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Steuerliche Themen aus aller Welt In diesem Forum finden Sie Informatives zu steuerlichen Fragen verschiedener Länder sowie richtungsweisende Gerichtsentscheidungen. NEU: Unterforum für Insider
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  #1 (permalink)  
Alt 07.02.2007, 19:04
Moderator
 
Registriert seit: 24.03.2006
Beiträge: 578
Standard kein offshorerelevanter fakt???

mitnichten - lesen sie (ganz langsam und bedächtig!!!) - den folgenden artikel aus focus online vom 7.2.2007... dann: handeln:


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Die Enteigner sind los

Die Neid-Lawine rollt: Erben sind faul, unsozial und verprassen ihr Geld – deshalb sollen jetzt alle mehr Erbschaftsteuer zahlen.

Noch nie wurden Richter absichtlich so missverstanden. Dabei hatte das Bundesverfassungsgericht vergangene Woche eigentlich nur beschlossen, was alle schon lange erwartet hatten: Der Staat darf den Wert eines Erbes künftig nicht mehr unterschiedlich hoch besteuern – ganz gleich, ob Geld, Haus oder Firma.

Die Richter erklärten – in diesem Punkt – das derzeitige Erbschaftsteuerrecht für verfassungswidrig. Und sie ließen den Politikern bis Ende 2008 Zeit, es zu reparieren. So weit der nüchterne, juristische Beschluss. Kein Wort darüber, dass Erben angeblich unverschämt begünstigt werden. Keine Aufforderung, die Erbschaftsteuer für alle drastisch zu erhöhen.

Das besorgen einige. Politiker – und leider auch Journalisten. Als Vor- und Klassenkämpfer sehen sich: die erwartbaren Polit-Darsteller von SPD bis ganz links, ein norddeutsches Nachrichtenmagazin und eine süddeutsche Regionalzeitung. Sie wollen, dass Erben künftig mehr zahlen, fordern eine „zupackende Erbschaftsteuer“ und einen größeren „Anteil der Gesellschaft im Erbschaftsfall“. Eine – aus ihrer Sicht – plausible Begründung liefern sie gleich mit: „Man trifft heute so viele, die zu Geld gekommen sind."

Versteuertes noch mal versteuern

Und die wollen es auch gerne behalten. Wen das stört, der sollte entweder nicht mehr auf die Straße gehen. Oder anerkennen, dass – in einer Demokratie – tatsächlich viele Menschen legal zu Geld kommen. Auch durch eine Erbschaft: eine Wohnung, ein kleines Haus, Schmuck, Antiquitäten, Bargeld, Aktien oder eine Firma. Alles Güter, die vorher jemand erarbeitet – und damit schon einmal versteuert – hat.

Die Umverteiler argumentieren anders und clever – scheinbar im Sinne der Gerechtigkeit: Sie brandmarken die großen deutschen Vermögen und plakatieren die 100 inländischen Milliardäre, denn „unverdienter Reichtum lähmt den Pioniergeist einer Gesellschaft“. Dabei wissen sie genau: Nur die wenigen Großen steuerlich zu schröpfen, bringt finanziell fast nichts. Deshalb fordern sie – offen wie nie – „die große Masse kleiner und mittlerer Erbschaften stärker zu belasten“. Am besten mit „15 oder 20 Prozent“ auf alles. Also beispielsweise auch auf eine 200 000-Euro-Immobilie.

Erben als Last

Dass ein solcher Erbe sein neues Eigentum womöglich gleich wieder verkaufen muss, um die fälligen 30 000 oder 40 000 Euro Erbschaftsteuer zahlen zu können, stört die Steuer-Erhöher nicht. Sie haben sogar einen perfiden Rat: Alle, die das Finanzamt nicht aus ihren laufenden Einkünften bedienen können, „müssten doch nur einen Kredit aufnehmen – schließlich haben sie ja das Erbe als Sicherheit“.

Das mag sein: Wie aber zahlt der Erbe seinen Kredit zurück, wenn nicht aus den – nicht ausreichend vorhandenen – laufenden Einkünften? Für so viele Denkfehler in einem einzigen Vorschlag hatte ein Internet-Kommentator nur noch Sarkasmus übrig: Warum dann nicht gleich „Erbschaftsteuer 100 Prozent“ und „kein Abitur für Akademiker-Kinder“?

Für alle, die nicht so lange warten möchte, bis diese DDR-ähnlichen Verhältnisse kommen, sondern ihren Nachkommen tatsächlich möglichst viel ihres Eigentums schenken oder vererben wollen, gilt: jetzt handeln – bevor es die Politiker tun. Denn niemand sollte in Gelddingen dem Staat trauen. Er ist der denkbar unzuverlässigste Geschäftspartner.


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sie erlauben, dass ich den schlusssatz wiederhole - fett und gross: jetzt handeln – bevor es die Politiker tun. Denn niemand sollte in Gelddingen dem Staat trauen. Er ist der denkbar unzuverlässigste Geschäftspartner.

... und da wundern sich vertreter der staatsmacht, dass kapital in milliardenhöhe die länder verlässt und schutz unter einem ausländischen (übrigens bestens regulierten!) dach sucht - honni soit qui mal-y-pense

wohl bekomm's




ffbkdavid@creatrustconsult.com
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