![]() |
|
|
|||||||
| Registrieren | Hilfe | Benutzerliste | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren | Tags |
Wirtschaft von Dänemarkin Standorte in Europa und Nordamerika; Wirtschaft In der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Dänemark zu einem modernen Staat mit liberaler Wirtschaftsverfassung. Die Eisenbahn und ... |
| Tags: daenemark, wirtschaft |
![]() |
|
|
LinkBack | Themen-Optionen | Ansicht |
|
#1
|
|||
|
|||
|
Wirtschaft In der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Dänemark zu einem modernen Staat mit liberaler Wirtschaftsverfassung. Die Eisenbahn und das Telegrafennetz wurden um 1850 ausgebaut. Die immer noch vorwiegend agrarisch dominierte Wirtschaft erlebte durch die Ausweitung des Exports einen beträchtlichen Aufschwung. Dänemarks Wirtschaft gehört heute zu den erfolgreichsten in der Europäischen Union. Das dänische Bruttosozialprodukt pro Kopf liegt auf einem europäischen und internationalen Spitzenplatz. Die dänische Wirtschaft ist zu einem Großteil von Exporten abhängig. Dabei kann Dänemark nur zu einem kleinen Teil Rohstoffe exportieren: Seit ungefähr 20 Jahren fördert es Erdöl aus der Nordsee. Dagegen gehören Industriegüter und Agrarprodukte zu den wichtigsten dänischen Exportgütern, die zu zwei Dritteln in die Europäische Union gelangen. Deutschland und Großbritannien sind die wichtigsten Handelspartner Dänemarks. Dänemark hat im 20. Jahrhundert den Wandel von einem agrarisch geprägten Staat zu einem modernen Industriestaat vollzogen. Heute liegt der Anteil der Industriegüter an den Exporten bei 75 Prozent, landwirtschaftliche Produkte machen etwa 15 Prozent aus. Neben dem Schiffbau spielen vor allem die Brauereibranche, der Landmaschinenbau und die pharmazeutische Industrie in Dänemark eine große Rolle.
__________________
..ich habe mir angewöhnt, dass ich jeden Tag in den Garten schau und eine Blume hinrichte..." (Edmund Stoiber, Bayrischer Ministerpräsident) http://www.business-podium.com Geändert von tropico (27.08.2007 um 09:52 Uhr) |
|
#2
|
|||
|
|||
|
Zahlen / Daten / Fakten
-http://www.ipicture.de/daten/wirtschaft_daenemark.html
__________________
..ich habe mir angewöhnt, dass ich jeden Tag in den Garten schau und eine Blume hinrichte..." (Edmund Stoiber, Bayrischer Ministerpräsident) http://www.business-podium.com Geändert von tropico (27.08.2007 um 09:52 Uhr) |
|
#3
|
|||
|
|||
|
Wirtschaftsstruktur
Die Wirtschaftsstruktur Dänemarks zeichnet sich insbesondere durch eine Vielzahl mittelständischer Industrie- und Dienstleistungsunternehmen aus, die oft hoch spezialisiert, innovativ und exportstark sind und dabei technologisch zur Spitzenklasse gehören. Beispiele hierfür sind Bang&Olufsen, Vestas, Danfoss, Ecco und Rockwool. Traditionell verfügt Dänemark aber auch in der Schifffahrt, im Handelsbereich, und in der Brauereibranche über weltweit agierende Großunternehmen, zu denen durch Fusionen in den letzten Jahren auch Großbanken und größere Betriebe im Maschinen- und Anlagenbau, der pharmazeutischen Industrie, der Tourismusbranche und der Lebensmittelindustrie hinzugekommen sind. Die dänische Landwirtschaft ist traditionell exportorientiert und wettbewerbsfähig. Neben der Privatwirtschaft hat der öffentliche Sektor auch einen sehr hohen Stellenwert und beschäftigt cirka 30% der Erwerbstätigen. Dänemark hat das System der so genannten "Flexicurity" (flexibiliy + security) entwickelt, der Arbeitsmarkt ist einer der flexibelsten in Europa. So gibt es zum