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  #1 (permalink)  
Alt 11.10.2008, 14:23
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Registriert seit: 11.10.2008
Beiträge: 5
Standard Offshore Konstellation für Softwareentwicklung?

Guten Tag,

ich habe mich seit einigen Wochen eingehend mit der Offshore Thematik beschäftigt, seit einigen Tagen bin ich eifriger Leser dieses Forums. Selbstverständlich bin ich schlussendlich in diesem Forum gelandet, da ich, wie viele andere auch, auf der Suche nach einer geeigneten Offshore Konstellation für eines meiner Vorhaben bin. Dieses möchte ich gerne beschreiben, um anschlißened zu einer Diskussion über mögliche professionelle und real funktionierende Gestaltungsmöglichkeiten einzuladen. Ich plane, mich bei prinzipieller Umsetzbarkeit, umfassend durch eine der hier im Forum beheimateten Beraterfirmen weitergehend beraten und betreuen zu lassen.

Im Bezug auf das geplante Vorhaben bin ich Softwareentwickler. Es gibt nur einen einzigen Kunden. Für das geplante Vorhaben ist eine Ausweitung des Kundenkreises nicht beabsichtigt, da der eine Kunde dauerhafte Entwicklung und Betreuung benötigt, und die Einnahmen dieses Kunden alleine für eine Offshore Konstellation sprechen (zurzeit mittlerer 5-stelliger € Bereich, zukünftig jährliche Umsatzbeteiligung im unteren 6-stelligen $ Bereich; aktuell im Heimatland hoher Steuersatz, Freigrenzen durch andere Vorhaben ausgeschöpft).

Der Kunde selbst ist ein in Bermuda ansässiges Offshore Unternehmen. Der Hauptkunde meines Kunden (zur Erklärung: mein Kunde ist ein Berater, dessen Kunde erwirbt indirekt die von mir entwickelte Software) ist selbst ebenfalls ein in Bermuda ansässiges Offshore Unternehmen, welches durch eine Coporate Manager in der Schweiz (AG) geleitet wird. Mein Kunde bekommt seine Zahlungen von einem Lichtensteiner Bankkonto, ich bekomme meine Zahlungen von einem Schweizer Bankkonto.

Kundenkontakte finden selten aber doch statt. Oft ist auch der Kunde meines Kunden oder ein Vertreter des Kunden meines Kunden anwesend. Auch in meinem Heimatland ansässige Onshore Firmen sind bei Besprechungen anwesend, da auch einige Onshore Firmen in das Projekt involviert sind und mein Entwicklungen nur einen Teil eines größeren Gesamtproduktes darstellen.

Folgendes habe ich mir überlegt: da bereits Kundenkontakte stattgefunden haben, und auch zukünftig Kundenkontakte stattfinden werden müssen, und mich natürlich die Onshore Firmen kennen bzw. ich auch im Rahmen des Projektes Kontakt zu den Onshore Firmen führen muss, würde ich mich (onshore) nicht gänzlich aus dem Projekt zurückziehen wollen, sondern mit einer untergeordneten beratenden Rolle auch weiterhin am Projekt beteiligt sein wollen. Das heißt, ich würde auch weiterhin Zahlungen für Beratung direkt erhalten und onshore versteuern.
Für den Großteil der Arbeit plane ich jedoch eine Offshore Konstellation einzurichten. Die Offshore Firma würde die tatsächliche Entwicklung durchführen und keine persönlichen Kontakte zu anderen Projektbeteiligten pflegen. Elektronische Kommunikation würde hierbei vollkommen ausreichen.
Das Konto der Offshore Firma sehe ich in der Schweiz, wodurch kein grenzübergreifender Geldtransfer stattfinden würde (in irgendeiner Weise vorteilhaft?).

Folgendes plane ich nicht: ich muss weder im Hintergrund noch tatsächlich Manager der Offshore Firma sein. Ich möchte keinerlei Kreditkarten haben, mit denen ich in irgendeiner Weise auf das Geld der Offshore Firma im Heimatland zugreifen kann. Ich werde keine Entwicklungen auf lokalen Rechnern / Servern durchführen bzw. lokale Rechner / Server nicht für irgendwelche eltektronische Kommunikation nutzen sondern auch hier auf Offshore Dienste ausweichen.

Soweit so gut. An dieser Stelle möchte ich nun um Vorschläge, Kritik, Gedanken, ... anderer Benutzer dieses Forums bitten und mein Vorhaben zur Diskussion stellen.

Vielen Dank bereits im Voraus!
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  #2 (permalink)  
Alt 12.10.2008, 19:47
Moderator
 
Registriert seit: 24.03.2006
Ort: Belize City
Beiträge: 1.006
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Herzlich Willkommen bei uns !

