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Luxemburg Informationen rund um den Steuer-Standort Luxemburg.

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  #1 (permalink)  
Alt 15.02.2007, 21:31
jedi jedi ist offline
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Standard Wirtschaft von Luxemburg

Wirtschaft

Luxemburg ist ein bedeutendes Finanzzentrum und hat eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt. Als Sitz mehrerer Behörden der Europäischen Union ist das Land auch ein bedeutendes internationales Verwaltungszentrum. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 30,9 Milliarden US-Dollar [3] (2005); daraus errechnet sich ein BIP pro Einwohner von 65.900 US-Dollar. Im Vergleich mit dem BIP pro Kopf der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Luxemburg einen Index von 251 (EU25=100).[4] So liegt zB der Durchschnittsverdienst eines Angestellten in der Industrie bei 4334 € im Monat (Okt.2005, Quelle: Statec)

Die Wirtschaftsstruktur Luxemburgs ist somit vor allem durch den Tertiären Sektor geprägt. Dies geht insbesondere auf die Bedeutung Luxemburgs als internationalem Finanzplatz und als Sitz verschiedener EU-Institutionen zurück. Der Bankensektor trug 2001 über 40 Prozent zur nationalen Wertschöpfung bei. Lediglich ein Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft und 13 Prozent in der Industrie beschäftigt wohingegen 86 Prozent im Dienstleistungssektor arbeiten (2005).

Die Inflationsrate lag in den letzten Jahren konstant bei 2 bis 3 Prozent und erreichte im Schnitt der Jahre 1990-2003 einen Wert von 2,82 Prozent. Die Arbeitslosenquote schwankt zwischen 3,5 und 5 Prozent. 2006 wies Luxemburg erstmals ein Haushaltsdefizit auf. Die Staatsverschuldung beträgt allerdings lediglich 6,2 % des BIP (2005, Quelle: Statec).



Wichtigste Wirtschaftszweige

Dienstleistungen

Dienstleistungen sind der klar dominierende Sektor der luxemburgischen Wirtschaft: Die größte Gruppe in diesem Bereich sind das Kreditwesen und das Versicherungsgewerbe (30,8%) vor dem Handel, dem Gastgewerbe und dem Transportgewerbe (20,4%). Der Finanzsektor steuert 28,5% zum luxemburgischen Bruttoinlandsprodukt bei. Er beschäftigt etwa 33.100 Mitarbeiter, was 11,6 Prozent der aktiven Bevölkerung entspricht. 2002 waren in der Hauptstadt 177 Banken registriert, überwiegend Tochtergesellschaften oder Niederlassungen großer ausländischer Banken. Weitere Charakteristika des Finanzplatzes sind zahlreiche Anlagefonds, Holding-, Versicherungs- und Rückversicherungsgesellschaften. Luxemburg steht weltweit an 7, Stelle was das angelegte Kapitalvolumen angeht und an 2. Stelle wenn man nur die Fondsanlagen betrachtet (Quelle: lëtzebuergesch Wikipedia)

