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Studium in England, GB, UK Direktstudium, Fernstudium, Onlinestudium, Studium an Studienzentren britischer Hochschulen, Akkreditierungen usw.

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Alt 27.11.2006, 00:08
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Standard Studieren in Großbritannien 2007/08

2.2. Das Aufbaustudium

Studiengänge in diesem Bereich ermöglichen unter anderem

* eine Vertiefung des bereits studierten Faches, also eine weitere fachliche Spezialisierung
* eine Zusatzqualifikation in einem bisher nicht studierten Fach [Dieses Studienangebot wird häufig als Conversion Course bezeichnet]
* die Erlangung von Qualifikationen, die von den zuständigen Berufsorganisationen anerkannt und die für die Ausübung bestimmter Berufe förderlich bzw. Pflicht sind [beispielsweise in den Bereichen Architektur, Ingenieur-, Rechtswissenschaften, Rechnungs- und Bankwesen]



2.2.1. Taught Master’s Courses

Bei den sogenannten Taught Master's Courses folgt man einem Programm von Vorlesungen, Seminaren und Tutorials oder einer Auswahl von Fachkursen. Der letzte Teil des Studienprogramms ist in der Regel der Erarbeitung einer Dissertation oder Master's Thesis vorbehalten.

Ein Taught Master's Course dauert in der Regel nicht so lange wie die forschungsintensivere Alternative im Postgraduate -Bereich, der Research Course.



2.2.2. Research courses [Master’s und PhD]

Bei den Research Courses steht die wissenschaftliche Forschungsarbeit im Mittelpunkt, deren Ergebnisse in
einer umfangreichen wissenschaftlichen Arbeit [Thesis, 60.000-80.000 Wörter bei Doktorarbeiten] dargestellt
werden und in einer abschließenden Prüfung verteidigt werden müssen. Der Research Master’s Course wird
dabei oft als Einstieg in ein Doktorandenprogramm [PhD Course] vorausgesetzt. In zunehmendem Maße werden
aber auch in diese Programme Lehrveranstaltungsmodule aufgenommen, so z. B. zur Forschungsmethodik,
aber auch zum gewählten Fachgebiet.

Wichtige Informationsquelle zu Angeboten für ein Aufbaustudium ist neben den entsprechenden Universitätsprospekten
[Postgraduate Prospectuses] vor allem die Website der Higher Education Careers Services Unit Ltd:
-www.prospects.ac.uk.


3. Hochschulabschlüsse

3.1. diphe, hnd, fds, bachelor’s

Diplomas of Higher Education [DipHE] und Higher National Diplomas [HND] sind eigenständige Abschlüsse, die
in Großbritannien nach zweijährigem Studium einen Berufseinstieg, beispielsweise auf der Ebene des Technikers
sowie im Juniormanagement des Dienstleistungssektors, ermöglichen. Auf gleicher Ebene, jedoch mit
stärkerer praktischer Orientierung, bewegen sich die neueren Foundation Degrees [FD].

Die meisten Studiengänge führen zum Bachelor’s-Abschluss [oft auch First Degree genannt], der in England,
Wales und Nordirland in der Regel nach drei, in Schottland nach vier Jahren erlangt wird. Für Studiengänge, die
einen längeren Studienaufenthalt im Ausland [z. B. beim Sprachenstudium] oder ein ein- bis zu zwölfmonatiges
Praktikum erfordern [so genannte Sandwich Courses], benötigt man vier Jahre. Das Studium in den Fächern
Zahn-, Human- und Veterinärmedizin dauert fünf Jahre.

Struktur und Leistungsanforderungen der Bachelor’s-Studiengänge beruhen heute an allen Universitäten auf
dem Honours [abgekürzt: Hons] Degree. Der Bachelor of Arts [BA] wird bei geisteswissenschaftlich, der Bachelor
of Science [BSc] bei naturwissenschaftlich ausgerichteten Studienfächern verliehen. Daneben gibt es
spezifische, meist berufsbezogene Abschlüsse wie den Bachelor of Medicine [MB], den Bachelor of Laws [LLB],
den Bachelor of Engineering [BEng] oder den Bachelor of Education [BEd].

In den letzten Jahren haben Universitäten in einigen naturwissenschaftlichen und technischen Studienfächern
vierjährige Studiengänge eingeführt, die direkt bis zum Master’s Degree führen. Dabei lassen sich zwei Varianten
erkennen: Man folgt von Anfang an diesem Programm, kann aber bei Bedarf ein Jahr früher mit dem BSc/
BEng ausscheiden.