Beispiel fast keinen Kündigungsschutz, während der Staat gleichzeitig seine Bürger mit hohen Sozialleistungen absichert, Dänemark ist eng in den Weltmarkt eingebunden und hat einen hohen Exportanteil. Aktuelle wirtschaftliche Lage Dänemark liegt in den wichtigsten Wirtschaftskennzahlen in der europäischen Spitzengruppe und befindet sich momentan in einer Boomphase. Noch vor wenigen Jahren war das Wachstum eher gering. Seit 2003 hat es an Fahrt gewonnen und betrug 2005 3,4%. Für 2006 gehen jüngste Prognosen von 2,7% aus, 2007 werden cirka 2% erwartet. Die Arbeitslosigkeit hat stark abgenommen und ist auf dem niedrigsten Stand seit 30 Jahren. 2006 sind nur noch 127.000 Menschen arbeitslos, das entspricht 4,4% der Erwerbspersonen. Die dänische Volkswirtschaft beklagt in einem zunehmenden Maße den Mangel an Arbeitskräften, insbesondere an Fachkräften. Die Inflation stieg 2005 nicht außerordentlich an, sondern wird mit cirka 2% prognostiziert, nachdem sie im Jahr 2004 auf dem niedrigsten Stand seit 1953 gewesen war. Währungspolitik Dänemark erfüllte bereits Anfang 1998 die Maastricht-Kriterien und damit die Voraussetzungen für die Einführung des Euro, allerdings hat Dänemark hierfür ein so genanntes Opt-out erhalten. Die dänische Krone ist im Rahmen der 2. Stufe der Wirtschafts- und Währungsunion mit dem Euro in einem engen Wechselkursverhältnis an den Euro gebunden (Schwankungsbreite: +/- 2,25%). Die Differenz zwischen den Leitzinsen der EZB und denen der dänischen Nationalbank hat sich in den letzten Jahren stetig verringert und ist inzwischen praktisch verschwunden. In einer Volksabstimmung über den Beitritt zur Währungsunion am 28.09.2000 lehnte die dänische Bevölkerung die Teilnahme am Euro jedoch mit knapper Mehrheit ab. Staatshaushalt Die dänische Staatsquote lag 2005 bei ca. 50% des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Der größte Teil der öffentlichen Ausgaben wird zur Finanzierung der Sozialsysteme verwendet. Die Belastung durch direkte und indirekte Steuern ist eine der höchsten weltweit; der Spitzensteuersatz liegt bei 63%. Seit 1997 hat Dänemark regelmäßig Haushaltsüberschüsse. 2005 betrug der Überschuss 4%. Dieser hohe Überschuss erklärt sich vor allem dadurch, dass die Einnahmen aus dem Export von Öl direkt in den Haushalt fließen. Die Haushaltsüberschüsse der vergangenen Jahre wurden zum Schuldenabbau eingesetzt, die öffentliche Verschuldung wird 2006 voraussichtlich unter 30% des BIP fallen (1993 betrug dieser Wert noch 78%). Die Auslandsverschuldung wurde 2005 komplett abgebaut, mittlerweile hat Dänemark Nettoforderungen gegenüber dem Ausland. Alle ausgabenrelevanten Gesetze und Maßnahmen werden einem „Nachhaltigkeitstest“ zur Sicherung der Stabilität der Finanzpolitik unterzogen. Außenhandel Dänemark ist traditionell eng in den Weltmarkt eingebunden, cirka ein Drittel des dänischen BIP wird durch Export erwirtschaftet. Exportartikel sind insbesondere Maschinen und -teile, Nahrungsmittel, Pharmazeutika und Elektronik. Seit 2002 ist das Land auch Nettoexporteur von Erdgas und insbesondere Erdöl. Deutschland ist mit Abstand Dänemarks wichtigster Außenhandelspartner, gefolgt von Schweden, Großbritannien, den USA und Norwegen. 2005 kamen 21% der dänischen Importe aus Deutschland, und 17,2% der dänischen Exporte gingen nach Deutschland. Der Export gewinnt weiter an Fahrt. 