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  #1 (permalink)  
Alt 16.07.2006, 12:43
ffbkdavid ffbkdavid ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 24.03.2006
Beiträge: 468
Standard credit suisse... alles wie gehabt:

Also gelegentlich - nein, ehrlich gesagt: Eigentlich immer! - fragt man sich schon, worauf der nachgewiesene Erfolg der beiden Schweizer Bankenmoloche gründet...


... Auf kreativen Einfällen wie diesem wohl kaum... oder:


- - - - -


Gelbe Karte für die Credit Suisse
Illegales Finanzinstrument für Fussballbegeisterte

Die Grossbank Credit Suisse ist vom Waadtländer Verwaltungsgericht gebüsst worden, weil sie ein Finanzinstrument mit einer Wette auf die WM-Resultate der Schweizer Nationalmannschaft verbunden hat.

(sda) Nach Ansicht des Gerichts beging die CS ein Foul, als sie im Hinblick auf die Fussball-WM ein Derivat auf den Markt brachte, das an die Kursentwicklung von Aktien von WM-Sponsoren gekoppelt ist. Zudem profitieren Investoren bei besserem Abschneiden der Schweizer Nationalmannschaft.

Die CS wurde zu einer Busse von 10’000 Fr. verurteilt, wie eine CS-Sprecherin einen Bericht der Westschweizer Tageszeitung «Le Temps» vom Samstag bestätigte. Die CS prüfe das Urteil und werde dann entscheiden, ob sie dagegen rekurriere. Sie ist die Hauptsponsorin der Nationalmannschaft.

Laut «Le Temps» war die Grossbank von den kantonalen Behörden gewarnt worden, das Finanzinstrument stelle eine verbotene Wette dar. Laut der CS-Sprecherin gab es in den Kantonen Bern, Zürich, Basel-Stadt und Genf keinerlei Einwände gegen das Finanzinstrument.

- - - - -

Aendern am "Erfolg" der Bahnhofsträssler wird das Verfahren wohl kaum etwas... oder hat jemand die Illusion, die "Kunden" würden bei der Wahl ihrer Bank urplötzlich ihr Hirn einschalten?


ffbkdavid@creatrustconsult.com

www.creatrustconsult.com

Geändert von ffbkdavid (15.11.2006 um 23:58 Uhr).
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  #2 (permalink)  
Alt 22.08.2006, 23:34
ffbkdavid ffbkdavid ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 24.03.2006
Beiträge: 468
Standard sauhäfeli... saudeggeli!

man muss sich das 'mal bildlich vorstellen... da stehen ungeheuerliche vorwürfe gegen einen CREDIT SUISSE-topbanker im raum... die sich vollumfänglich bestätigen


resultat: mr. quattrone darf in zukunft unbehindert seinen "geschäften" nachgehen, wenn er "... sich während eines jahres nichts zuschulden kommen lässt ..."


die kleine ladendiebin, die wegen konstanter arbeitslosigkeit und der verpflichtung, 4 hungrige mäuler stopfen zu müssen, bei aldi 2 tieflkühlpizzas ohne umweg über die kasse "abzweigt" und zu einer gefängnisstrafe von 6 monaten verurteilt wurde... lässt grüssen!!!


es gibt tage, da schüttle ich ob den nach wie vor ungetrübt strahlenden quartalsabschlüssen der bahnhofstrass-akrobaten nur mitleidig den kopf... wes geistes' kind deren kunden sind ist mir schlicht und einfach schleierhaft


nothing more has to be said


ffbkdavid@creatrustconsult.com

www.creatrustconsult.com




- - - - - - - - - - hier der bericht - - - - - - - - - -




US-Skandalbanker entkommt neuem Prozess


Drei Jahre lang lief ein Verfahren wegen Behinderung der Justiz gegen ihn, nun kann der US-Skandalbanker Frank Quattrone triumphieren: Er hat dank eines Vergleichs Aussicht auf Straffreiheit - und verkündet schon den Neustart seiner Karriere.


Als die Vereinbarung feststand, lächelte Frank P. Quattrone. Es war das Lächeln eines Gewinners. Zweimal schon stand der ehemalige Star-Investmentbanker wegen Justizbehinderung vor Gericht. Ein drittes Mal wird es voraussichtlich nicht geben.

Denn der heute getroffene Vergleich mit dem Distriktrichter George B. Daniels und den Staatsanwälten sieht vor, dass auf eine erneute Anklage wegen Justizbehinderung verzichtet wird - sofern sich Quattrone ein Jahr lang nichts zu schulden kommen lässt. Damit endet eine dreijährige juristische Odyssee.


Auf dem Gipfel des Tech-Börsenbooms verdiente Quattrone über 100 Millionen Dollar im Jahr. Aus armen Verhältnissen hatte sich der Sohn italienischer Einwanderer über Stationen wie Morgan Stanley und die Deutsche Bank zum Star unter den Investmentbankern hochgearbeitet.


