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Alt 13.04.2006, 14:53
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Standard Weiterbildungs-Innovations-Preis (WIP) 2006

Ministerpräsident Wulff verleiht Weiterbildungs-Innovations-Preis (WIP) 2006 des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) auf der didacta 2006

Mit dem Weiterbildungs-Innovations-Preis (WIP) hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in diesem Jahr zum sechsten Mal innovative Projekte und Ideen in der beruflichen /betrieblichen Weiterbildung ausgezeichnet. Die Preisverleihung stand unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Christian Wulff. Der mit einer Geldprämie in Höhe von 2 500,- Euro je Preisträger verbundene „WIP 2006“ wurde am 20. Februar 2006 im Rahmen der „didacta - die Bildungsmesse“ in Hannover vom Ministerpräsidenten Wulff gemeinsam mit dem Präsidenten des BIBB, Manfred Kremer, den fünf Preisträgern überreicht.

Zum Wettbewerb um den „Weiterbildungs-Innovations-Preis 2006“ wurden insgesamt 109 Konzepte zur beruflichen und betrieblichen Weiterbildung eingereicht.


Folgende fünf Konzepte hielt die Jury für besonders innovativ und zukunftsorientiert:

- Berufsbegleitende duale Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker, zur staatlich geprüften Technikerin - Fachrichtung Mechatronik -

Preisträger:
Gewerbliche Berufliche Schule am Regionalen Berufsbildungszentrum der Stadt Flensburg (GBS) und Partnerbetriebe, Flensburg

Zusammen mit den regionalen Niederlassungen der Industrieunternehmen Danfoss Compressors GmbH, Motorola GmbH, Krones AG aus Flensburg, Clausen&Bosse, Leck sowie A&R Managementberatung, Flensburg wurde von der GBS ein neuartiges, berufsbegleitendes duales Weiterbildungsangebot entwickelt, das sowohl Mechatronikern/innen wie auch in traditionellen Metall- und Elektroberufen Ausgebildeten Zugang zu einer zukunftsorientierten Weiterbildung eröffnet. Die auf knapp drei Jahre konzipierte Qualifizierung zum/zur staatlich geprüften Techniker/Technikerin - Fachrichtung Mechatronik - orientiert sich in Struktur und Inhalt an der Ausbildung zum Beruf „Mechatroniker/in“, allerdings auf höherem Niveau. Ausgebildet wird in der GBS (je acht Stunden am Freitag und Samstag), im Betrieb und über das Internet. Der Abschluss der für die Teilnehmer/innen kostenlosen Weiterbildung qualifiziert für ein Studium an einer Fachhochschule.


- LoQuO
Logistik-Qualifizierungs-Offensive: Der Lagermitarbeiter, die Lagermitarbeiterin der SICK AG als Logistiker/Logistikerin (IHK)

Preisträger:
SICK AG, Waldkirch und IHK-BildungsZentrum Südlicher Oberrhein GmbH, Freiburg

Um dem Unternehmen das Erfahrungswissen der seit langem im Lager- und Transportbereich beschäftigten, un- und angelernten Mitarbeiter/innen zu erhalten und sie für die gestiegenen Anforderungen im Logistikbereich zu qualifizieren, führt die SICK AG eine sechs Module umfassende Qualifizierungsmaßnahme durch. Lager- und Transportmitarbeiter/innen werden acht Monate lang jeden Freitag und Samstag zu IHK-geprüften „Logistikern/innen“ qualifiziert. In langjähriger Arbeit erworbenes Erfahrungswissen wird damit gefordert, gefördert und zu einer formalen, zertifizierten Qualifikation ausgebaut, die Marktwert hat. Auf der Grundlage dieses Abschlusses besteht die Möglichkeit der Weiterqualifizierung zum IHK-geprüften Abschluss „Meister/in der Lagerwirtschaft“.


- Qualifizierung für Trainer und Trainerinnen in der Wirtschaft: Corporate Communication and Language Trainer Certificate (CLTC)

Preisträger:
Henkel KGaA, Düsseldorf

Ziel des von der Henkel KGaA zusammen mit den Firmen Robert Bosch GmbH, 3M Deutschland GmbH und Skylight GmbH entwickelten Konzepts ist es, Trainer/innen zu qualifizieren, die Sprachvermittlung an den beruflichen Handlungssituationen und speziellen Unternehmensinhalten ihrer Kursteilnehmer/innen auszurichten. Im Zentrum steht die Befähigung der Trainer/innen, ihre Kursteilnehmer/innen auf eine optimale Anwendung der Fremdsprache z.B. am Telefon, in Besprechungen oder bei Präsentationen vorzubereiten. Mit dem Konzept wird auf veränderte Anforderungen international agierender Unternehmen an die Sprachkompetenz ihrer Mitarbeiter/innen reagiert und auf den Mangel bei Trainern/innen, die Inhalte ihrer Sprachkurse an den konkreten Bedürfnissen der Praxis zu orientieren.


- Qualitätsmanagement-Fachkraft für die Hauswirtschaft e.V.

Preisträger:
Berufsverband Hauswirtschaft, Weinstadt

Neue gesetzliche Rahmenbedingungen für den Heimbereich fordern auch für den Fachbereich Hauswirtschaft verbindliche Konzepte zur Qualitätssicherung und zum Qualitätsmanagement. Dafür gab es bisher kein entsprechendes Qualifizierungsangebot. Die berufsbegleitende, auf die unmittelbaren Bedürfnisse der Einrichtungen im Heimbereich bezogene Weiterbildung „Qualitätsmanagement-Fachkraft für die Hauswirtschaft“ schließt diese Lücke: Sie bietet ein neues Qualifikationsprofil und erweitert zugleich bestehende Berufsprofile im Bereich der Hauswirtschaft um neue Inhalte. Die Professionalisierung in diesem Arbeitsfeld wird damit deutlich gefördert: Fachkräfte werden in den Stand versetzt, kundenorientierte Qualitätsverbesserungsprozesse in ihren Einrichtungen einzuleiten, zu etablieren und zu kontrollieren.


- Sicherung von Arbeitsplätzen und Kompetenzentwicklung für angelernte/ungelernte ältere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

Preisträger:
Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH (BVV), Bochum und Soziale Innovation research&consult GmbH, Dortmund

Bei diesem im Räderwalzwerk des BVV erprobten Pilotprojekt wurde das in der Arbeit erworbene Erfahrungswissen älterer, überwiegend un- und angelernter Mitarbeiter genutzt, um die Beschäftigungsfähigkeit und Flexibilität der Belegschaft im Räderwalzwerk zu steigern. Dazu wurden Lern-„Tandems“ gebildet, in denen je ein Mitarbeiter seine am Arbeitsplatz erworbenen Kenntnisse an einen anderen Kollegen weitergibt und so dessen Einsatzfähigkeit im Betrieb verbessert. Zusätzlich wurde produktionsspezifisches Zusammenhangwissen in kleinen Lerngruppen vermittelt. Während der zweijährigen Projektphase wurden pro Jahr jeweils 8 Arbeitslose auf 12 Monate eingestellt, die den Produktionsprozess während der Tandem-Phasen unterstützten, sich in dieser Arbeit zugleich qualifizierten und damit ebenfalls ihre Arbeitsmarktchancen verbesserten.


Den kompletten Artikel finden Sie hier:
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
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