Andere Universitäten bieten besonders leistungsstarken Studenten ab dem dritten Studienjahr ein gesondertes Programm an, das dann bis zum Master’s studiert wird. In der Ingenieursausbildung wird der Titel des Chartered Engineer [CEng, vergleichbar dem Diplom-Ingenieur] heute prinzipiell erst nach vierjährigem Studium und dem Erwerb des Master of Engineering [MEng] verliehen.

Einige ältere schottische Universitäten wie Edinburgh, Glasgow, St. Andrews und Aberdeen verleihen in geisteswissenschaftlichen Studienrichtungen traditionell den Master of Arts, der aber dem sonst im Undergraduate-
Bereich üblichen Abschluss Bachelor of Arts entspricht.

Je nach Studienleistung wird der Bachelor’s Degree in folgenden Klassifizierungen verliehen:

70 + % _____ First-Class [oder Double First bei Joint Honours Degrees] _________________________ I
60 – 70 % _____ Upper Second-Class [two-one] ___________________________________________ II.1
50 – 60 % _____ Lower Second-Class [two-two] ___________________________________________ II.2
40 – 50 % _____ Third-Class __________________________________________________ _________ III
0 – 39 % _____ Pass __________________________________________________ ___ Ordinary Degree


3.2. Postgraduate Diploma, Master’s, MPhil, PhD

Postgraduate Diplomas und Certificates erwirbt man nach einer neun- bis zwölfmonatigen berufsorientierten
Ausbildung. Entsprechende Abschlüsse sind zum Beispiel das Diploma in Librarianship [DipLib], das Postgraduate
Certificate in Education [PGCE] oder das Diploma in Management Studies [DMS]. Neben dem Master of Arts
[MA], Master of Science [MSc], Master of Laws [LLM] und Master of Education [MEd] ist der Master of Business
Administration [MBA] einer der bekanntesten Master’s Degrees. Die Zulassungsvoraussetzungen sind beim MBA
allerdings in der Regel deutlich höher angelegt als bei den anderen Master-Studiengängen. Informationen zum
MBA finden sich auf der Website der Association of MBAs unter -www.mba.org.uk.

Der Master of Philosophy [MPhil] erfordert zusätzlich zu den Lehrveranstaltungen die Arbeit an einem relevanten
Forschungsthema und die Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit [Thesis] und zählt daher schon
zu den Research Master’s Degrees. Die Studiendauer beträgt in der Regel zwei Jahre.

Doktorandenprogramme dauern drei bis vier Jahre und werden mit einer wissenschaftlichen Arbeit abgeschlossen.
Wichtigster Abschluss ist der Doctor of Philosophy [PhD] bzw. der Doctor of Medicine [MD/DM] im
Bereich Medizin. Eine Alternative zum o. g. Doktorandenprogramm bietet der Jointly Supervised PhD, der nicht
nur an der britischen, sondern zum Teil auch an der Heimatuniversität durchgeführt werden kann.
Mit der Einführung des Credit Accumulation Transfer Scheme lassen sich die Hochschulabschlüsse bis zum
Master’s-Niveau folgendermaßen darstellen:
Punkte Qualifikation
120 Certificate of Education
+ 120 = 240 Diploma of Higher Education/Higher National Diploma/Foundation Degree
+ 120 = 360 Bachelor’s [Hons] Degree [First Degree]
60 = Postgraduate Certificate
+ 60 = 120 Postgraduate Diploma
+ 60 = 180 Master’s Degree [Master’s Dissertation/Thesis]

4. Qualität und Vielfalt der Studiengänge

Die historisch bedingten unterschiedlichen Profile und Zielsetzungen der Universitäten sowie die enorme Vielfalt an Studienprogrammen und Fachkombinationsmöglichkeiten erfordern eine wohl überlegte Studienauswahl. Dazu sollten Bewerber rechtzeitig – mindestens ein bis anderthalb Jahre vor Studienantritt – ausführliche Informationen zu den in Betracht gezogenen Studiengängen einholen. Die Universitätsprospekte können direkt bei den Universitäten angefordert werden.

