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Europäische Fernhochschule Hamburg
Bei der Europäischen Fernhochschule Hamburg, die zur Klett-Gruppe gehört, kann man auch ohne Abitur studieren. Folgende Abschlüsse sind dort möglich: - Bachelor of Arts (B.A.), - Diplom-Kaufmann / -Kauffrau (FH) - Master of Business Administration (MBA) Zum Bachelor of Arts und Diplom-Kaufmann (FH): Wer mindestens Fachhochschulreife und ein Jahr einschlägige Berufserfahrung hat, kann sich für die Studiengänge ohne weiteres einschreiben. Ohne Abitur und Fachhochschulreife kann hier studieren, wer - Staatlich geprüfte/r Betriebswirt/-in - Bilanzbuchhalter/-in - Fachwirt/-in - Fachkaufmann/-frau - Staatlich geprüfte/r Techniker/-in - Meister/-in ist. Wer stattdessen über eine abgeschlossene Berufsausbildung und drei Jahre Berufserfahrung verfügt, kann sich mittels Bestehen einer Eingangsprüfung immatrikulieren. Der international ausgerichtete Bachelor-Studiengang dauert durchschnittlich 3 Jahre, kann aber um 18 Monate kostenlos verlängert werden. Die monatliche Studiengebühr von 290,00 Euro ist sicher nicht gerade gering, jedoch üblich für private Hochschulen, die sich ausschließlich selbst finanzieren müssen. Zudem sind die potentiellen Kunden meistens berufstätig. Der Diplomkaufmann (FH) kann innerhalb von 4 Jahren erlangt werden, kann aber auch kostenlos um 18 Monate verlängert werden. Wer über einen entsprechenden Bachelor-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften verfügt, kann hier innerhalb eines Jahres sein Diplom erwerben. Diejenigen, die noch über kein Grundstudium verfügen, erwerben nacheinander den Bachelor und abschließend das Diplom. Die monatlichen Studiengebühren betragen hier ebenfalls 290,00 Euro monatlich. Zum MBA: Bei dem Studiengang zum Master of Business Administration handelt es sich um einen Aufbaustudiengang. Hierzu muss also bereits ein anerkanntes Grundstudium vorliegen und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung. Wer bereits einschlägig studiert hat, hat die Chance durch Anrechnung von Credits, die Studienzeit zu verkürzen. Die Zusatzvoraussetzungen sind nicht sehr streng. Neben dem vorliegenden Grundstudium und der Berufserfahrung muss entweder der GMAT mit mindestens 500 Punkten absolviert werden (das ist ein durchschnittlicher Wert) oder ein persönliches Interview geführt werden. Hier darf der Bewerber sogar selbst wählen. Fremdsprachenkenntnisse der englischen Sprache können z. B. durch den TOEFL nachgewiesen werden, bei dem mindestens 550 Punkte erreicht werden müssen. Auch dies zu schaffen, ist nicht allzu schwer. Folgende Nachweise müssen eingereicht werden: - Zeugnis über zuvor erreichten Studienabschluss - Berufsbezogener Lebenslauf - Bewerbungsschreiben - Nachweis der beruflichen Erfahrung - Zwei Empfehlungsschreiben von Vorgesetzten, Professoren oder anderen aussagefähigen Persönlichkeiten Das Aufbaustudium zum MBA dauert zwei Jahre und wird in Kooperation mit der ESB European School of Business in Reutlingen angeboten - der Abschluss ermöglicht den Zugang zum Höheren Dienst. Eine Anrechnung von bis zu 60 Credits ist möglich, wodurch sich die Regelstudienzeit auf 1 Jahr verkürzen kann. Die Preise sind aber nicht ohne!!! - € 11.760,- bei 24 Monaten Studienzeit à 490,- Euro, - bei 18 Monaten Studienzeit 590,- Euro pro Monat, - bei 14 Monaten Studienzeit ganze 690,- Euro pro Monat! - Mindestgebühr 9.660,- Euro. Das ist wirklich nichts für den kleinen Geldbeutel! Man muss aber bedenken, dass MBA-Studiengänge grundsätzlich unverschämt teuer sind. Vermutlich soll dadurch die Zahl der möglichen Absolventen gering gehalten werden. Im Gegensatz