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Alt 03.02.2007, 13:11
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Standard Schweizer Wirtschaft

Schweizer Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt nach Verwendungsarten

Das Bruttoinlandsprodukt der Schweiz betrug 2004 444.4 Milliarden Schweizer Franken, was rund 59'900 Franken beziehungsweise 38'600 Euro pro Kopf entspricht.


Details

(Angaben in Mio. CHF, Nominalwerte zu laufenden Preisen, 2004)

* Konsumausgaben 322'117
o Private Haushalte 268'935
o Staat 53'182

Arbeitskraft 3,9 Millionen

* Bruttoinvestitionen 93'767

* Inländische Endnachfrage 415'884
o Vorratsveränderungen und
Nettozugang an Wertsachen - 5'176

* Inlandnachfrage 410'708

* Exporte 203'993
o Waren 148'643
o Dienstleistungen 55'349

* Gesamtnachfrage 614'701

* Importe 170'274
o Waren 141'816
o Dienstleistungen 28'458

* Bruttoinlandsprodukt 444'425

* Arbeitslosigkeit (Juni 2005): Ende Juni 2005 waren in der Schweiz 140.661 Personen als arbeitslos gemeldet, das entspricht einer Arbeitslosenquote von 3,6 %. In der Deutschschweiz betrug sie 3,1 %, während sie in der Westschweiz und dem Tessin bei 4,9 % lag.



Landwirtschaft und Rohstoffe

Im hochindustrialisierten Dienstleistungsstaat Schweiz arbeiten heute weniger als fünf Prozent der Bevölkerung in der Landwirtschaft. Trotzdem wird dieser Wirtschaftszweig vom Bund mit beträchtlichen Mitteln unterstützt (Subventionen). Die landwirtschaftliche Produktion ist regional sehr unterschiedlich. In den Voralpen, Alpen und im Jura dominiert Viehzucht und Milchwirtschaft, im Mittelland Getreide-, Kartoffel- und Rübenanbau, in der Ostschweiz und im Wallis Obst. In verschiedenen Gebieten wird Weinbau betrieben. Exportiert wird in erster Linie Hartkäse (Emmentaler, Greyerzer (Gruyère), und Sbrinz). In der Schweiz dominiert in der Landwirtschaft die integrierte Produktion. Der biologische Anbau beträgt etwa 9% der Produktion und ist stark im Wachsen. Es gibt keinen Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzensorten, ausser zu Forschungszwecken.

Die Schweiz ist rohstoffarm. Abgebaut werden Kies, Kalkstein (Jura), Ton, Granit (Graubünden, Tessin) und Salz (Rheinfelden (Schweiz), Bex). Kohle, Uran und Erdöl sind bisher nur in Spuren gefunden worden. Mehrere Minen, die in der Vergangenheit Eisenerz (Sargans, Fricktal, Stechelberg), Asphalt (Travers), Kupfer (Zinal) oder Gold (Gondo) lieferten, wurden mittlerweile geschlossen. Ein wichtiger Rohstoff der Schweiz ist die Wasserkraft, die mit Speicherkraftwerken und Laufkraftwerken zwei Drittel des Schweizer Elektrizitätsbedarfs deckt. Im übertragenen Sinn ein äusserst wichtiger "Rohstoff" ist die Schönheit der Landschaft.



Gewerbe und Industrie

Industrie

* traditionell: Uhrenindustrie, Präzisionsinstrumente, Maschinenbau, Apparate, Chemie, Nahrungsmittel
* zunehmend: Pharmazeutik, Medizintechnik

Der grösste Teil des Bruttoinlandsproduktes wird im sekundären und tertiären Sektor erwirtschaftet.

Im sekundären Sektor dominieren die Uhrenindustrie, der Maschinenbau und die Textilindustrie. Letztere hatte im 19. Jahrhundert eine sehr grosse Bedeutung, heute ist sie eher ein Nebenzweig. Bekannt ist die Schweiz zudem für die Herstellung von Präzisionsinstrumenten, Apparaten sowie für die Chemie, die Pharmaindustrie, die Nahrungsmittelherstellung und die Medizintechnik.



Dienstleistungen

Der tertiäre Sektor hat eine immer grössere Bedeutung: 72% der Erwerbstätigen arbeiteten 2003 im Dienstleistungssektor (15,5% im Handel, 5,7% in Hotels und Restaurants, 5,3% in Banken und Versicherungen).

Die zu den grössten Banken der Welt gehörenden UBS AG wie auch der Credit Suisse haben ihren Sitz in der Schweiz. Beide Banken zusammen hatten 2003 einen Bruttoertrag von 60 Milliarden Franken.

Seit fast 200 Jahren ist der Fremdenverkehr ein Hauptwirtschaftszweig in der Schweiz, begünstigt durch die Alpen, die Seen und die Schönheit des Landes.

