größe des Landes eine sehr erfolgreiche Fußballelf. Bei der letzten Asienmeisterschaft 2004 in China erreichte man den vierten Platz nach einer 2:4-Niederlage gegen den Iran. Auch bei der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland war die Mannschaft erfolgreich. Nachdem sie in der letzten Gruppenphase der Asien-Qualifikation stand, erreichte die Mannschaft die Playoffs um die Qualifikation zur WM. Dort verlor sie dann allerdings gegen die Auswahl von Trinidad und Tobago und verpasste damit die Qualifikation für das Turnier.



Sonstiges

Bahrain ist der MEZ im Winter 2 Stunden voraus und im Sommer 1 Stunde voraus.
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..ich habe mir angewöhnt, dass ich jeden Tag in den Garten schau und eine Blume hinrichte..." (Edmund Stoiber, Bayrischer Ministerpräsident)

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Geändert von tropico (23.07.2007 um 13:54 Uhr).
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