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Alt 14.06.2009, 23:08
Moderator
 
Registriert seit: 24.03.2006
Beiträge: 840
Standard Wertpapier"handel" ungewöhnlicher Art

Zum Start kurz der "Basistext":


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Da müssen Experten ran: Die italienische Finanzpolizei hat die US-Börsenaufsicht um Unterstützung in der aufsehenerregenden Schmuggelsache gebeten, wie der Wirtschaftsnachrichtendienst Bloomberg berichtet. Demnach soll die SEC klären, ob die Staatsanleihen im Wert von umgerechnet 96 Milliarden Dollar, mit denen zwei Männer in der vergangenen Woche an der italienischen Grenze zur Schweiz erwischt wurden, echt sind.

Die italienischen Behörden gehen davon aus, dass zumindest ein Teil der Wertpapiere authentisch sein könnte. Das sagte Oberst Rodolfo Mecarelli von der italienischen Finanzpolizei Como. Bis zu 40 Prozent der Summe - im Höchstfall also etwa 38,5 Milliarden Euro - dürfte der italienische Staat als Strafe für sich einfordern. Zum Vergleich: Der italienische Verteidigungshaushalt 2008 belief sich auf rund 29 Milliarden Euro.

Die Zöllner fanden die wertvollen Papiere am 3. Juni im doppelten Boden eines Koffers. Die im Zug Richtung Schweiz reisenden Besitzer - den Angaben nach zwei Japaner über 50 - wurden vorläufig festgenommen. Es ist verboten, Beträge über 10.000 Euro in Nicht-EU-Länder auszuführen, ohne sie beim Zoll anzugeben.

"Was die Echtheit der Kennedy-Bonds angeht, haben wir noch Zweifel, aber die US-Staatsanleihen im Wert von rund 358 Millionen Euro scheinen glaubwürdig. Sie sind aus Filigranpapier von ausgezeichneter Qualität", so Mecarelli. Außerdem liege den Papieren eine umfangreiche Bankdokumentation im Original bei. Die Echtheitsprüfung gehe aber weiter. Die Guardia di Finanza ermittle zusammen mit dem amerikanischen Secret Service.

Der Schmuggelskandal gibt noch viele Rätsel auf. Zwar ertappen die Zöllner an der schweizerischen Grenze häufiger Schmuggler mit gewaltigen Geldwerten. Geldkuriere mit versteckten Banknoten und selbst Goldbarren seien häufig, hieß es. Bei Papieren von diesem Wert zeige aber die Erfahrung, dass es sich meistens um Fälschungen handele. Die Gesamtsumme der beschlagnahmten US-Anleihen sei zudem einmalig hoch. Der italienische Zoll stöberte bisher gefälschte Wertpapiere mit maximal bis zu einer Milliarde Dollar Wert auf.

Geheimnisvoll ist auch die Rolle der beiden Asiaten. "Wir haben die beiden Männer verhört. Sie haben ihre Aussagen hinterlegt und sind im Moment wieder auf freiem Fuß", erklärte Mecarelli. Mehr teilte der Oberst nicht mit - mit Verweis auf die noch laufenden Ermittlungen. Es ist jedoch nach italienischen Medienberichten eher ungewöhnlich, dass an der italienischen Grenze zur Schweiz japanische Schmuggler festgenommen werden. Wer sind die Männer, und wo wollten sie mit den Anleihen hin? Und wem gehören die Papiere?


aus dem SPIEGEL vom 12.6.2009


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ergänzende, vielleicht sogar "erläuternde und erleuchtende" postings folgen


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  #2 (permalink)  
Alt 14.06.2009, 23:18
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Beiträge: 840
Standard hornberger schiessen?

ich wage 'mal eine durchaus kühne behauptung... damit ein bisschen leben in die bude kommt 8-) - zu meiner minimalen "absicherung" habe ich dem titel immerhin ein fragezeichen beigegeben... "man" weiss ja nie 8-)


immerhin: ich vertrete hier 'mal die meinung, dass die beiden japaner schlussendlich als simple gauner/naive kuriere und in abgesägten hosen dastehen werden - denn:


warum um alles in der welt würden papiere in einem derartigen gesamtwert per bahn/personen transportiert? - und: warum um alles in der welt würde ein derartiger "transfer" nicht offen deklariert... so denn ein reines gewissen vorhanden wäre, hätte ja niemand mit irgendwelchen konsequenzen zu rechnen - der transport von devisen/wertgegenständen jeglicher art ist ja nicht verboten, SO SIE DENN ORDNUNGSGEMÄSS NACH DEN GESETZLICHEN VORSCHRIFTEN DEKLARIERT WERDEN/SIND


aus unserem archiv noch der folgende "kurzkommentar".


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The Fed did actually issue many bearer bonds to the value of $500m each until the late 1960's (when electronic record keeping superseded them), and these look on initial examination like the genuine article. If they are real, they could only have come from a handful of countries with sufficient dollar reserves to have accumulated such a huge sum, notably China and Japan. In the much more likely event they are fakes, it would be the biggest such operation in history, and would almost certainly imply state involvement, with North Korea the prime suspect. Either way, even in the context of the trillions we have become accustomed to seeing tossed around in bailout plans, we're talking serious money. The presentation of huge sums in US bearer bonds isn't unprecedented in fact, even if it is in scale


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papiere in der hier zur diskussion stehenden grössenordnung sind also 40 jahre alt/lang "auf dem markt"... und gehören mit sicherheit NICHT privatpersonen oder firmen, sondern STAATLICHEN INSTITUTIONEN - so... und diese setzen also zwei japaner in einen zug nach italien und "transportieren" werte in dieser höhe in einem koffer mit doppeltem boden


karneval ist nächstes jahr früher als in den vorjahren... aber noch ist nicht der 11.11. - oder gibt's da sowas wie einen "sommerkarneval"?


ergänzungen folgen


ffbkdavid@creatrustconsult.com


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  #3 (permalink)  
Alt 15.06.2009, 04:59
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Ort: Allgäu
Beiträge: 34
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Am lukrativsten für die USA wäre es diese Papiere als gute Fälschung zu deklarieren, dann hätte sie ein Problem weniger, müssten nicht tilgen und keine Zinsen zahlen!
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  #4 (permalink)  
Alt 15.06.2009, 12:39
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Beiträge: 19
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Zitat:
Zitat von Diplomierter Beitrag anzeigen
Am lukrativsten für die USA wäre es diese Papiere als gute Fälschung zu deklarieren, dann hätte sie ein Problem weniger, müssten nicht tilgen und keine Zinsen zahlen!

Ein Teil soll gefälscht sein. Der Rest wird untersucht. Eine Strafe wär da schon möglich. In diesem Fall freut sich Italien über zusätzliche Einnahmen.

-http://www.ftd.de/politik/international/:Spektakul%E4rer-Schmuggel-134-5-Mrd-Dollar-im-Gep%E4ck/526286.html
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