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Malta Informationen rund um den Offshore-Standort Malta.

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Alt 31.01.2007, 23:22
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Standard Wirtschaft in Malta

Wirtschaft

Maltas Wirtschaft war bis in die 1970er Jahre hinein auf Unterstützungsleistungen Großbritanniens angewiesen. Damit sollten die strukturellen Probleme der maltesischen Wirtschaftsmisere, die sich vor allem in hohen Arbeitslosenzahlen zeigte, abgefedert werden. Die wirtschaftliche Lage hat sich seitdem verbessert, obwohl Malta immer noch mit etlichen Problemen wie beispielsweise einem hohen Staatsdefizit und verlustträchtigen Staatsbetrieben zu kämpfen hat.

Da das Land arm an Rohstoffen ist, besteht eine hohe Abhängigkeit von Importen.

Der maltesische Boden ist für die Landwirtschaft gänzlich ungeeignet und nur durch umfangreiche Bewässerungsmaßnahmen fruchtbar zu machen. Dennoch exportiert Malta einige landwirtschaftliche Produkte wie zum Beispiel Schnittblumen in die Europäischen Union. Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen zählt die Tourismusbranche. Daneben kommen auch der Textil- und Lederwarenindustrie einige Bedeutung zu. Ein Großteil der Beschäftigten findet Arbeit in den staatlichen Betrieben, die in Zusammenhang mit dem Schiffsverkehr stehen, etwa Docks oder Werften.
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..ich habe mir angewöhnt, dass ich jeden Tag in den Garten schau und eine Blume hinrichte..." (Edmund Stoiber, Bayrischer Ministerpräsident)

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  #2 (permalink)  
Alt 31.01.2007, 23:25
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Standard

Wirtschaftslage, Wirtschaftsstruktur

Allgemeines

Malta hat eine sehr offene im- und exportabhängige Marktwirtschaft. Den größten Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) hat mit 17,6% das produzierende Gewerbe, es folgen der Immobiliensektor mit 13,4%, der Groß- und Einzelhandel mit 12,2%, der Sektor Transport, Lagerung und Kommunikation mit 10,2% und öffentliche Verwaltung, Verteidigung und gesetzliche Sozialversicherung mit 7,9%. Der Warenimport Maltas betrug im Jahr 2005 3,07 Mrd. Euro (+0,7%), der Export sank um 9,1% auf 1,91 Mrd. Euro.

Das BIP betrug im Jahr 2005 4,5 Mrd. Euro und stieg damit im Vergleich zu 2004 um real 2,4%. Das BIP je Einwohner betrug somit in 2005 11.147 Euro. Den größten Anteil am Wachstum hatte der Dienstleistungssektor. Gemäß Eurostat betrug die Arbeitslosenquote im Juli 2006 7,3%. Im Vergleich mit den anderen EU-Mitgliedstaaten ist die Frauenerwerbsquote (33,3%) sehr gering. Der harmonisierte Verbraucherindex ist im August 2006 im Vergleich zum Vorjahr um 3,1% gestiegen.

Die maltesische Währung (Lm) ist seit dem 2. Mai 2005 fest an den Euro angebunden. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt 1 Euro = 0,4293 Lm. Die Einführung des Euro als gesetzliches Zahlungsmittel ist für den 1. Januar 2008 anvisiert.

Die Rating-Agentur Standard & Poors bewertete Maltas Bonität mit „A“. Quelle: Standard & Poors Sovereign Risk Indicators Juli 2006


Fremdenverkehr


Es wird geschätzt, dass 28% der Arbeitsplätze vom Tourismus abhängig sind. Dieser Bereich befindet sich in einem Strukturwandel. Die Gesamtzahl der Hotels ist von 233 im Jahr 2000 auf 184 im Jahr 2005 gesunken, gleichzeitig ist die Zahl der 4-Sterne-Hotels von 37 auf 42 und die Zahl der 5-Sterne-Hotels von 11 auf 14 gestiegen.