Bergbau und verarbeitende Industrie

Die bis in die 70er Jahre noch dominierende Schwerindustrie, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem auch mit deutschem Kapital gegründet worden war, war der Grundstein zu Luxemburgs Wohlstand und stützte sich auf die reichen Erzvorkommen im Südwesten des Landes. Seit der großen Strukturkrise in den 70er Jahren macht sie noch etwa 30 Prozent der Industrieproduktion aus und hat kontinuierlich an Bedeutung verloren. Eisen- und Stahlindustrie erarbeiten nur mehr 2,7 Prozent der Bruttowertschöpfung. Hauptarbeitgeber war der Stahlkonzern Arbed, der die Stahlkrise um den Preis der Verkleinerung der Belegschaft (von 27.000 Anfang der 70er Jahre auf derzeit ca. 6.700) und rigoroser Modernisierung überstehen konnte. Arbed hat im Januar 2002 mit Usinor (frz.) und Aceralia (span.) eine Fusion zum derzeit zweitgrößten Stahlkonzern der Welt Arcelor vollzogen, welcher 2006 von Mittal Steel übernommen wurde. Hinzugekommen sind dank der Bemühungen verschiedener luxemburgischer Regierungen seit Mitte der 70er Jahre weitere Industrien wie Chemie, insbesondere Autoreifen (Goodyear) und andere Kautschukerzeugnisse sowie Kunststoffe und Kunstfasern, Maschinen- und Fahrzeugbau, keramische Industrie, Glas, Textilerzeugung und Lebensmittelproduktion. Ihr Anteil an der Bruttowertschöpfung beläuft sich auf 6,6 Prozent. Im Rahmen einer noch stärkere Diversifizierung der wirtschaftlichen Grundlagen richten sich die aktuellen Bemühungen der Regierung vor allem auf den High-Tech-Bereich. Hauptstandort der verarbeitenden Industrie ist immer noch das frühere Schwerindustrierevier im Südwesten des Landes mit dem Zentrum bei Esch/Alzette („Minette“).

Baugewerbe

Mit 5,9 Prozent Anteil an der Bruttowertschöpfung ist das Baugewerbe nur viertwichtigster Wirtschaftszweig. Es profitiert von der Ansiedlung neuer Industrien, Banken und Versicherungen und der damit einhergehenden Nachfrage nach Büro- und Wohnraum. Ein weiterer Faktor sind die Ausbaupläne für das Straßen- und Autobahnnetz sowie andere staatliche Bauvorhaben zur Verbesserung der Infrastruktur.

Landwirtschaft

Die Bedeutung der Landwirtschaft (Anteil an der Bruttowertschöpfung: 0,5%) ist rückläufig, die Zahl der auf dem Lande lebenden Bevölkerung nimmt wie die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe kontinuierlich ab (1980: 5.173; 1990: 3.803; 2003 2.450). Dafür steigt die durchschnittliche Betriebsgröße (1980: 29,63; 1990: 38,37; 2002: 57,18 ha). Von der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche von 128.157 ha (2003) werden 43,8% für Acker- und Gartenbau, 50,7% als Weideland benutzt. Das landwirtschaftliche Einkommen wird überwiegend aus Milcherzeugung und Rinderzucht erzielt. Für den Weinbau werden gerade 1,0 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche genutzt.

Technologie und Umwelt

Im Rahmen der seit Mitte der 70er Jahre betriebenen Diversifizierungspolitik hat sich Luxemburg auch erfolgreich um die Ansiedlung von High-Tech-Unternehmen bemüht, wie die Société Européenne des Satellites (ASTRA-Satelliten) in Betzdorf. Forschungsintensive Unternehmen werden staatlich gefördert.

Die Umweltpolitik der luxemburgischen Regierung genießt einen hohen politischen Stellenwert und ist auf eine nachhaltige Entwicklung ausgelegt. Der nationale Plan zum Schutz der Umwelt stützt sich auf drei Pfeiler:

* Biodiversität, Wald, Boden, Wasser, Atmosphäre, Abfall
* Wirtschaftliche Effizienz (Industrie, Landwirtschaft, Energie, Transport)
* Gesellschaftliche Solidarität (Erhaltung des sozialen Friedens, internationale Solidarität)

Im Süden des Großherzogtums insbesondere in Esch sur Alzette gibt es jedoch weiterhin erhebliche Probleme mit der Schadstoffbelastung des Bodens und der Luft, insbesondere mit Blei und mit Dioxin. Der Verzehr von Gemüse aus den betroffenen Gebieten wurde wiederholt behördlich untersagt.

