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Trust, "Self"-Trustee

in Offshore, Banken, Gesellschaften, Stiftungen & Trusts; Hallo zusammen Ich spiele mit dem Gedanken einen Trust zu gründen um dort die Rolle des Trustee zu übernehmen (self-settled, ...


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  #1  
Alt 06.07.2012, 17:00
jam jam ist offline
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Registriert seit: 06.07.2012
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Standard Trust, "Self"-Trustee



Hallo zusammen

Ich spiele mit dem Gedanken einen Trust zu gründen um dort die Rolle des Trustee zu übernehmen (self-settled, irrevocable und discretionary).

Damit habe ich (als Trustee) die volle Kontrolle über (meine ehemaligen) Assets und kann mir zudem einen Lohn auszahlen.

Alles "theoretisch" klar aber Fragen über Fragen ... :

1) Gibt es ein Hintertürchen wie die Assets doch wieder zu mir zurückfallen könnten ?

2) Wie hoch ist die Gefahr, dass ich als Trustee rausgekickt werden kann ? Kann ich im Trust-Deed bestimmen, dass ich als Trustee nicht gefeuert werden kann ?

3) Muss der Trust ein Office im Gründungsland haben ? Genügt ein Virtual-Office ? Genügt dieses Offices um ein Trading Account, Bankkonten zu erföffnen ?

4) Kann ich im Namen eines solchen Trust, bei einer internationalen Bank ein Konto eröffnen ?

5) Ich denke es sollte möglich sein, bei der Steuerbehörde mein Einkommen zu deklarieren ?


Gruss
Jam

  #2  
Alt 07.07.2012, 09:43
Moderator
 
Registriert seit: 24.03.2006
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Standard risiko: shamtrust

einen trust zu gründen, um SICH SELBST als beneficiary einzusetzen (mit wahrscheinlich der lebenspartnerin als "Protektor" und diesen gleich als Trustee selbst zu verwalten... geht prima, wenn sie das als privatvergnügen abbuchen...

... im AUSSENVERHÄLTNIS bewegen sie sich mit eindrücklicher Geschwindigkeit in Richtung SHAMTRUST... i'm "The American Heritage Dictionary of Business Terms" lese ich dazu:

"... An abusive trust that lacks economic substance and serves no legitimate purpose. Income and expenses are assigned to the true owner, not the trust ..."

passt exakt zu der von ihnen geschilderten situation - ich sehe auch keinerlei steuerlichen Vorteile, werden doch EINKOMMEN AUS TRUSTANLAGEN durch die zuständigen Finanzämtern - auch wenn diese nicht ausgeschüttet werden - den BENEFICIARIES zugeschlagen

vielleicht bringen sie mehr Input auf die borads, indem sie uns beispielsweise darüber informieren, warum um alles in der Welt sie auf die Idee kamen, ein derartiges Vehikel in der von ihnen geschilderten form aufzustellen

wohl bekomm's

ffbkdavid@creatrustconsult.com

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  #3  
Alt 07.07.2012, 16:19
jam jam ist offline
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Registriert seit: 06.07.2012
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Hab mir gedacht, dass dieser Eindruck entsteht. Ok - ich sollte mein "Problem" einmal konkret darstellen, damit wir ein "problemloses" Konstrukt aufbauen können.

Ich plane auf eine langjährige Weltreise zu gehen (nicht um Steuern zu sparen !). Ich werde mein Dasein mit dem Trading an der Börse finanzieren. Das Problem ist, dass man einen festen Wohnsitz haben muss, um ein Tradingkonto zu haben (im spez. für die US Märkte).

Eine Lösung dazu wäre eine (Offshore) Firma zu gründen und über diese das Trading abzuwickeln. Ich möchte tatsächlich eine >offizielle< Anstellung haben, damit ich das bei der Einreise in den div. Ländern es auch angeben kann. Auch sollte es möglich sein, im "Heimatland" wieder wohnhaft zu werden und als Treuhänder einen Verdienst vorweisen zu können.

<<ABER>> was sehr wichtig ist - ich will NICHT der Inhaber einer Firma sein, da es wieder zu einer "Doppelbesteuerung" kommt. Darum die Sache mit dem Trust !

