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Der Bologna-Prozess, Umstellung auf das Bachelor/Master-System, ECTS

in Hochschulen, Studium, Studiengänge, akademische Weiterbildungen & akademische Berufe; Der Bologna-Prozess Der Bologna-Prozess ermöglicht innerhalb Europas eine intensivere Zusammenarbeit im Hochschulbereich. Der europäische Hochschulraum und seine Hochschulausbildungen und -abschlüsse ...


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  #1  
Alt 19.04.2006, 00:22
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Standard Der Bologna-Prozess, Umstellung auf das Bachelor/Master-System, ECTS



Der Bologna-Prozess



Der Bologna-Prozess ermöglicht innerhalb Europas eine intensivere Zusammenarbeit im Hochschulbereich. Der europäische Hochschulraum und seine Hochschulausbildungen und -abschlüsse sollen durch die Einführung eines einheitlich gestuften Bachelor-/ Master-Systems bis zum Jahr 2010 vergleichbar werden.
Die Bildungsminister aus Deutschland, Frankreich, Italien und dem Vereinigten Königreich haben am 25. Mai 1998 ihren Willen bekundet, eine verbesserte europäische Zusammenarbeit im Hochschulbereich zu schaffen (Sorbonne-Deklaration).
Auch andere europäische Staaten kamen zu der Ansicht, dass der europäische Hochschulraum transparenter gemacht werden und Blockaden abgebaut werden müssten, wodurch am 19. Juni 1999 schon ganze 29 europäische Staaten die Bologna-Deklaration unterzeichneten.
Um die Fortschritte zu überprüfen, werden alle 2 Jahre Konferenzen einberufen; so erfolgt am 19. Mai 2001 in Prag, am 18. und 19. September 2003 in Berlin und am 19. und 20. Mai 2005 in Bergen/ Norwegen. Inzwischen sind 45 Mitglieder am Bologna-Prozess beteiligt.



Inhalte der Konferenzen


Bologna (1999)

- Schaffung eines leicht verständlichen Systems mit vergleichbaren Abschlüssen,
- Schaffung eines zweistufigen Systems von Studienabschlüssen "undergraduate" und "graduate" bzw. Bachelor und Master,
- Einführung eines Leistungspunktesystems nach dem ECTS-Modell, dem European Credit Transfer System,
- Förderung der Mobilität,
- Zusammenarbeit im Bereich der Qualitätssicherung,
- Förderung der europäischen Dimension in der Hochschulausbildung.


Prag (2001)

Im Prager Kommuniqué wurden drei weitere Ziele ergänzt:
- Förderung des Lebenslangen Lernens,
- Förderung der Beteiligung der Studierenden an der Gestaltung des europäischen Hochschulraums,
- Förderung der Attraktivität des europäischen Hochschulraums.


Berlin (2003)

Das Berliner Kommuniqué setzte die Ziele nun folgendermaßen fest:
- Förderung der Qualitätssicherung auf institutioneller, nationaler und europäischer Ebene,
- Einführung der Bachelor/Master-Studienstruktur,
- Definition eines Rahmens vergleichbarer und kompatibler Hochschulabschlüsse auf nationaler und europäischer Ebene (Qualifikationsrahmen),
- Förderung der Mobilität,
- Einführung eines Leistungspunktesystems nach dem European Credit Transfer Systems,
- Verbesserung der Anerkennung von Abschlüssen,
- Beteiligung der Studierenden am Bologna-Prozess,
- Förderung der europäischen Dimension im Hochschulbereich,
- Steigerung der Attraktivität des Europäischen Hochschulraums im globalen Maßstab,
- Einbettung in das Konzept des Lebenslangen Lernens,
- Einbeziehung der Doktorandenausbildung in den Bologna-Prozess.


Bergen (2005)

Dem Bologna-Prozess sind bislang 45 Staaten beigetreten. Der europäische Gewerkschaftsverbund (EI), der Arbeitgeberverband (UNICE) und die European Association of Quality Assurance (ENQA) sind beratende Mitglieder. Die nächste Konferenz im Mai 2007 findet in London statt. Bis dahin sind folgende Punkte schwerpunktmäßig zu erarbeiten:
- Umsetzung der in Bergen beschlossenen Standards und Leitlinien für die Qualitätssicherung,
- Erstellung nationaler Qualifikationsrahmen,
- Verleihung und Anerkennung gemeinsamer Abschlüsse inkl. Promotionen,
- Schaffung von flexiblen Lernangeboten im Hochschulbereich, inkl. Verfahren für die Anerkennung früher erworbener Kenntnisse.