Energie

Der weitaus größte Teil des Energiebedarfs wird durch Importe gedeckt. In den letzten Jahren wurde sowohl von gewerblicher Seite als auch von Privathaushalten viel in alternative Energien investiert, so ist Luxemburg z.B. der europäische Rekordhalter in installierter Photovoltaikleistung pro Kopf der Bevölkerung, Wind und Biogasanlagen sind auf dem Vormarsch. Laut Statec waren die installierten Leistungen zum 31. Dezember 2005 folgende: BHKW's : 100 MW (el.); Öl und Gaskraftwerke: 357 MW; Wasserkraft: 1'134 MW (hier ist das Pumpspeicherwerk Vianden allerdings mit 1'100MW inbegriffen, keine Produktion im eigentlichen Sinne); Windkraft 34 MW; Biogas 4.6 MW; Photovoltaik 23.5 MW.

Außenhandel

Die wichtigsten Ausfuhrgüter sind Metalle und Metallerzeugnisse, Maschinen und Geräte, Kunststoff- und Gummierzeugnisse, Transportmaterial, Erzeugnisse aus Stein, Glas, Keramik, chemische Erzeugnisse.

Wichtigste Einfuhrgüter sind Maschinen und Apparate, Erzeugnisse der Eisen- und Stahlindustrie, Transportmaterial, Mineralstoffe einschl. Mineralölprodukten, chemische Erzeugnisse, Textilerzeugnisse und Bekleidung, Kunststoff- und Gummierzeugnisse.

Die wichtigsten Handelspartner Luxemburgs sind Belgien, Deutschland und Frankreich. In diese Länder gehen rund 60 Prozente der Exporte und fast 80 Prozent der Importe stammen von dort. Die Handelsbilanz ist positiv.
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Wirtschaft

Die luxemburgische Wirtschaft gehört, gemessen an den klassischen Kriterien, zu den erfolgreichsten in der Europäischen Union. So ist beispielsweise das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in Luxemburg nahezu doppelt so hoch wie der EU-Durchschnitt, und die Arbeitslosenrate liegt bei etwa vier Prozent.

Es bereitet allerdings einige Probleme, die Luxemburger Volkswirtschaft mit der anderer Staaten der EU zu vergleichen. Die geringe territoriale Ausdehnung und die niedrige Einwohnerzahl haben einen erheblichen Einfluss auf die Kennzahlen.

Die luxemburgische Wirtschaft ist eine der wachstumsstärksten Volkswirtschaften der EU. Vor allem der Dienstleistungssektor mit einem starken Banken- und Versicherungsgewerbe trägt dazu bei. Im industriell geprägten Süden des Landes findet sich der traditionelle Erzbergbau, der aber auf dem Rückzug ist. Gezielte Förderungsmaßnahmen der Regierung versuchen dies mit Erfolg auszugleichen. So gelang es, chemische Industrien, wie beispielsweise den Reifenhersteller Goodyear, im Süden des Landes anzusiedeln. Aber auch im Bereich der Massenmedien und Informationstechnologie hat Luxemburg einiges zu bieten. Sowohl die Betreibergesellschaft der Astra-Satellitensysteme als auch die Mediengruppe RTL sind in Luxemburg ansässig.
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Alt 15.02.2007, 21:38
jedi jedi ist offline
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Wirtschaftslage, Wirtschaftsstruktur

Die früher von Schwerindustrie und Landwirtschaft geprägte Wirtschaftsstruktur Luxemburgs hat sich seit Beginn der 70er Jahre tief greifend gewandelt. Vor dem absehbaren Rückgang der Bedeutung der Schwerindustrie hat die Luxemburger Regierung seit 1975 bewusst und konsequent eine Diversifizierungspolitik betrieben, neue Industrien angesiedelt und vor allem mit großem Erfolg den Banken- und Versicherungssektor forciert. Zurzeit gelten die Bemühungen der Regierung vor allem der Ansiedlung eines High-Tech-Sektors und dem Ausbau der landeseigenen Forschung.