* Banken
o Die UBS AG ist die grösste Bank der Schweiz und eine der grössten der Welt. Der Bruttoertrag 2003 betrug 34 Milliarden Fr.
o Der Credit Suisse ist die zweitgrösste Bank mit einem Bruttoertrag von 26,3 Milliarden Fr. (2003).
* Versicherungen
* Tourismus: Die Schweizer Alpen bilden einen der Hauptanziehungspunkte des weltweiten Fremdenverkehrs. Die Schweiz hat einen Nationalpark. Zudem wurde am 13. Dezember 2001 das Gebiet Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn in die Liste des Unesco-Weltnaturerbes eingetragen.



Staatsausgaben

Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für

* das Gesundheitswesen bei 20%
* das Bildungswesen bei 2%
* das Militär bei 5%



Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich


Gemäss zwei voneinander unabhängigen Ranglisten ist die Schweiz bezüglich Wettbewerbsfähigkeit auf dem 8. und auf dem 1. Rang platziert:

* World Competitiveness Scoreboard 2006: 1. USA, 2. Hong Kong, 3. Singapur, 4. Island, 5. Dänemark, 6. Australien, 7. Canada, 8. Schweiz. Österreich ist im 13. Rang, Deutschland im 26. Rang (von 60 Ländern). Quelle: IMD Lausanne, 2005, www.imd.ch.

* Growth Competitiveness Index 2006: 1. Schweiz, 2. Finnland, 3. Schweden, 4. Dänemark, 5. Singapur, 6. USA, 7. Japan, 8. Deutschland, 17. Österreich (von 123 Ländern). Quelle: World Economic Forum, Genf.
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Alt 15.02.2007, 21:48
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Wirtschaftslage

Die Schweiz zählt zu den leistungsstarken Volkswirtschaften Europas. Die Exportfirmen sind mit Qualitätsprodukten erfolgreich, die global aufgestellten Finanzdienstleister ertragsstark. Nach im OECD-Vergleich unterdurchschnittlichem Wachstum in den Jahren 2000-2004, allerdings bei geringer Inflation, verstärkt sich seit Ende 2005 das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und dürfte 2006 um 3% liegen, bei cirka 1,2% Inflation.

Die schweizerische Wirtschaft wird von einem soliden Privatkonsum gestützt, mit einem 60%-Anteil am BIP. Auch die Investitionstätigkeit ist seit nunmehr 2 Jahren unverändert kräftig, nicht zuletzt begünstigt durch eine hohe Auslastung der Produktionskapazitäten. Für 2006 wird daher ein Anstieg der Investitionen um 5-10% prognostiziert.

Zunehmend stärkere Impulse gehen auch vom Arbeitsmarkt aus. Die Arbeitslosenzahlen sinken seit Anfang 2006 kontinuierlich (gegenwärtig 184.000, entsprechend 3,1%), die Kurzarbeit nimmt ab und es werden mehr offene Stellen gemeldet.

Der schweizerische Export hinterließ auch im Jahr 2005 wieder einen imposanten Eindruck. Mit 6,9% nahm der Export zwar nicht so stark wie im Vorjahr (+ 8,5%) zu, konnte aber mit 151,5 Mrd. CHF das Vorjahresergebnis um 9,8 Mrd. CHF übertreffen. Die Präzisionsinstrumente (besonders die medizinischen Instrumente), die Bijouterie- und Juwelierwaren, die Uhrenindustrie sowie die Chemische Industrie konnten ein Exportplus von 10 oder mehr Prozenten erzielen. Pharmazeutika, Diagnostik und Vitamine machten mit einem Plus von 5 Mrd. CHF allein die Hälfte des gesamten Wertanstiegs bei den Exporten aus.

Der Haupthandelspartner der Schweiz ist die Europäische Union. 82,8% aller Importe kamen aus der EU, während 62,1% aller Schweizer Ausfuhren dorthin exportiert wurden. Daneben stieg der Außenhandel mit der USA um 14%.

Der konjunkturelle Aufschwung, welcher seit Ende 2005 in Deutschland und in der Schweiz immer mehr Fahrt aufgenommen hat, machte sich im Handelsaustausch der beiden Länder deutlich bemerkbar. Im Jahr 2005 stiegen die Schweizer Exporte nach Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 3,6% auf 30,2 Mrd. CHF und die Importe aus Deutschland gar um 6,1% auf 47,6 Mrd. CHF an.

Deutschland behält seine traditionelle Position als wichtigster Handelspartner der Schweiz auch in 2005. Dies zeigen die Zahlen der Länderanteile am Außenhandel der Schweiz. So kamen 33,3% der Schweizer Importe aus Deutschland (2005).

Der deutsch-schweizerische Handel ist keine Einbahnstraße: 20% ihrer Ausfuhren lieferte die Schweiz nach Deutschland.