Kriterien für die Studienauswahl sind unter anderem:

* Inhalt und Aufbau des Studienganges
* Lehrmethoden und Arten der Leistungsüberprüfung an den Universitäten
* Betreuung der Studenten in akademischen und persönlichen Fragen
* Ausstattung der Universität in Bezug auf Lernmittel [Computer, Bibliothek etc.] und Wohnheime
* Lage der Universität [Stadt, Region, Landesteil]
* Lebenshaltungskosten

Britische Hochschuleinrichtungen müssen per Royal Charter oder Act of Parliament zugelassen sein, nur dann
dürfen sie akademische Titel verleihen. Die Liste der anerkannten Universitäten und Colleges, die entweder
selbst akademische Titel verleihen dürfen oder Kurse anbieten, die zur Verleihung eines solchen Titels führen,
kann im Internet eingesehen werden unter -www.dfes.gov.uk/recognisedukdegrees/wcoukd.shtml.
Anfragen dazu können auch an das englische Bildungsministerium gerichtet werden:

Department for Education and Skills [DfES]


Sanctuary Buildings,
Great Smith Street,
London SW1P 3BT
Tel: [0044 870] 000 2288
E-Mail: recognised.ukdegrees@dfes.gsi.gov.uk, Internet: -www.dfes.gov.uk

Wichtigstes Mittel zur Garantie gleichwertiger Hochschulabschlüsse und damit zur Qualitätswahrung sind seit
jeher die externen Prüfer, die in die Prüfungsverfahren an allen Universitäten einbezogen werden. Darüber
hinaus finden seit einigen Jahren Evaluierungen von Lehre und Forschung statt. Diese Qualitätsevaluierungen
werden von der Quality Assurance Agency [QAA] regelmäßig durchgeführt. Sie beziehen sich auf die Studienangebote
der Universitäten in bestimmten Fächergruppen. Die so genannten Subject Review Reports sowie nähere Informationen zu Evaluierungsmethoden und -durchführung sind im Internet unter -www.qaa.ac.uk/reviews abrufbar.

Bei der Forschungsevaluierung, der Research Assessment Exercise [RAE], werden Forschungsaktivitäten der Universitäten in einzelnen Fachgebieten durch Selbsteinschätzung und Beurteilung von Experten bewertet. Die Ergebnisse der jüngsten Evaluierung [Dezember 2001] finden Sie im Internet unter -www.hero.ac.uk/rae.

Die nächste Evaluierung findet im Jahr 2008 statt, nähere Informationen dazu finden Sie unter -www.rae.ac.uk. In Großbritannien gibt es kein offizielles Ranking der Universitäten. Jedoch geben einige Verlage entsprechende Publikationen heraus. Zu den bekanntesten gehören der jährlich herausgegebene The Times Good University Guide -www.timesonline.co.uk/section/0,,716,00.html und der University Guide der Zeitung The Guardian -education.guardian.co.uk/universityguide2006/0,,1595180,00.html. Auch wenn offizielle Evaluierungsergebnisse
in diese Veröffentlichungen mit einfließen, so werden auch noch weitere Kriterien bewertet, die sich je nach Publikation unterscheiden.


-http://www.britishcouncil.de/d/education/study2.htm
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Alt 27.11.2006, 00:13
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I Das britische Hochschulsystem

1. Hochschuleinrichtungen

In Großbritannien und Nordirland gibt es über 100 Universitäten und University Sector Colleges sowie 60
Colleges bzw. Institutes of Higher Education.

Die ältesten Universitäten stammen aus dem 12. bis 15. Jahrhundert. Zu ihnen gehören Oxford und Cambridge
sowie St Andrews, Glasgow und Aberdeen. Die großen City-Universitäten wurden Ende des 19. und Anfang des
20. Jahrhunderts gegründet. Universitäten der jüngeren Generation wurden zwischen 1960 und 1970 meist als
Campus-Universitäten «auf der grünen Wiese» errichtet. Den ebenfalls in den sechziger und siebziger Jahren
entstandenen Polytechnics wurde 1992 Universitätsstatus verliehen. Sie werden noch heute häufig unter dem
Begriff «New Universities» zusammengefasst.

Eine Sonderstellung unter den Universitäten nehmen folgende Hochschulen ein: die Open University, die für
das umfangreiche Programm an Fernstudiengängen weit über das Vereinigte Königreich hinaus bekannt ist,
und die University of Buckingham, seit 30 Jahren die einzige anerkannte Privatuniversität des Landes.
In den musischen Fächern gibt es eine Reihe von Spezialhochschulen, z. B. die Colleges of Art and Design und
die Royal Academies/Colleges of Music and Drama.