Jetzt zum Trust-Vermögen - es handelt sich dabei bei der Gründung um ca. 100k USD (also winzig !). Ich bin mir sicher, dass ich pro Jahr einen "soliden" Zuwachs generieren kann. D.h. ich LEISTE tatsächlich was und die Entlöhnung wird dem üblichen Ansatz entsprechen. Das kann von mir aus auch im Trust-Deed festgelegt weden ... "1.. 10% des total Asset-Value".

Nun zu den Beneficiaries - tatsächlich gibt es die, aber die sollten nicht im Trust-Deed erwähnt werden (darum discretionary -> keine Ansprüche !).


Bottom line :

1) erst durch mein Know-How kann der Trust an Vermögen kreieren - d.h. ich bin nicht der Schmarotzer sondern der Wealth-Generator

2) die Entlöhnung ist ein Bruchteil des Asset Values resp. vom jährlichen Gewinn.

3) es gibt die Ausschüttung an die Beneficiaries - aber das wird so oder so nach Vettern-Wirtschaft schmecken (für das ist ja auch ein Trust da !) ...



PS : momentan schwanke ich immer noch zw . Offshore Trust und IBC ... darum poste ich ja hier ... :-)
  #4  
Alt 09.07.2012, 04:40
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Ich wäre ja jetzt interessiert daran, wer überhaupt steuerliche Ansprüche stellt, wenn man keinen Wohnsitz hat. Ist das im Zweifelsfall das Heimatland oder im Zweifelsfall der aktuelle Aufenthaltsort?

Was das (US)Tradingkonto betrifft findet die Wohnsitzabfrage (W8-BEN) ja nur einmal statt und zumindest der Broker interessiert sich nicht weiter dafür, braucht der das ja auch nur für die IRS zur Bestätigung, dass sie kein Amerikaner sind und dort nicht wohnen damit Ihnen die 30% nicht abgezogen werden. Zumindest musste ich noch nie ein neues einreichen (auch, wenn ich eventuell dazu verpflichtet wäre, weiß ich gar nicht)
  #5  
Alt 09.07.2012, 09:12
jam jam ist offline
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Google nach "perpetual traveller" ... das ist ein non-stop Tourist.

W8-BEN ... das wird von deinem Broker jedes Jahr eingereicht. Und irgendwo hast du unterschrieben, dass du das Formular up-to-date haltest. Andere Broker wollen explicit ein Papier-Formular mit deiner Unterschrift. Zudem - auf dieser Welt gibt es einige Dinge die man nicht tun sollte - u.a. das IRS zu vergraulen ... :-)

Anyway - ich glaube ich hab die Lösung doch noch gefunden. Da ich Schweizer bin, kann ich nach 10 Jahre im Ausland auf eine Pauschalbesteuerung "pokern" - d.h. Offshore-Trust ist out.

Los geht die Suche nach einer Offshore Company Gründungsagentur ... :-)
  #6  
Alt 10.07.2012, 01:35
Moderator
 
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Standard gründungsagentur optimal auswählen!

eine "offshore-gründungsagentur" hilft ihnen grundsätzlich kaum weiter, vor allem dann nicht, wenn sie - wie 90% der Anbieter - als WIEDERVERKÄUFER auftritt und ihnen ausser einer ibc (international business company) nix gescheites anbieten kann...

aufgrund ihrer Schilderungen nützt ihnen eine ibc ja gar nichts... wohl sind deren Erträge ausserhalb des Firmensitzes steuerlich begünstigt - sie bilden jedoch mit ihrer reiserei an jedem ihrer Aufenthaltsorte klar und eindeutig einen Principal place of business für die Dauer ihrer "Anwesenheit" (eventuell durch landesspezifische spezialvisas für "Touristen" ausser kraft setzbar... dann dürften sie aber nicht wirtschaftlich tätig sein während ihres Aufenthaltes)

ihre wünsche scheinen mir nicht eben einfach umzusetzen sein... ich wünsche ihnen den Kontakt zu ausgebildeten Fachleuten und die Vermeidung von 99-usd-lösungen von Heilern und wünschelrutenprofis

wohl bekomm's


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  #7  
Alt 10.07.2012, 03:28
jam jam ist offline
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Wer sagt dass ich mich auf $99.99 Angebote einlasse ? ... ... muss mal zuerst das KnowHow der potential künftigen Partnern abchecken. Allerdings muss ich sagen - glänzen tun Sie nicht gerade mit Kundenfreundlichkeit ... :-)
  #8  
Alt 10.07.2012, 14:28
Moderator
 
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Standard wehret den anfängen:

ja, wäre interessant, zu erfahren, aufgrund welchen Fragenkataloges sie die guten von den bösen trennen werden...