Das Wachstum der Wirtschaft hat sich trotz der Konjunkturrückgänge bei wichtigen Wirtschaftspartnern in Luxemburg blendend entwickelt, so dass es in den Jahren 2004 und 2005 einen Wert von 4,5 Prozent erreichte. Für 2006 werden vier Prozent prognostiziert. Noch bessere Werte werden in den Folgejahren erwartet.

Die Inflationsrate lag 2005 bei 2,2 Prozent. Schätzungen zufolge wird sie 2006 insgesamt 2,5 Prozent betragen. Die Arbeitslosenquote ist 2005 auf 4,8 Prozent angestiegen. Ungeachtet dessen zählt Luxemburg weiterhin zu den Ländern mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen der Welt. Für die angrenzenden Regionen ist das Großherzogtum ein wichtiger Arbeitgeber. Täglich strömen ca. 120.000 Grenzgänger in das Land.

Luxemburg verfügt nur über wenige Rohstoffe (Schiefer, Kalk, Sand und Kies). Erdöl, Erdgas und Kohle müssen importiert werden. Die verfügbare elektrische Energie wird zu ca. 80 Prozent importiert. Den größten Teil seines Importbedarfs bezieht Luxemburg von der deutschen RWE.


Die wichtigsten Wirtschaftszweige


In wohl keinem anderen Land der Europäischen Union hat die Krise der Industrie den Marsch in die Dienstleistungsgesellschaft derart beschleunigt wie in Luxemburg. Marktbestimmte und nicht marktbestimmte Dienstleistungen tragen 83,3 Prozent zur Bruttowertschöpfung im Großherzogtum bei: Die größte Gruppe in diesem Bereich ist das Finanzwesen, das mit 23,4 Prozent noch vor dem Sektor Handel, Gastgewerbe, Transport liegt, der auf 20,8 Prozent kommt.


Finanzplatz Luxemburg

Herzstück des luxemburgischen Wirtschaftsgefüges ist der Finanzsektor. Die Entstehung des Finanzplatzes Luxemburg wurde in erster Linie durch vorteilhafte gesetzliche Rahmenbedingungen und attraktive Steuersätze begünstigt. Bereits 1970 war das Gewicht des Finanzsektors in der luxemburgischen Wirtschaft leicht höher als anderswo, doch nahm die Entwicklung in Luxemburg unerreichte Ausmaße an: der Finanzsektor wurde zum wichtigsten Motor der luxemburgischen Wirtschaft. Die Wirtschaftssektoren Finanzdienstleistungen und unternehmensbezogene Dienstleistungen generieren heute 45,1 Prozent der Bruttowertschöpfung. Der Finanzsektor allein, verbucht an der gesamten Beschäftigung einen Anteil von nahezu 12 Prozent und beschert dem Staat mehr als 40 Prozent der Steuereinnahmen.


Bergbau und verarbeitende Industrie

Die in den 70er Jahren noch dominierende Schwerindustrie, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem auch mit deutschem Kapital gegründet worden war, hat kontinuierlich an Bedeutung verloren. Hauptarbeitgeber war lange Zeit der Stahlkonzern ARBED, der die Stahlkrise um den Preis der Verkleinerung der Belegschaft (von Anfang der 70er Jahre noch 27.000 auf derzeit ca. 6.700) und rigoroser Modernisierung überstehen konnte. Seit 2002 ist die ARBED mit den Stahlfirmen USINOR (F) und ACERALIA (SP) zur ARCELOR vereinigt, die wiederum 2006 mit dem britisch-indischen Stahlgiganten Mittal zum größten Stahlkonzern der Welt fusioniert ist. Hinzugekommen sind dank der Bemühungen verschiedener luxemburgischer Regierungen seit Mitte der 70er Jahre weitere Industrien wie Chemie, insbesondere Autoreifen (Goodyear) und andere Kautschukerzeugnisse sowie Kunststoffe und Kunstfasern, Maschinen- und Fahrzeugbau, keramische Industrie, Glas, Textilerzeugung und Lebensmittelproduktion. Hauptstandort der verarbeitenden Industrie ist immer noch das frühere Schwerindustrierevier im Südwesten des Landes mit dem Zentrum bei Esch/Alzette ("Minette"). Der Anteil der Industrie an der Bruttowertschöpfung betrug 2005 insgesamt noch 9,1 Prozent.