Während University Colleges ebenso wie die Universitäten selbst akademische Grade verleihen können, ist das
den Colleges und Institutes of Higher Education in der Regel nicht möglich. Sie vergeben akademische Grade in
Kooperation mit und im Namen von benachbarten Universitäten oder der Open University. Es existieren sowohl
Colleges mit einem breiten Lehrangebot als auch solche, die sich auf eine bestimmte Fachrichtung konzentrieren,
so zum Beispiel Lehrerausbildung, Agrarwirtschaft etc. Aufbaustudiengänge [Master’s-Kurse] werden dort
in der Regel nicht angeboten.

Eine besondere Rolle spielen die Colleges der Universitäten Oxford und Cambridge. Diese beiden Traditions-universitäten
sind ursprünglich Zusammenschlüsse von 39 [Oxford] beziehungsweise 31 [Cambridge] unabhängigen
Colleges. Die relativ kleinen Colleges mit 200 bis 600 Studenten sind sich selbst verwaltende Einheiten,
deren Aufgabe heute vor allem die individuelle Betreuung der Studenten ist. Dies reicht von der Organisation
der Tutorien bis zur Unterkunft und Verpflegung der Studenten. Die Colleges entscheiden selbst über die
Zulassung ihrer Studenten und die interne Organisation ihrer Angebote. Die daraus resultierenden Besonderheiten
bei der Bewerbung für die beiden Universitäten werden in Kapitel II. 3.1. gesondert beschrieben.


2. Studienaufbau

Das Studienjahr ist in Großbritannien traditionell in Trimester [Terms] mit 10 bis 12 Wochen aufgeteilt. Allerdings
haben inzwischen immer mehr Universitäten den Semesterbetrieb eingeführt. Vorlesungsfreie Zeiten
gibt es aber auch in diesem Fall nur über Weihnachten, Ostern und im Sommer. Das Studienjahr beginnt meistens
Ende September; ein Einstieg zum Sommersemester ist nur in Ausnahmefällen, bei Bewerbungen um
Teilstudium, möglich. An der privaten University of Buckingham folgt der Studienverlauf dem Kalenderjahr,
der Einstieg ist häufig zu zwei bis drei Zeitpunkten im Jahr möglich.

Zur detaillierten Studienplanung sollten in jedem Fall die entsprechenden Universitätsprospekte bzw. Websites
konsultiert werden. Sie enthalten die genauen Ferien- und Vorlesungszeiten.

Die wichtigste übergreifende Informationsquelle zu Studium und Forschung in Großbritannien ist das Internet-
Portal Higher Education & Research Opportunities in the United Kingdom – HERO -www.hero.ac.uk.

2.1. Das Regelstudium

Studenten können aus drei verschiedenen Studienprogrammen auswählen: Der Single Subject Course widmet
sich ausschließlich einem Fach; bei Joint Subject Courses kombiniert man zwei Fächer in der Regel als gleichwertige
Hauptfächer; Combined Subject Courses ermöglichen oft auch die Auswahl eines Hauptfaches und bis
zu zwei Nebenfächern. Die Kombinationsmöglichkeiten sind äußerst vielfältig.

Aufschluss über die konkreten Studienangebote der Universitäten geben sowohl deren Prospekte [Undergraduate
Prospectuses] als auch Gesamtverzeichnisse wie Which Degree [erscheint jährlich, hrsg. von Hobsons
Publishing Plc]. Am einfachsten zu handhaben ist die Website des Universities and Colleges Admissions Service
– UCAS -www.ucas.com, die ständig aktualisiert wird. Dort findet man unter <Course Search> das vollständige
Angebot an Undergraduate-Studiengängen in Großbritannien.

Das Studienprogramm kann einen speziellen Berufszugang ermöglichen — wie in den Fächern Medizin, Architektur,
Rechts- oder Ingenieurwissenschaften — oder rein akademisch angelegt sein, wie beispielsweise in
Philosophie, Literatur oder Geschichte. Für die Studienprogramme berufsbezogener Fächer legen die zuständigen
Berufsorganisationen [General Medical Council, Engineering Council, Royal Institute of British Architects,
etc.] Ausbildungsstandards fest und evaluieren die angebotenen Studiengänge. Bei den akademischen Studienfächern
hingegen gibt es keine Rahmenordnungen. Studienprogramme in Geschichte, Politik, Literaturwissenschaft
u. Ä. können also inhaltlich sehr unterschiedlich akzentuiert sein. Dies sollte bei der Studienauswahl
unbedingt berücksichtigt werden.