Die Zahl der Touristen betrug 2005 1.170.610 und stieg somit im Vergleich zu 2004 um 1,3%. Die Anzahl deutscher Besucher stieg im Vergleich zu 2004 um 2,3% auf 138.217 und stellt somit 2005 mit 12% aller Touristen, nach den Besuchern aus Großbritannien, weiterhin die zweitgrößte Besuchergruppe dar. Allerdings ist die Anzahl der Besucher im Zeitraum Januar bis Juli 2006 insgesamt um 2,5% und der Touristen aus Deutschland um 6,3% gesunken.

Ein wachsender Markt sind die Kreuzfahrttouristen, deren Zahl 2005 um 9,7% im Vergleich zu 2004 gestiegen ist. Mit einem Zuwachs an Kreuzfahrttouristen von 17,7% setzte sich dieser Trend auch in den ersten 7 Monaten des Jahres 2006 fort. Großen Anteil an dieser Entwicklung hat mit Sicherheit der neu gestaltete privat finanzierte Kreuzfahrtterminal, wodurch sich Malta als Anlaufpunkt für Kreuzfahrtschiffe wesentlich verbessert hat. Einige Kreuzfahrten beginnen inzwischen in Malta.

Die zentrale Fremdenverkehrsbehörde „Malta Tourism Authority“ unterhält u. a. ein Büro in Frankfurt/M. Informationen zum Urlaubsland Malta findet man in verschiedenen Sprachen auf der Internetseite der Maltesischen Tourismuszentrale (s. Linkliste rechts).



Finanzdienstsleistungen

Die bedeutendsten Banken vor Ort sind die HSBC (Zentrale in Großbritannien), gefolgt von der bisher noch staatlichen Bank of Valletta. Die „Malta Financial Services Authority“ ist die Aufsichtsbehörde und unterhält außerdem das Handelsregister. Der Anteil des Finanzsektors am BIP ist im Jahr 2005 (4,5%) im Vergleich zum Vorjahr um 28% gestiegen.



Schifffahrtssektor

Mit 25 Mio. Bruttoregistertonnen ist Malta innerhalb der EU drittgrößter Flaggenstaat und steht weltweit an sechster Stelle. Der 2004 langfristig an die CMA/CGM-Schifffahrtslinie und P & 0 Ports (UK) vermietete Container-Freihafen erwartet nach einem Umschlagsverlust 2005 für 2006 wieder einen Anstieg um mehr als 7,5%. Damit auch große Containerschiffe der neuen Generation abgefertigt werden können, wurde in 2006 mit Modernisierungsmaßnahmen in einem Umfang von mehr als 40 Mio. Euro begonnen.



Öffentlicher Dienst


Die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst ist zu hoch und es besteht eine ausgeprägte Konkurrenz zur Privatwirtschaft als Arbeitgeber. Insbesondere ist ein Überhang in den Lohngruppen mit geringer Qualifikation zu verzeichnen. Die Umstrukturierung verschiedener Ministerien und sonstiger Behörden sowie die interne Nachbesetzung frei werdender oder neuer Stellen sollen Abhilfe schaffen. Mit dem Beitritt zur EU werden gleichzeitig qualifizierte Kräfte für neu aufzubauende Behörden benötigt.



Öffentlicher Haushalt


Das Haushaltsdefizit konnte in 2005 auf 3,3% vom BIP gesenkt werden (2004: 5,1%). Das Ziel für 2006 ist es, ein Defizit von unter 3% zu erreichen. Die Staatsverschuldung soll 2005 von 74,7% des BIP auf 70,8% im Jahr 2006 gesenkt werden. Probleme verursachen die steigenden Kosten im Gesundheitssektor und die steigenden Rentenausgaben mit wachsender Zahl der Rentenempfänger. Die Reform des Rentensystems wurde im September 2006 noch diskutiert, soll aber bis Ende des Jahres verabschiedet werden. Der Privatisierungsprozess wurde im Jahr 2006 fortgeführt. Die staatliche Telekommunikationsgesellschaft „Maltacom“ wurde an einen ausländischen Investor verkauft. Ziel der Haushaltsplanung ist die Einhaltung der Maastricht-Kriterien, damit der Euro zum 01.01.2008 eingeführt werden kann.