Wichtigste Wirtschaftszweige

Die solide Perspektive der schweizerischen Volkswirtschaft beruht auf ihrem vielgestaltigen Produktions- und zukunftsträchtigen Dienstleistungsbereich. Bedeutende multinationale Konzerne stehen neben innovativen klein- und mittelständischen Betrieben (90% aller Unternehmen, 66% Gesamtbeschäftigte). Wachstumsmotor bleiben wertschöpfungs- und technologieintensive Exportfirmen aus den Bereichen Pharma/Chemie/Medizinaltechnik, Maschinen- und Elektrobau, Feinmechanik/Uhren. Die Finanzdienstleister (BIP-Anteil: 1990-2004: 6- 13%) verfolgen mit Internationalisierung und Qualitätsprofil eine erfolgreiche Strategie. Der Tourismus, mit einem BIP-Anteil von 5,1% sechstwichtigste Wirtschaftsbranche, erlitt 1992-2003 einen Gästerückgang von 37 auf 29 Mio. Dank verbessertem Preis-Leistungsverhältnis und Investitionsanstrengungen steigen die Übernachtungszahlen seit 2004 wieder um 1,5%. Die sektorale Erwerbstätigkeit gliedert sich wie folgt: Industrie/Gewerbe 25%, Dienstleistungen 71% (davon Banken/Versicherungen 5,3%), Landwirtschaft 4,1%.


Außenhandel

Deutschland ist mit einem Importanteil von 33,3% ungebrochen wichtigster Beschaffungsmarkt der Schweiz, auch wenn 2005 der Anteil Deutschlands geringfügig um 0,6 Prozentpunkte zurückging. An zweiter und dritter Stelle stehen mit deutlichem Abstand Italien und Frankreich mit 11,2% bzw. 9,4%, gefolgt von den Niederlanden (5,2%) und Österreich mit einem Importmarktanteil von 4,6%.

Der Wert der schweizerischen Ausfuhren 2005 nach Deutschland stieg leicht um 3,6% auf 30,2 Mrd. CHF (2004: 29,1 Mrd. CHF), was einer Steigerung von knapp 1,1 Mrd. CHF entspricht. Der Anteil der schweizerischen Ausfuhren nach Deutschland an den gesamten Schweizer Exporten sank erneut um 0,6 Prozentpunkte auf 20,0%. Dennoch stellt Deutschland mit weitem Abstand vor den USA (10,7%) und Frankreich (8,5%) den wichtigsten Exportzielmarkt für die Schweizer Wirtschaft. Die Reihenfolge der Top 5-Absatzmärkte der Schweiz blieb mit Vergleich zu 2004 unverändert (Deutschland, USA, Frankreich, Italien, Großbritannien).


Ausländische Investitionen

Die Schweiz und Deutschland sind für einander bedeutende Investitionspartner. Der Gesamtbestand deutscher Direktinvestitionen belief sich Ende 2004 auf 17 Mrd. Euro. Knapp 1.800 deutsche Unternehmen beschäftigen über Tochtergesellschaften, Vertriebsniederlassungen oder Beteiligungen rund 95.000 Mitarbeiter. Geschätzt werden verlässliche Investitionsbedingungen, hohe Produktivität, erstklassige Infrastruktur sowie flexibles Arbeitsrecht. Umgekehrt ist die Schweiz mit 21 Mrd. Euro, cirka 1.900 Unternehmen und rund 220.000 Beschäftigten sechstgrößter Auslandsinvestor in Deutschland.

Die Direktinvestitionen (überwiegend Beteiligungen) nehmen seit 2005 in beide Richtungen wieder zu. Nachdem Schweizer Unternehmen 2004 noch Kapital aus Deutschland zurückgezogen haben, wurde 2005 mit Kapitalzuflüssen in Höhe von 2,8 Mrd. Euro wieder kräftig im nördlichen Nachbarland investiert. Auch in umgekehrter Richtung, den deutschen Direktinvestitionen in der Schweiz, sind die Kapitalzuflüsse mit 4,4 Mrd. Euro dreimal so hoch wie im Jahr 2005.


Mitgliedschaft in Wirtschaftsgruppierungen

Die Schweiz ist Mitglied aller wichtigen Wirtschaftsgruppierungen wie OECD, IWF, Weltbank und WTO. Sie ist Gründungsmitglied der EFTA, der Beitritt zum EWR wurde 1992 abgelehnt. Seit 2002 sind die Bilateralen I (u.a. Personenfreizügigkeit, Abbau technischer Handelshemmnisse) mit der EU in Kraft, die den (Wirtschafts-)Austausch vereinfachen. Die Bilateralen II (u.a. Innere Sicherheit, Asyl- und Rechtsfragen) wurden 2004 abgeschlossen, die Umsetzung läuft. Das seit Juli 2005 geltende Zinsbesteuerungsabkommen sieht bei Wahrung des Bankkundengeheimnisses bis 2011 einen auf 35% steigenden Rückbehalt für EU-Anleger in der Schweiz vor.

Umwelt und Raumplanung haben Verfassungsrang. Das breit gefächerte umweltpolitische Instrumentarium ist deutschen Standards vergleichbar. Im Emissionsbereich setzt die Regierung auf gesetzliche Regelungen (CO2-Abgabe auf Heizöl/fossile Brennstoffe) und freiwillige Maßnahmen (Klimarappen auf Benzin), um die über das 2003 ratifizierte Kyoto-Protokoll (-8%) hinausgehende Selbstverpflichtung beim CO2-Ausstoß (-10%) bis 2010 erfüllen zu können. Der Energiegewinnungsmix ist seit Jahren stabil: Wasserkraft (55%), Kernenergie (40%), fossile Träger (15%).
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