Vorlesungen dauern in der Regel 50 Minuten und sind Pflichtveranstaltungen. Seminare erfordern eine gute
Vorbereitung, da eine Problemanalyse und eine rege Mitarbeit erwartet wird. Häufig müssen Studenten Diskussionen
leiten oder Kurzbeiträge zum Thema bringen. Neben Vorlesungen und Seminaren gehören die so
genannten Tutorials zum Stundenplan an britischen Universitäten. Sie bieten Studenten die Möglichkeit, in kleiner
und informeller Runde akademische Fragen mit ihrem persönlichen Tutor zu diskutieren und zu klären. In
einigen Studienfächern kommen noch Praktika hinzu, wie zum Beispiel Laborarbeit, Experimente, sogenannte
Exercise Classes in Mathematik, Untersuchungen und Befragungen im sozialen Bereich oder Studioarbeit für
Architektur- und Kunststudenten.

In der Vergangenheit war der inhaltliche Ablauf des Studienjahres relativ fest vorgegeben. Deshalb stellen die
Universitätsprospekte auch die einzelnen Studiengänge vor und sind nicht mit den in Deutschland üblichen
Vorlesungsverzeichnissen zu vergleichen. Während in Schottland die Spezialisierung erst im dritten Studienjahr
[Honours Level] erfolgt, sind Studienprogramme in den anderen Landesteilen häufig von Beginn, spätestens
aber mit dem zweiten Studienjahr, spezialisiert.

In den letzten Jahren haben immer mehr Hochschuleinrichtungen eine neue Struktur der Studiengänge eingeführt.
Studenten können durch das Absolvieren «kreditwürdiger» Fachkurse [meist als Modules oder Units
bezeichnet], durch das Anfertigen schriftlicher Arbeiten [Dissertations bzw. Theses] oder durch Praktika Punkte
sammeln. Sie haben somit mehr Einfluss auf ihr Studienprogramm, da neben Pflichtfachkursen [Core Modules/
Units] immer mehr Fachkurse [Electives] wahlweise belegt werden können.

Das britische Credit Accumulation and Transfer Scheme [CATS] setzt den Studienaufwand und die zu erbringenden Leistungen eines Studienjahres mit 120 Punkten an, das innerhalb der Europäischen Union [EU] eingeführte European Credit Transfer Scheme [ECTS] nur mit 60 Punkten. Fachkurse widmen sich einem für das Studienfach relevanten Thema und schließen alle oben genannten Lehrveranstaltungsarten ein. Jeder Fachkurs wird mit einer Leistungsüberprüfung abgeschlossen, meist in schriftlicher Form durch Klausuren [Exams] oder das Anfertigen von Hausarbeiten [Essays].
Mit bestandener Prüfung erhält man die für den Fachkurs vorgesehene Punktzahl «gutgeschrieben» Je nach
Einteilung des Studienjahres und Umfang der Fachkurse können zum Beispiel pro Trimester ca. zwei bis vier,
pro Semester drei bis sechs Fachkurse belegt werden.

Während früher schriftliche Prüfungen traditionell am Ende eines jeden Studienjahres oder sogar nur im ersten
und letzten Studienjahr durchgeführt wurden, findet nunmehr eine kontinuierliche Überprüfung der Studienleistungen
nach jedem Tri- bzw. Semester statt. Mündliche Prüfungen spielen eine untergeordnete Rolle. Ab
dem zweiten Studienjahr gehen die Studienleistungen bereits mit in das Abschlusszeugnis ein bzw. beeinflussen
die Abschlussnoten in den einzelnen Fächern. Abschlussprüfungen können nicht wiederholt werden. Wenn
man sie nicht besteht, erhält man einen Pass Degree.

Viele Universitätsprospekte enthalten bereits Listen der Pflicht- und Wahlfachkurse für die verschiedenen Studienangebote.
Vor allem die Websites der Universitäten sind unentbehrliche Informationsquellen. Ausführliche Informationen sind auch in den Broschüren zu den einzelnen Studiengängen [Course Handbooks] enthalten, die von den Universitäten bzw. vom jeweiligen Fachbereich angefordert werden können.


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