Baugewerbe

Mit 5,8 Prozent Anteil an der Bruttowertschöpfung ist das Baugewerbe nur viertwichtigster Wirtschaftszweig. Es profitiert von der Ansiedlung neuer Industrien, Banken und Versicherungen und der damit einhergehenden Nachfrage nach Büro- und Wohnraum. Ein weiterer Faktor sind die Ausbaupläne für das Straßen- und Autobahnnetz sowie andere staatliche Bauvorhaben zur Verbesserung der Infrastruktur.


Landwirtschaft

Die Bedeutung der Landwirtschaft (Anteil an der Bruttowertschöpfung: 2005 nur noch 0,4 Prozent) ist im Vergleich mit anderen europäischen Ländern gering, die Zahl der auf dem Lande lebenden Bevölkerung nimmt wie die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe kontinuierlich ab (1980: 5.173; 1990: 3.803; 2006: 2.396). Dafür steigt die durchschnittliche Betriebsgröße (1980: 29,63; 1990: 38,37; 2006: 60,00). Von der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche von 127.885 ha (2006) werden 43,8 Prozent für Acker- und Gartenbau, 50,7 Prozent als Weide- oder Mahdland benutzt. Das landwirtschaftliche Einkommen wird überwiegend aus Milcherzeugung und Rinderzucht erzielt. Für den Weinbau werden gerade 1,0 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche genutzt. Die Erntemenge im langjährigen Vergleich schwankt beträchtlich, wobei als häufigster Wert jedoch eine Menge um 130.000 hl erzielt wurde.


Außenhandel

Luxemburg hat auch 2005 ein ausgezeichnetes Ergebnis in seiner Außenhandelsbilanz erzielt und einen Überschuss von über sechs Milliarden Euro erreicht, vor allem dank der Aktivitäten des Finanzsektors. Die wichtigsten Ausfuhrgüter des Landes nach den Finanzdienstleistungen sind Metalle und Metallerzeugnisse, Maschinen und Geräte, Kunststoff- und Gummierzeugnisse, Transportmaterial, Erzeugnisse aus Stein, Glas, Keramik, chemische Erzeugnisse.

Wichtigste Einfuhrgüter sind Maschinen und Apparate, Erzeugnisse der Eisen- und Stahlindustrie, Transportmaterial, Mineralstoffe einschl. Mineralölprodukten, chemische Erzeugnisse, Textilerzeugnisse und Bekleidung, Kunststoff- und Gummierzeugnisse.

Luxemburgs Handel konzentriert sich immer noch weitestgehend auf die Nachbarländer Deutschland, Frankreich und Belgien, wobei seit der Mitte der neunziger Jahre ein Handelsanstieg mit den neuen EU-Mitgliedern zu beobachten ist.


Staatshaushalt

Der Luxemburger Haushalt 2006 weist – gemäß den Maastricht-Kriterien - ein Defizit von 1,7 Prozent auf. Er ist für Beobachter ein Beleg dafür, dass sich – nach Jahren, in denen sogar Haushaltsüberschüsse verzeichnet werden konnten, - jetzt auch in Luxemburg ein Missverhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben ergeben hat. Problematisch sind dabei vor allem die automatisch wachsenden Ausgaben im Sozialbereich.

Die Einnahmen des luxemburgischen Staates haben sich im vergangenen Jahr grundsätzlich zufriedenstellend entwickelt. Und dafür stehen bei einem prognostizierten Wachstum von vier Prozent auch in 2006 die Zeichen gut. Nach Angaben des luxemburgischen Budgetministers werden die Einnahmen des Staates 2006 von 6,9025 Milliarden Euro auf 8,6476 Milliarden Euro steigen.