Ende der neunziger Jahre war er bei Credit Suisse First Boston (CSFB) als Chef des zeitweise 500-köpfigen Technikteams die Schnittstelle zwischen Silicon Valley und der Wall Street. Zwischen 1999 und 2000 brachte CSFB unter seiner Führung mehr Technologieunternehmen in die Nasdaq als jede andere Bank. Zu Quattrones Kunden gehörten die Großen wie Netscape und Amazon. Der heute 50-Jährige verband den lockeren Umgang der Westküste mit dem knallharten Geschäftssinn der Ostküste.


Der Abstieg des Aufsteigers begann mit einer E-Mail. Darin hatte er seine Mitarbeiter im Dezember 2000 aufgefordert, "ihre Daten aufzuräumen." Eigentlich nicht ungewöhnlich, hätte nicht kurz darauf eine Überprüfung durch die US-Börsenaufsicht SEC ins Haus gestanden. Richtig pikant wurde die Geschichte, als kurz darauf Gerüchte laut wurden, dass Quattrone und sein Team den Preis neu emmitierter Aktien mit unerlaubten Methoden, dem so genannten "spinning", künstlich in die Höhe getrieben hätten.


Ein US-Gericht verurteilte ihn im September 2004 wegen "Behinderung der Justiz" zu 18 Monaten Gefängnis und 90.000 Dollar Geldstrafe. Wenig später folgte ein lebenslanges Berufsverbot durch den Branchenverband der US-Wertpapierhändler. Quattrone legte Berufung ein und blieb bis zu einem weiteren Verfahren auf freiem Fuß. Im März diesen Jahres kippte ein Berufungsgericht das Urteil - wegen Verfahrensfehlern. Die Unschuld des Angeklagten war dadurch aber nicht festgestellt worden, ein drittes Verfahren wäre jederzeit möglich gewesen - bis jetzt.


"Ich plane, meine Karriere fortzusetzen", sagte Quattrone in einer ersten Stellungnahme nach dem Vergleich. Ob ihm das gelingt, darf bezweifelt werden. Nach den Finanzskandalen der letzten Jahre müssen sich die Großbanken der Wall Street bemühen, ihren Ruf aufzupolieren.


Mit AP, Reuters

Geändert von ffbkdavid (15.11.2006 um 23:59 Uhr).
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  #3 (permalink)  
Alt 21.07.2007, 12:13
tropico tropico ist gerade online
Moderator
 
Registriert seit: 24.03.2006
Ort: Belize City
Beiträge: 938
tropico eine Nachricht über Skype™ schicken
Standard stimmt: alles wie gehabt ...

stimmt: alles wie gehabt ...

Nach Außen kehren auch diese Truppen den Saubermann im Bankenwesen heraus, doch im stillen Kämmerlein können Sie auch mit jeder lausigen Offshore-Klitsche jeden Services erhalten. Warum wohl ...?
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  #4 (permalink)  
Alt 20.02.2008, 12:06
ffbkdavid ffbkdavid ist offline
Moderator
 
Registriert seit: 24.03.2006
Beiträge: 468
Standard ahnungslosigkeit als einstiegsqualifikation!

cs-konzernchef BRADY DOUGAN:

"... Bei der Präsentation des Ergebnisses in vergangener Woche habe ich noch nichts von potentiellen Problemen gewusst ..."

und:

"... Wir wären nicht verpflichtet gewesen, über den Abschreiber von 2,85 Mrd. $ zu informieren. Die Bank habe sich vielmehr freiwillig dafür entschieden, den Abschreiber offen zu legen - nicht zuletzt im Zusammenhang mit einer heute auf den Markt gebrachten Obligation ..."


man muss sich die statements mehrmals LAUT vorlesen, um deren tiefen philosophischen sinn erkennen zu können... getan... ja? - o.k.: da "erfährt" der höchste exekutivbeamte einer weltweit agierenden bank also innert einer woche, dass - völlig ausserhalb jeder kenntnis des wirtschaftlichen umfeldes in den usa, wo es zischt, knallt und brodelt wie an keinem 1. august-feuerwerk der letzten hundert jahre - einige milliarden seines 40-milliarden-schrott-portefeuilles akut gefährdet und zwingend und dringend einer wertberichtigung bedürfen

tüchtig, der junge mann, tüchtig!

und: grossherzig/grosszügig, dass er edlerweise eine weitere öffentlichkeit über die nichtmehrganztotalejungfräulichkeit seiner "bankengruppe" ins bild setzt... er wäre dazu - ich wiederhole mich - "... nicht verpflichtet gewesen ..."

links:

Die Subprime-Krise holt die Credit Suisse wieder ein (Nachrichten, NZZ Online)

Das Ende einer Illusion (Wirtschaft, Aktuell, NZZ Online)


immerhin - der neugeldzufluss in die heiligen hallen unserer beiden "finanzheiligtümer" scheint nicht zu versiegen... wahrscheinlich, weil die bestehenden "alternativen" - ich schliesse jetzt 'mal die bank of salem in melchizedek aus - auch nicht viel ethischer und moralischer "geschäften"


o tempores, o mores


wohl bekomm's


ffbkdavid@creatrustconsult.com
Creatrust Management AG Offshore Corporate Services
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