Investorenwerbung

Die zuständige Behörde ist „Malta-Enterprise“ (s. Linkliste rechts). Sie bietet verschiedene Instrumente an, um Unternehmen bei der Ansiedlung in Malta zu unterstützen. Ihr Budget wurde für 2006 um 24% auf 5,35 Mio. Euro erhöht. Grundlage ihrer Tätigkeit ist das Investitionsförderungsgesetz, das zuletzt 2004 geändert wurde. Besondere Schwerpunkte ihrer Arbeit sind in diesem Jahr Forschungs- und Entwicklungsunternehmen, sowie Firmen aus dem Bereich E-Business und Back-Office-Operations. Der Anteil ausländischer Direktinvestitionen pro Kopf ist in Malta besonders hoch. Eine vorteilhafte Gesetzgebung führte bereits zur vermehrten Niederlassung pharmazeutischer Unternehmen im Generikabereich. Ähnlich erfolgreich ist der Bereich Informationstechnologie und Internetwettbüros. Das produzierende Gewerbe hingegen ist einem tief greifenden Strukturwandel unterworfen (Konkurrenz im Niedriglohnbereich). Der Bruttodurchschnittslohn wurde für das Jahr 2005 auf 12.000 Euro geschätzt (2004: rund 11.800 Euro).

Im Zeitraum Januar bis Juni 2006 verdreifachten sich zwar die ausländischen Direktinvestitionen im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum auf 726 Mio. Euro. Grund hierfür ist aber die Kapitalzuführung eines auf Malta tätigen Kreditinstituts, was gleichzeitig Auswirkungen auf maltesische Investitionen im Ausland hatte (+573%). In 2005 betrugen die ausländischen Direktinvestitionen in Malta insgesamt 452 Mio. Euro. (Zahlen vorläufig)



Wirtschaftsentwicklung

Da die maltesische Wirtschaft sehr offen und export-/importabhängig ist, sind weltwirtschaftliche Entwicklungen in Malta besonders spürbar. Der wachsende globale Wettbewerb und die gestiegenen Energiepreise haben den Strukturwandel beschleunigt. Die Bedeutung des Dienstleistungssektors nimmt weiterhin zu, gestützt insbesondere durch den Finanzdienstleistungsbereich. Innerhalb des produzierenden Gewerbes gibt es einen Wandel weg von den Bereichen Textil-, Bekleidungs- und Möbelindustrie und hin zur pharmazeutischen Industrie und zum Transportmittelsektor.

Es ist das erklärte Ziel der maltesischen Regierung, sich von ihren Schlüsselpositionen im Wirtschaftsgeschehen zurückziehen und sich auf notwendige, regulierende Fragen und die Rolle als Förderer des durch die Privatwirtschaft zu erzielenden Wachstums zu beschränken.

Neben der Vereinfachung bzw. Entbürokratisierung bestehender Regelungen und Gesetze und den verstärkten Privatisierungsbestrebungen soll eine Kommission zusätzlich eine umfangreiche Steuerreform ausarbeiten und somit das Wirtschaftswachstum ankurbeln.

Wichtige Infrastruktur- und Investitionsvorhaben:

* Straßensanierung u. a. im Rahmen des transeuropäischen Netzes
* Modernisierung der Abfallverwertungsanlage Sant Antnin im Süden Maltas
* Sanierung der Abfallhalden
* Bau von 3 Klärwerken
* Fertigstellung des neuen Krankenhauses „Mater Dei“ im Juli 2007
* Kraftwerksmodernisierung
* Studien zu Offshore-Windanlagen
* Kabelanschluss an das europäische Energieversorgungsnetz über Sizilien
* Errichtung der so genannten SmartCity@Malta im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien und Medien (Privatinvestition in Höhe von 250 Mio. Euro über einen Zeitraum von 8 Jahren)

Viele der Vorhaben werden mit nicht unerheblicher Hilfe von EU-Fördermitteln realisiert. Im Zeitraum 2004-2006 kann Malta EU-Fördermittel in Höhe von 88,74 Mio. Euro erhalten. Gemäß Haushaltsplanung der EU-Kommission für den Zeitraum 2007-2013 werden Malta ca. 805 Mio. Euro zustehen und Malta zum Nettoempfänger von ca. 500 Mio. Euro machen.

Für 2006 wird mit einem realen Wirtschaftswachstum von 1,1% gerechnet, für 2007 mit 1,2%.
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Alt 31.01.2007, 23:27
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