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| Tipps und allgemeine Diskussionen zur Hochschulbildung und akademischen Berufen In diesem Forenbereich können Themen behandelt werden, die keiner der vorstehenden Foren in der Kategorie zum Thema akademischer Bildung, Weiterbildung, Studium & Beruf zuzuordnen sind. Freie und offene Diskussionen sind erlaubt und erwünscht. |
| Tags: business administration, business schools, mba, mba programm |
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I. Die MBA-Ausbildung
Die MBA-Ausbildung bereitet auf eine Karriere im Management vor. Das Ziel der MBA-Ausbildung ist der gut ausgebildete Jungmanager, der den Anforderungen einer zunehmend international geprägten und sich schnell wandelnden Wirtschaft gewachsen ist. Ein MBA-Programm ist, vereinfacht gesprochen, ein Ausbildungscamp für zukünftige Manager. Unter Zeitdruck und anhand zahlreicher Case Studies werden die Studenten in allgemeiner Entscheidungstheorie und Finanzlehre gedrillt, beschäftigen sich mit dem Zusammenspiel der verschiedenen Abteilungen in einem Unternehmen und der Konkurrenz verschiedener Märkte und Unternehmen. Die Ausbildung vermittelt praktische Management-Fertigkeiten; Wissenschaftlicher Fortschritt wird demgegenüber nicht befördert. Dieser umfassende Überblick über die Managementfunktionen könnte in der praktischen Arbeit nicht so schnell erworben werden, während der man mit dem operationellen Tagesgeschäft ausgelastet ist. Das MBA-Studium vermittelt in konzentrierter Form ein top-aktuelles fachliches Know-how, wie es sonst nur in jahrelanger Berufspraxis erlernt werden kann. Die Ausbildung beinhaltet viel Teamarbeit und kulturelle Vielfalt, damit die Teilnehmer die "Social Skills" erwerben, die für erfolgreiches Management erforderlich sind. Die meisten Studenten begeben sich für ihren MBA außerdem ins Ausland, wo sie wertvolle, fachspezifische Fremdsprachenkenntnisse und für das Wirtschaftsleben relevante Normen und Verhaltensweisen fremder Länder kennen lernen. Die Zielgruppe des klassischen MBA-Programms sind Graduierte nicht-wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge mit einigen Jahren Berufserfahrung. Mittlerweile ist das MBA-Studium auch unter Absolventen der wirtschaftswissenschaftlichen Fachrichtungen stark verbreitet. Wirtschaftswissenschaftler können den MBA dazu nutzen, sich zu spezialisieren oder um mit einem besonders renommierten MBA-Degree bei einem Top Unternehmen unterzukommen. Schätzungen zufolge sind ungefähr ein Drittel der Teilnehmer Wirtschaftswissenschaftler; der Rest sind Ingenieure, Geisteswissenschaftler und Juristen. II. Popularität und Verbreitung des MBA Im Jahr 1902 hat das Dartmouth College in New Hampshire den Titel: „Master of Commercial Science“ an sieben Absolventen verliehen. Damit war das Programm aus der Taufe gehoben worden, das sich unter dem Namen „Master of Business Administration“ (MBA) zu dem weltweit populärsten Graduate Degree entwickelt hat. Es gibt weltweit zur Zeit rund 3000 MBA-Programme. Im Jahr 2002 waren ca. 350.000 Studenten in MBA-Studiengänge eingeschrieben, und es gab ungefähr 110.000 Absolventen, davon etwa 1500 Deutsche. Das Interesse an einem MBA hat auch in Deutschland in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Einer Studie der deutschen Akkreditierungsbehörde FIBAA zufolge studieren derzeit ungefähr 900 Deutsche MBA-Kandidaten in den USA, überwiegend in Vollzeitprogrammen. In britische MBA-Programme sind ungefähr 1100 Deutsche eingeschrieben, ungefähr zwei Drittel davon allerdings in Teilzeit- und Fernstudiengänge. In deutschen MBA-Programmen selbst studierten im Jahr 2001 nur ca. 200 Studenten. Die Tendenz ist steigend. Diese Zahl ist vergleichsweise niedrig, aber man muss bedenken, dass der MBA in Deutschland erst Ende der 90er-Jahre staatlich anerkannt wurde. Vorher war der Titel nur in Kooperation mit einer englischen oder einer amerikanischen Hochschule vergeben worden.