zu anderen Anbietern zählt die Europäische Fernhochschule Hamburg noch zu den günstigeren. Allgemeines Inzwischen sind die Studiengänge der privaten Hochschule auch FIBAA-akkreditiert, einem wichtigen Gütesiegel hinsichtlich wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge. Natürlich sind die Fernlehrgänge ZfU-zugelassen, was in Deutschland ja gem. des Fernunterrichtsschutzgesetzes Pflicht ist. Interessant ist, dass hier anstelle einer Examensprüfung die notwendigen Credits nach dem European Credit Transfer System (ECTS) schon während des Studiums erworben werden. Das erspart einem gegen Ende des Studiums sicher eine Menge Stress. Termine zum Einschreiben gibt es nicht. Die Bewerber können sich jederzeit einschreiben. Kontakt: Europäische Fernhochschule Hamburg University of Applied Sciences Doberaner Weg 20 22143 Hamburg Telefon: 040 / 675 70 - 700 Telefax: 040 / 675 70 - 710 E-Mail: studienberatung@euro-fh.de Die private Hochschule ist noch relativ jung. Hat schon jemand mit der Europäischen Fernhochschule Hamburg Erfahrung sammeln können oder sogar bereits einen Abschluss erlangt? |
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Hallo @ all !
Bitte Euch um Rat... seit knapp 6 Monaten ist mein Cousin an der Euro-FH Hamburg eingeschrieben, mit dem Ziel, den B.A. im Studiengang Europäische BWL zu machen. Zugang erhielt er über die Eingangsprüfung, da er über die "Mittlere Reife" plus Berufsausbildung mit dreijähriger Berufserfahrung verfügt. Nun ist mir von verschiedenen Seiten zugetragen worden, dass dieser B.A. eben jener Uni eigentlich ein B.B.A. ist, welcher jedoch a) lediglich besonders empfehlenswert für Absolventen ist, welche sich in ihrer späteren Laufbahn insbesondere den wissenschaftlichen Spektren der Betriebswirtschaftslehre zuwenden wollen , und b) für eher Praxis-Orientierte ergo das nicht die optimalste Lösung sei, stimmt das? Darüber hinaus würde es mich brennend interessieren, ob Ihr mir alternative Fern-Unis mit identischer Ausrichtung nennen könntet, die dafür 1. eine kürzere Regelstudienzeit als satte 36 Monate ausschreiben, und 2. eventuell weniger kosten als die benannten 290 € pro Monat. Wäre es überhaupt möglich (bzw. unter welchen Auflagen / Kostenaufwendungen) bei dieser Schule abzubrechen??? Ich wäre Euch echt dankbar für ein zeitnahes Feedback, und sende bereits die INTERNETtesten Grüße aus dem schönen Rheinland! Die Honeybee |
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Hallo und herzlich Willkommen bei den Business Podium Boards!
Ich bin mir sicher, dass Sie das wissen, möchte aber für die lesende Allgemeinheit feststellen, dass die Euro-FH keine "Uni" ist, sondern eine Fachhochschule. Die Informationen, die Sie erhalten haben, sind nicht ganz abwegig, wenn auch verkehrt herum. In der Tat hat es da in der Anfangszeit mal Diskussionen gegeben, was es denn nun mit dem dortigen Abschluss auf sich hat und wie dieser einzustufen ist. Insgesamt ist es so, dass MBA-Abschlüsse und BBA-Abschlüsse in Managerkreisen sehr gefragt sind. Die eigentliche Strömung kam aus den USA - dort war ein MBA (Master of Business Administration) auch noch wirklich ein MBA. Ursprünglich gab es den BBA (Bachelor of Business Administration) auch gar nicht - dieser entwickelte sich später eher als Second-Bachelor-Variante, also keinesfalls als grundständiges Studium. Nun liegt den privaten Bildungsanbietern natürlich das Marketing am Herzen, ebenso das Geld der zahlenden Studierenden. Wie gesagt, stehen MBA-Abschlüsse und BBA-Abschlüsse hoch im Kurs - das wussten auch die Betreiber der Euro-FH. Daher benannten sie anfangs den Studiengang Bachelor of Arts in