... angesichts der Tatsache, dass vorwiegend die letzere Kategorie - im Gegensatz zu uns - über beeindruckende webseiten und ein schier endloses Kontingent an lokalen "Agenten" verfügt

wie schon mehrmals erwähnt zur Erinnerung die folgenden killerfragen:

- ist der corporate services Anbieter SELBST mit dem verfassen der notwendigen gründungsurkunden befasst (steht also beispielsweise SEINE Unterschrift auf den entsprechenden schriftdokumenten)... oder hat der abogado pedro alberto sanchez de murks seine klaue draufgesetzt?

- Verfügt der corporate services Anbieter SELBST über die notwendige gesetzlich vorgeschriebene LOKALE INFRASTRUKTUR (lizenzierter registered agent und physische registered office address inkl. festnetztelefonanschluss und möglichst non-free-email-kapazitäten)... oder hat abogado pedro alberto sanchez de murks - wie in 5,000 analogen fällen - seine büroadresse zur Verfügung gestellt?

- bietet der corporate services Anbieter SELBST eine diskrete Präsenz IM AUSSENVERHÄLTNIS durch HAUSEIGENE OFFICERS/DIRECTORS/SECRETARIES (also Verwaltung im eigentlichen sinne), die möglichst NICHT in der gleichen Jurisdiktion beheimatet sind wie der legale sitz der auslandsgesellschaft

- bietet der corporate services anbieter SELBST kommunikationsleistungen an (Umleitung eingehender geschäftlicher Postsendungen - im Gegensatz zu 99% der Anbieter, die ohne massive Mehrkosten ausschliesslich behördensendungen weiterleiten! - lokale festnetzlinien für Telefon/telefax, Registrierung von domainadressen und hostingkapazitäten über EIGENE server an einem abmahnungsresistenten Standort)

... es gibt noch weitere fragen - die sich in den allermeisten fällen erübrigen, weil bereits die hier erwähnten grundsatzklippen mit einem Salto mortale ins nichts enden 8-(

zur 99us$-bemerkung.... diese war nicht auf ihren hier dargestellten konkreten fall bezogen (wir wissen ja über ihre "kassenlage" - noch - nicht bescheid 8-), sondern sind ein Hinweis auf die aktuelle "Lage" bezüglich des Verkaufs von uk-limited companies... da werden nämlich "eu-kompatible anonyme" Strukturen angeboten, ohne dass der Hinweis erfolgt, dass seit einigen Jahren aufgrund einer gesetzlichen Neuordnung uk-ltd-companies über mindestens einen director Verfügen müssen, der eine NATÜRLICHE PERSON ist... ein etwas weitreichender blick in die entsprechenden Angebote zeigt dann auf, dass ein solcher meist gar nicht angeboten wird... aus HAFTUNGSGRÜNDEN nachvollziehbar und verständlich - nur weiss der Kunde in der Regel kaum/nicht, dass er urplötzlich unter seinem Namen als director seiner eigenen englischen Gesellschaft öffentlich zugänglich eingetragen ist...

... DAS war sinn und zweck meiner Bemerkung, wenn sie mein posting in diesem Kontext als wenig kundenfreundlich betrachten, sei ihnen dies gestattet... nur: siehe erste Zeile dieser Nachricht

wohl bekomm's


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  #9  
Alt 15.07.2012, 00:44
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was hilft Kundenfreundlichkeit, wenn sie am Ende wegen Steuerhinterziehung "hinter Gitter" wandern (übertrieben, aber möglich).