2006 stieg der Export von Dänemark nach Deutschland um 25%, insgesamt stieg der Export um 14%. Einhergehend mit dem boomenden Verbrauch stieg der Import im selben Zeitraum um 21,7%. Die Handelsbilanz ist, wenn man Ölexport und Schiffsexport nicht mitzählt, leicht positiv. Mit diesen Sektoren wird der Zahlungsbilanzüberschuss 2006 bei cirka 3,6 Mrd. Euro liegen. Deutsche Direktinvestitionen sind in den vergangenen Jahren gestiegen, in 2004 und 2005 nahmen sie netto jeweils um cirka 700 Mio. Euro zu, und betragen ungefähr 4,5 Mrd. Euro insgesamt. Wirtschaftspolitik Dänemark betreibt aktive Förder- und Ansiedlungspolitik für Hochtechnologieunternehmen in den Bereichen Biotechnologie, Pharma und Informationstechnologie. Bislang haben sich in der länderübergreifenden Region Öresund (Raum Kopenhagen und die schwedische Provinz Schonen) mehr als 300 derartige Unternehmen niedergelassen, davon ca. 100 aus dem Biotech-Sektor. Darüber hinaus stellt der Raum Kopenhagen ein wichtiges Dienstleistungszentrum für ganz Nordeuropa dar. Mit dem Aufbau eines „Hochtechnologiefonds“ in Höhe von 12 Mrd. Dänischen Kronen bis 2012 soll die Grundlagen- und Spitzenforschung gestärkt werden. Der Fonds wird aus den Rückflüssen von Erdölkonzessionen und Privatisierungen gespeist und verteilte erstmalig 2005 Fördergelder. Dänemark gehört allen wichtigen internationalen Wirtschaftsorganisationen (u.a. OECD, WTO, IWF, Weltbank) an. Umweltpolitik Die Umweltpolitik der dänischen Regierung ist geprägt von einem pragmatischen Herangehen an die Herausforderungen einer modernen Industriegesellschaft. In den Umweltschutz investierte Mittel sollen einen möglichst hohen Wirkungsgrad erzielen. In Dänemark gibt es ein ausgeprägtes Bewusstsein hinsichtlich Energieeffizienz und energiesparendem Verhalten. Auch dem Klimaschutz wird besondere Bedeutung gewidmet, sind doch die Auswirkungen der globalen Erwärmung gerade in Grönland sehr anschaulich. Die Förderung der Forschung, speziell auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien, ist fester Bestandteil der dänischen Politik. So hatte Dänemark als erstes EU-Land 1992 eine CO2-Steuer eingeführt und erzeugt derzeit knapp 20% seines eigenen Elektrizitätsverbrauchs aus Windkraft. Beim Export von Windenergieanlagen ist Dänemark weltweit führend; besonders innovativ sind hierbei Offshore-Anlagen: In diesem Sektor wurde 2004 zwischen Deutschland und Dänemark eine verstärkte Zusammenarbeit vereinbart. Auch beim Einsatz von Kraft-Wärmekopplung und Energieerzeugung aus Biogas und Biomasse belegt Dänemark weltweit Spitzenplätze. Geothermische Anlagen und solche zur Wellenenergiegewinnung befinden sich noch im Versuchsstadium. Der Anteil der erneuerbaren Energien in der dänischen Stromproduktion liegt bei cirka 27%. Umweltprobleme für Dänemark ergeben sich unter anderem durch den Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden in der intensiven konventionellen Landwirtschaft, die in das Grundwasser und die Meere ausgewaschen werden und dort zu Veränderung der Stoffkreisläufe führen. Die dänische Regierung versucht mit einer Herabsetzung der zulässigen Nährstoffmengen (140 Kg NO3 pro Hektar und Jahr) sowie verstärkter Forschung auf dem Gebiet der Aufbereitung von Gülle entgegenzusteuern. Seit 1994 ist Kopenhagen Sitz der Europäischen Umweltagentur.
__________________
..ich habe mir angewöhnt, dass ich jeden Tag in den Garten schau und eine Blume hinrichte..." (Edmund Stoiber, Bayrischer Ministerpräsident) http://www.business-podium.com Geändert von tropico (27.08.2007 um 09:52 Uhr) |
![]() |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|