Bevor ich ins Detail zu gehen gedenke drängt sich mir eine entscheidende Frage auf: Sind Ihrem Finanzamt die bisherigen Einkünfte bekannt ? Wenn ja, wie wollen Sie erklären, daß diese nunmehr nicht mehr eingehen ?
In welchem Land sind Sie steuerpflichtig ? In welchem Land sind die Kunden ansässig, mit denen Sie persönlich Kontakt haben (müssen) ?
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  #3 (permalink)  
Alt 13.10.2008, 00:01
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 11.10.2008
Beiträge: 5
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Guten Abend tronico,

auch ich habe diese Problematik natürlich prinzipiell gesehen. Es gibt jedoch einige gute Argumente, die diese Problematik sehr leicht entkräften können. Die derzeitigen Einnahmen beruhen auf einem zeitlich und vom Umfang her begrenzten Vertrag. Dieser Vertrag wird in unmittelbarer Zukunft durch einen neuen Vertrag "verlängert" werden und kurzfristig, jedenfalls aber zukünftig und ebenfalls noch nicht bestehend, in einen längerfristigen höher dotierten Vertrag münden. Für zukünftige Verträge sehe ich dementsprechend kein Problem, wenn insbesondere auch aufgrund der ohnehin hohen Anzahl der gesamt am Projekt beteiligten Firmen, meine (onshore) Rolle sich "nur" mehr auf beratende Dienstleistungen anstelle von Softwareentwicklung beschränken würde. Es ist durchaus üblich, dass sich Rollen einzelner beteiligter Firmen im Lauf eines größeren längeren Projektes ändern.

Es gibt nur einen Kunden. Dieser ist eine in Bermuda ansässige Offshore Firma. Vertreten wird der Kunde durch einen globetrottenden, soweit mir bekannt in England lebhaften, Consultant. Wobei die angedachte (neue) Offshore Softwareentwicklungsfirma keinen physikalischen Kontakt zum Kunden oder anderen Projektbeteiligten haben muss. Ledeglich ich muss Kontakt zum Kunden, den anderen am Gesamtprojekt beteiligten Onshore Firmen (Österreich) als auch zum Kunden des Kunden (Schweiz / Bermuda) pflegen. Diese Kontakte finden in Österreich und der Schweiz statt, könnten aber problemlos in und wegen der beratenden Rolle ausgeübt werden.

Zusätzlich wäre vielleicht noch zu erwähnen, dass wenn ich bisher von ich gesprochen habe, ich tatsächlich eine onshore ansässige GmbH meinte, dich ich zwar zu verteten befugt bin und deren Softwareentwicklungen ich durchführe, deren Geschäftsführer oder Inhaber ich jedoch nicht bin.

Ich hoffe diese zusätzlichen Informationen helfen, den Sachverhalt zu diskutieren.
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  #4 (permalink)  
Alt 13.10.2008, 00:06
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Registriert seit: 11.10.2008
Beiträge: 5
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Eines hatte ich vergessen zu erwähnen: die onshore ansässige GmbH, welchen den aktiven Vertrag durch mich ausführt, stellt obwohl ich nicht deren Geschäftsführer und Inhaber bin, keinerlei Probleme bei einer eventuellen kreativen Umgestaltung der Porjektbeteiligung bzw. im Bezug auf zukünftige Verträge dar.
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  #5 (permalink)  
Alt 14.10.2008, 11:32
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 07.02.2008
Beiträge: 13
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Hallo LouieLonny,

bitte entschuldigen Sie meine Neugier. Sind Sie zufällig für einen Hedge-Fond oder etwas vergleichbares tätig? Ja oder nein genügt

Vielen Dank.
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  #6 (permalink)  
Alt 14.10.2008, 11:54
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 11.10.2008
Beiträge: 5
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Nein.
Wieso? Tummeln sich diese auch auf Bermuda ?
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  #7 (permalink)  
Alt 14.10.2008, 23:25
Moderator
 
Registriert seit: 24.03.2006
Beiträge: 569
Standard bermuda ist ein...

... captive insurance-paradies... die bermudas-inseln haben sich auf diese "nische" spezialisiert...


... gelegentliche "abstürze" sind in der grundidee "eingeschlossen" 8-)


innovative marketingideen bringen höhere "franchising"-gebühren in die staatskasse... im vergleich der bermuda-inseln mit anderen karibik-destinationen zeigt sich, dass erstere ein rud 5-fach höheres einnahmetotal verbuchen können


die konkurrenz schläft allerdings nicht und versucht intensiv, marktanteile von den bermudas wegzu"acquirieren"


was hat das mit den "urthread" zu tun, bitte?


ffbkdavid@creatrustconsult.com


www.creatrustconsult.com
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  #8 (permalink)  
Alt 15.10.2008, 00:46
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 11.10.2008
Beiträge: 5
Standard

Zitat:
Zitat von ffbkdavid Beitrag anzeigen
... captive insurance-paradies... die bermudas-inseln haben sich auf diese "nische" spezialisiert...
Eben diese "Nische" war mir bewusst und bekannt

Folgende Gedanken habe ich mir in der Zwischenzeit noch zusätzlich zu meinen ursprünglichen Angaben gemacht:

Sofern es für die Realisierung nützlich ist, würde ich keinerlei Ausschüttungen durchführen und sämtliche Einnahmen für einen bestimmten Zeitraum im Rahmen der Offshore Firma, sprich auf dem Konto der Offshore Firma, sammlen. Jedenfalls so lange, bis ein ausreichender Betrag angesammelt wurde, der es erlaubt, meinen Lebensmittelpunkt in ein europäisches Steuerparadies zu verlagen, um dort dann die Ausschüttung durchzuführen. Sofern möglich, würde ich diese Verlagerung meines Lebensmittelpunktes als temporär sehen. Temporär im Sinne von lange genug, dass eine Ausschüttung steuerfrei erfolgen kann (1-2 Jahre?), jedenfalls aber nicht für immer (man kann ja seinen Lebensmittelpunkt mehr als einmal verlagern oder nicht?).

Helfen diese Überlegungen?
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