Der Tanktourismus, der aufgrund niedrigerer Steuerbelastung des Treibstoffs im Großherzogtum entstanden ist, bringt Luxemburg jährlich rund 600 Mio. Euro ein. Aus dem Tankverkauf, der ebenfalls von niedrigen Steuersätzen profitiert, erhält der luxemburgische Staat Steuereinnahmen in Höhe von 400 Mio. Euro im Jahr. Zusätzliche Einnahmen durch die Mehrwertsteuer erhält der luxemburgische Staat auch dank der Präsenz internationaler Internetfirmen im Großherzogtum.

Zu dem oben erwähnten Defizit von 1,7 Prozent kommt es trotz der zufrieden stellenden Entwicklung der Einnahmen, weil die Ausgaben des Staates 2006 von 7,0092 Milliarden Euro auf 9,7593 Milliarden Euro steigen werden. Schuld daran sind vor allem verschiedene Automatismen im Sozialbudget. So beteiligt sich der Staat jährlich mit 2,4 Milliarden Euro an der Finanzierung der sozialen Sicherheit. Gemeinsam mit den Sozialpartnern hat sich die luxemburgische Regierung 2006 um Einsparungen bemüht, die helfen sollen, das Defizit in den kommenden Jahren zu reduzieren.


Verkehrsinfrastruktur

Luxemburg verfügt über ein dichtes Netz von Nationalstraßen von 2.873 km Länge (2003), davon 125 km Autobahn. Im Schienenverkehr beträgt die Streckenlänge 274 km. Die Straßenverbindungen mit Deutschland werden weiter ausgebaut. Der Autobahnanschluss A 8 nach Saarbrücken wurde 2003 fertiggestellt. 2002 wurde mit Frankreich ein Abkommen zur Anbindung an das TGV-Netz unterzeichnet. Demnach wird sich Luxemburg mit 117,4 Mio. Euro an den Kosten hierfür beteiligen. Die erforderlichen Arbeiten für den Ausbau der Strecken laufen derzeit.

Seit Abschluss der Moselkanalisierung und der Eröffnung des Moselhafens Mertert im Jahr 1964 spielt auch die Binnenschifffahrt eine Rolle (2005: geladene Güter 263.000 Tonnen, entladene Güter 1,032 Mio. Tonnen).

Nach Verabschiedung eines Gesetzes über die Errichtung eines luxemburgischen Schiffsregisters im November 1990, das als belgisches Zweitregister zählt, fahren ca. 70 Seeschiffe (50 ex-Belgien) und einige Moseldampfer unter der Flagge des Großherzogtums.

Der Internationale Verkehrsflughafen Findel bei Luxemburg verzeichnete in den letzten Jahren einen beachtlichen Verkehrszuwachs. Er wird zurzeit ausgebaut. Findel wird von 16 Linien- und auch deutschen Chartergesellschaften angeflogen.


Technologie und Umwelt

Im Rahmen der seit Mitte der 70er Jahre betriebenen Diversifizierungspolitik hat sich Luxemburg auch erfolgreich um die Ansiedlung von High-Tech-Unternehmen bemüht. So kam z.B. in das luxemburgische Betzdorf die Société Européenne des Satellites (ASTRA-Satelliten). Forschungsintensive Unternehmen werden staatlich gefördert.

Die Umweltpolitik der luxemburgischen Regierung genießt einen hohen politischen Stellenwert und ist auf eine nachhaltige Entwicklung ausgelegt. Wegen des gewachsenen Energieverbrauchs und insbesondere aufgrund des Tanktourismus wird Luxemburg dennoch Mühe haben, die selbst übernommenen Verpflichtungen im Rahmen des Kyoto-Protokolls zu erfüllen.
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