Deutsche Umsetzungen

Die Umstellung auf das Bachelor-/ Master-System wurde in Deutschland in 2002 mit dem 5. HRGÄndG vorgenommen. Bis 2010 soll eine möglichst flächendeckende Umsetzung des gestuften Graduierungssystems erfolgt sein.
Das Bachelor-/ Master-System ermöglicht die notwendige Mobilität innerhalb Europas, aber auch weltweit. Der Bachelor schließt bereits nach drei bis vier Jahren zu einem berufsbefähigenden Abschluss ab. Dabei sollen die Studienprogramme aber nicht einfach nur gesplittet und umbenannt werden, sondern die Studieninhalte ebenfalls überarbeitet werden.
Laut Bundesministerium für Bildung und Forschung seien mehr als die Hälfte der Bachelor- und Masterstudiengänge in Deutschland völlig neu entwickelt worden, die übrigen seien bei der inhaltlichen und strukturellen Reform vorhandener Studiengänge entstanden.

Durch die Anwendung des European Credit Transfer Systems und Modulen wurden die Studienprogramme bereits jetzt wesentlich transparenter und flexibler.
Seit 2005 erhalten alle Studierenden automatisch und kostenlos das Diploma Supplement dazu, das die Qualifikationen beschreibt.

In Deutschland haben sich inzwischen zahlreiche regionale Evaluationsagenturen etabliert, die Evaluierungen nach internationalen Standards vornehmen.
Durch Akkreditierung wird sichergestellt, dass die Hochschulen fachliche Mindeststandards erfüllen und einhalten. Durch KMK-Beschluss wurde ein nationaler Akkreditierungsrat eingerichtet, der für die Durchsetzung vergleichbarer Qualitätsstandards zuständig ist. Der Akkreditierungsrat akkreditiert und überwacht die Akkreditierungsagenturen, die die Studiengangsakkreditierungen vornehmen.
Wenn neue Studienprogramme noch nicht akkreditiert sind, muss das aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass diese weniger Qualität haben als die bereits akkreditierten Programme. Nur kommen die Akkreditierungsagenturen schwer hinter den Beantragungen hinterher, so dass es zu nicht geringen Verzögerungen kommt.
Der nationale Qualifikationsrahmen sieht eine dreistufige Struktur (Bachelor, Master und Doktorat) vor.

Zur Unterstützung der Mobilität von Studierenden und Wissenschaftlern in Europa hat die Bundesregierung mit dem Ausbildungsförderungsreformgesetz (AföRG) verbesserte Möglichkeiten für ein Studium im Ausland geschaffen. Nun können Studierende nach zwei Semestern in Deutschland ihr Studium bis zum Abschluss im EU-Ausland fortsetzen und dort sogar weiter BAföG erhalten.
- Siehe dazu das Thema "Auslands-BAföG" im Forenbereich "Auslandsstudium":
http://www.business-podium.com/board...hread.php?t=18 (Auslands-BAföG, Auslandsförderung, finanzielle Unterstützung beim Auslandsstudium)




Quelle:
Bundesministerium für Bildung und Forschung
http://www.bmbf.de/de/3336.php

  #2  
Alt 16.10.2006, 14:46
Moderator
 
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Über die neuen Abschlüsse steht auch im Link einiges. So ist bald alles nur noch mit Bachelor und Master erreichbar. So ist eine bessere Vergleichbarkeit zu den Bildungsgängen im Ausland möglich.




http://www.jobscout24.de/content/Sin...=1023&type=B2C
  #3  
Alt 21.01.2007, 17:14
Moderator
 
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Eine übersichtliche Darstellung der Möglichkeiten und Wege gibt es hier zu sehen.

http://www.hrk-bologna.de/bologna/de/home/1930.php
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..ich habe mir angewöhnt, dass ich jeden Tag in den Garten schau und eine Blume hinrichte..." (Edmund Stoiber, Bayrischer Ministerpräsident)

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