Betriebswirtschaft (BA) einfach um in Bachelor of Business Administration (BBA), was natürlich absoluter Unsinn war, zumal die Studieninhalte normalerweise sehr stark different sind. Während also BBA und MBA in der ursprungsform nicht-konsekutive Aufbaustudienprogramme waren, also als fachfremde Aufbaustudiengänge auf einen anderen grundständigen Studiengang fungierten, kam es zur Verwurstung und Verwischung der Begrifflichkeiten. Auch andere Hochschulen entdeckten diese Marketingmöglichkeiten. Es kam also zu einer Inflation von BBA-Studiengängen, die eigentlich nie welche waren. Weil der Bildungsmarkt so dermaßen unübersichtlich wurde, hat die Kultusministerkonferenz im Rahmen des Verbraucherschutzes den 'Missbrauch' der Begrifflichkeiten untersagt, sodass die Privathochschulen (Fachhochschulen) gezwungen waren, diese Studiengänge wieder umzubenennen, und zwar in das, was sie von Anfang an waren: BA Bachelor of Arts in Betriebswirtschaft. Daher bietet unter anderem die Euro-FH den BBA nicht mehr an. Es war eigentlich nur eine Marketingstrategie, viele Interessenten anzulocken - dennoch war es von Anfang an ein BA in Betriebswirtschaftslehre. An dieser Stelle kann ich nur jedem Interessenten raten, auf die Hochschule zu achten. Beim BBA und MBA kommt es nicht auf den formalen Abschluss an wie bei anderen Studiengängen - hier zählt das Renommee der Hochschule, um international wirklich gute Chancen zu haben. Ein 08/15-MBA oder 08/15-BBA verfehlt den eigentlichen Zweck des Abschlusses. Hierbei können aber auch neue Hochschulen gut im Kurs stehen, wenn sie für moderne Lehrmethoden, Kooperationen und Zusammenarbeit mit ausländischen Hochschulen usw. bekannt sind. Ich kann nur dringend davon abraten, das Studium abzubrechen. Schneller als in 36 Monaten ist es an keiner anderen deutschen Hochschule möglich, ein Grundstudium in BWL abzuschließen, somit auch nicht billiger. Wer schneller fertig werden will, der muss schneller lernen und vorzeitig Prüfungen ablegen. Man muss sich mal vorstellen, dass Ihr Cousin kein Abitur hat, somit froh sein kann, dass er überhaupt studieren kann. An den meisten Hochschulen werden noch erhebliche zusätzliche Vorleistungen verlangt, wie z. B. Aufstiegsfortbildungsprüfungen (staatlich geprüfter Techniker, staatlich geprüfter Betriebswirt usw.), zusätzlich wird oftmals sogar eine erheblich längere Berufspraxis verlangt. Ein jetziger Wechsel der Hochschule würde einen Zeitverlust bedeuten. Wenn es erheblich billiger sein soll, bleiben nur staatliche Fachhochschulen, wissenschaftliche Hochschulen oder die Fernuniversität Hagen. Hier aber nur mal als Vergleich: Erstens setzt z. B. die Fernuni Hagen erheblich höhere Maßstäbe zur Aufnahme des Studiums, zweitens würde ein einschlägiges Bachelorstudium in Vollzeit 4 Jahre dauern, in Teilzeit ganze 8 Jahre! Sie sehen also, die drei Jahre an der Euro-FH sind schnell vorbei. Was an Präsenzhochschulen in Vollzeit 4 Jahre dauert, dauert an der Euro-FH in Teilzeit schon nur 3 Jahre. Würde es noch schneller gehen, wäre das nach deutscher Gesetzgebung schon kriminell... Insgesamt halte ich das Grundstudium in BWL zum BA in Betriebswirtschaft an der Euro-FH für solide für alle möglichen weiteren Aufbaustudiengänge. Dennoch kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es nicht zu Wissenslücken kommt, wenn ein Teilzeitstudium kürzer ist als ein Vollzeitstudium an einer Präsenzhochschule... Schneller gehts beim besten Willen nicht. Wenn später was bestimmtes angestrebt wird, empfehle ich ein Master-Studium, das speziell in die Tiefe geht. © BPB Business Podium Boards
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