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Professoren bestechen, Bestechung Korruption Schmiergelder an der Promotionsberatungin Staatsangehörigkeiten, Pässe & Titel; Professoren bestechen, Bestechung Korruption Schmiergelder an der Promotionsberatung Endlich ertappt: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Promotionsberater aus Bergisch Gladbach und einen ... |
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Professoren bestechen, Bestechung Korruption Schmiergelder an der Promotionsberatung Endlich ertappt: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Promotionsberater aus Bergisch Gladbach und einen Juraprofessor wegen Bestechung Seit Donnerstagmorgen sitzt ein 53-jähriger ehemaliger Hochschullehrer der Leibniz Universität in einer Hamburger Gefängniszelle. Der Juraprofessor wollte sich durch Flucht einem anstehenden Strafverfahren entziehen. Bestechlichkeit in 78 Fällen wirft die Zentralstelle für Korruptionsbekämpfung bei der Staatsanwaltschaft Hannover dem Dozenten vor, gegen den seit November 2004 ermittelt wird. Die 185 Seiten dicke Anklageschrift wurde der zuständigen Wirtschaftskammer des Landgerichts Hildesheim bereits am 16. Juli zugestellt. 184 000 Euro soll der Jurist von dem Geschäftsführer einer Wissenschaftsberatungsfirma aus Bergisch Gladbach erhalten haben. Im Gegenzug soll der Professor dafür gesorgt haben, dass die Kunden des Unternehmens einen Doktortitel erhielten, obwohl sie in der Regel nicht über die erforderliche gute Examensnote für die Zulassung zur Promotion verfügten. Der 53-Jährige soll die erforderlichen Ausnahmegenehmigungen der juristischen Fakultät besorgt und die schriftlichen Arbeiten anschließend begutachtet haben. Pro Gutachten kassierte er eine Summe von 4100 Euro. Die erste Rate strich er, so die Anklage, nach der Annahme zur Promotion, die zweite nach erhaltenem Titel ein. Die betroffenen Doktoranden stammen aus dem gesamten Bundesgebiet. Außerdem, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, soll der Beschuldigte Klausuren und Hausarbeiten von zwei Studentinnen wohlwollend benotet haben. "Die jungen Frauen sind ihm dafür sexuell entgegengekommen", sagt Oberstaatsanwalt Jürgen Lendeckel. Die Behörde ermittelt deshalb auch gegen die ehemaligen Studentinnen sowie gegen zwei Geschäftsführer der Bergisch Gladbacher Firma. Die Ermittlungen gegen den Professor waren nach einer Strafanzeige der hannoverschen Universität in Gang gekommen. "Zwei Studentinnen haben sich damals über den Professor beim Prüfungsamt beschwert", so Stefanie Beier, Sprecherin der Leibniz Universität. Außerdem seien Mitarbeiter der Hochschule auf die Zahlungen der Bergisch Gladbacher Firma aufmerksam gemacht worden. Beier: "Wir haben damals sofort Strafanzeige gestellt. Jetzt sind wir froh, dass die Sache zur Aufklärung kommt." Die Uni selbst hat bereits reagiert. Im September 2005 erteilte sie dem Juristen Hausverbot und untersagte ihm die Weiterführung der Dienstgeschäfte. Ob ihm möglicherweise auch sein Professorentitel aberkannt wird, darüber wird das Kultusministerium nach dem Prozess entscheiden. Dem 53-Jährigen droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Besonders schwere Fälle können sogar mit einer Strafe von bis zu zehn Jahren Freiheitsentzug geahndet werden. Quelle: haz.de/newsroom/regional/art185,112081
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