Hier kommt man dann auch zu dem Punkt, dass jegliche Kritik an Ihrem Vorhaben ja nicht aus der Laune des Antwortenden entsteht, sondern durchaus begründet ist.
Letztendlich zeichnet sich ein seriöser Anbieter dadurch aus, dass er die Schwiergkeiten kennt und aufzeigt - ich persönlich bin für sowas dankbar.
  #10  
Alt 22.07.2012, 05:05
jam jam ist offline
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Man kann doch ganz sachlich klarstellen, dass das nicht geht. Die einzige Lösung der Klage wegen Steuerhinterziehung zu entgehen ist, dass man in einem anderen Land den Wohnsitz hat. Und dort gibt es ja wieder Hintertürchen.

Also konkret :

- Trust ist overkill weil ...
- IBC in Land X
- Wohnsitz in Land Y (vllt grad mit nem Pass dazu und steuerbefreit)

löst das Dilemma von wegen Steuerhinterziehung (wenigstens für CH, für USA ist das nicht der Fall, DE kenn ich mich nicht aus).

Man kann nämlich trotzdem immer noch in's Heimatland in die "Ferien" gehen.

=> Klare Sache in wenigen Worten, warum dann soviele unnötige Worte verlieren ?!
  #11  
Alt 19.10.2012, 17:46
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Für mich ist die Frage was wollen Sie mit dem Trust.
Ist es ein echter Trust, zahlen Sie gleich Schenkungssteuer.
Ist es kein echter = kein Steuerlich anerkenneswerter Trust müssen Sie selbst alles versteuern.
Also welchen Effekt wollen Sie erzielen?????
Beste Grüsse
DrGlobalTaxII.
Rechtsanwalt
  #12  
Alt 27.10.2012, 19:47
jam jam ist offline
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Ich wollte den Trust als ein Vehicle zum Traden (an der Börse, sog. Proprietary Trading) - aber mittlerweile ist es klar, dass es mit den "Rückflüssen" Probleme gibt.

Mittlerweile denke ich an eine IBC <-> CH Holding. Wobei die IBC das Trading betreibt und die Holding das Consulting zur Verfügung stellt. Schlussendlich ist es natürlich die Holding, die effektiv das Trading ausübt - aber wen interessierts.

Was mir noch nicht so klar ist, wie es steuerlich funzt. Klar ist, dass ich als Inhaber der Holding, die Holding als Vermögen versteuern muss.

Die Holding müsste ja als Inhaberin die IBC als Vermögen versteuern. Frage ist, ob der Gewinn auch auf seiten der Holding versteuert werden muss.
  #13  
Alt 28.10.2012, 04:40
Moderator
 
Registriert seit: 24.03.2006
Beiträge: 1.366
Standard Doppelt genähert

Wurde IHNEN persönlich und unmissverständlich beantwortet:

http://www.business-podium.com/board...r-karibik.html (CH Holding / IBC in der Karibik)

... Aber wir haben ja nichts besseres zu tun hier als ihren Wirren Gedanken - siehe Trust! - zu folgen

Ffbkdavid
Via iPad, darum druckfehlerbehaftet!
  #14  
Alt 28.10.2012, 10:20
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Registriert seit: 15.10.2012
Ort: Deutschland
Beiträge: 37
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Sie haben nicht beschrieben was der Trust denn bringen soll.
Die Trust Lösung passt doch hinten und vorne nicht für ein aktives Business.
Vorallem wo haben Sie WOhnsitz und von wo aus betreiben Sie die Geschäfte mit Ihren Trades?
Schon mal über Inanspruchnahme einer professionellen Beratung nachgedacht?
Beste Grüsse
DrGlobalTAx
Rechtsanwalt
  #15  
Alt 28.10.2012, 10:50
jam jam ist offline
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Registriert seit: 06.07.2012
Beiträge: 31
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>> Die Trust Lösung passt doch hinten und vorne nicht für ein aktives Business.

Wie schon gesagt, dass dies nicht funzt, ist mir klar geworden !

>> Schon mal über Inanspruchnahme einer professionellen Beratung nachgedacht?

Klar - darum habe ich ja mit meinen Postings hier gestartet - aber es schien ja niemand interessiert gewesen zu sein.

Ich habe auch keine Probleme branchenübliche Ansätze zu bezahlen. Aber was ich benötige ist AAA-Referenzen, die zeigen, dass er/sie was von der Materie versteht.
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