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..ich habe mir angewöhnt, dass ich jeden Tag in den Garten schau und eine Blume hinrichte..." (Edmund Stoiber, Bayrischer Ministerpräsident) heute schon gemichelt? michelforum.ca BPB Forum/BPB Home/BPB.Org/BPBDirectory/BPB.Biz/BPB.Info/BPB.Net/Tags/Sitemap Staatsangehörigkeiten, Pässe & Titel: Staatsangehörigkeiten, Reisepässe, Diplomatenpässe, Namensänderungen, Künstlernamen, Ausweise, Doktortitel, Professortitel, Ehrentitel, Diplome, Zeugnisse, Berufsbezeichnungen, Titelführung, Adelstitel, Feudaltitel, Ritterorden, Familienwappen, Geistliche Ordensgemeinschaften, Dubiose Promotionsberatungen, Titelvermittlung, Ghostwriter, Prof.-Titel und Doktortitel kaufen, Gesetze, Urteile und Beschlüsse zur Titelführung, zu Pässen, Ausweisen und Passeinträgen Hochschulen, Studium, Studiengänge, akademische Weiterbildungen & akademische Berufe: Informationen, Gesetze, KMK-Beschlüsse, Rahmenordnungen, Vereinbarungen & Vorschriften, Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen in Deutschland, Hochschulliste, Promotionsforum, legale Promotionsberatung, promovieren, anerkannte Promotionen und Habilitationen, Studium, Studiengänge in Deutschland, Österreich, Schweiz, Präsenz-, Online- und Fernstudium, Auslandsstudium aller Art, studieren im Ausland, Praktika, Hilfen, Wissenswertes, Accreditation matters, Recognition of foreign Universities, Credential Evaluation Services, Tipps und allgemeine Diskussionen zur Hochschulbildung und akademischen Berufen Berufliche Aus- und Weiterbildungen, Fortbildungsprüfungen, Berufe (auch international): Gesetze, Richtlinien, Rahmenordnungen, Prüfungsordnungen & sonstige Vorschriften, Ingenieur-, Techniker- und Meisterkurse und -Abschlüsse, auch international, Abschlüsse, Kurse und Adressen der Kammern, IHK, HWK, LWK, IngK, ArchK, Sonstige staatliche Prüfungen, anerkannte Abschlüsse und Zusatzqualifizierungen, Tipps zur beruflichen Bildung & freie Diskussionen zu Berufen und beruflichen Weiterbildungen, Fernkurse und Onlinekurse mit ZFU-Zulassung und reine Selbststudienkurse, Seminare, Schulungen, Workshops, Coaching & Supervision Tags: Diplomat, Diplomat werden, Diplomatenpässe, Diplomatenausweis, Diplomatenausbildung, Diplomatenstatus, Diplomatische Immunität, Camouflage-Pass, Reisepass, Reisepässe, Personalausweis, Personalausweise, Namensänderung, Künstlername, neue Identität, Visum, Elektronischer Dienstausweis, Führerscheine Tags: Doktor, Doktortitel, Ehrendoktortitel, kirchliche Doktortitel, Doktor honoris causa, Dr Titel, Dr Titel kaufen, Dr. h.c., Titelführung, Titelführung Doktortitel, Doktortitel Passeintrag, Professortitel, Professortitel kaufen, Ehrenprofessortitel, Professor honoris causa, Prof Titel, Prof Titel kaufen, Prof. h.c., Diplom kaufen, Abschlusszeugnis kaufen, Abiturzeugnis, Meisterbrief kaufen, Gesellenbrief kaufen, Berufsbezeichnungen, Berufszertifikate, Ghostwriting Tags: Adelsnamen, Adelsprädikate, Adelstitel, Adelstitel Adoption, Adelstitel Heirat, Adelstitel kaufen, Feudaltitel, Feudaltitel kaufen, Familienwappen, Ritterorden, Ordensritter |
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I. Vielfalt der Programme
MBA-Programme präsentieren sich mittlerweile in den vielfältigsten Variationen. Man muss dazu wissen: Der Titel "MBA" ist gesetzlich nicht geschützt. Jede noch so dubiose Bildungseinrichtung darf ein MBA-Programm anbieten. Allein in Großbritannien haben im Jahr 2001 ungefähr 120 Business Schools von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Dazu kommen noch einmal rund 40 Programme ausländischer Anbieter, die auf dem britischen Markt tätig sind. Weltweit gibt es rund dreitausend MBA-Programme, die meisten davon in den USA. Zum Vergleich: In Deutschland sind bis zum Jahr 2002 erst ungefähr fünfzig Vollzeitprogramme und fünfundzwanzig Teilzeitprogramme eingerichtet worden; auch hier ist die Tendenz aber steigend. Die Spannweite des weltweiten Angebots unter dem Label "MBA" reicht von bekannten und allseits geschätzten klassisch generalistisch ausgerichteten Vollzeitprogrammen wie Harvard, Columbia, Wharton oder INSEAD über gute, fachlich spezialisierte MBA-Programme bis hin zu völlig wertlosen und oft als Fernstudiengang getarnten Titelschmieden. II. Einteilung der Programme Damit Sie in dieser Flut von MBA-Angeboten nicht ertrinken, geben wir Ihnen eine erste Orientierungshilfe. Die folgenden Programmtypen sollten Sie kennen: 1. Der amerikanische MBA (2 Jahre Vollzeit) 2. Der europäische MBA (1 Jahr Vollzeit) 3. Der Executive MBA (Teilzeit) 4. Der MBA im Fernstudium Diese Programmtypen weisen einige grundlegende Unterschiede auf, die bei der Auswahl eines individuell geeigneten MBA-Programms zu beachten sind. Diese Einteilung kann es Ihnen auch erleichtern, fragwürdige Exotenprogramme als solche zu orten und dann besser die Finger davon zu lassen (zum Thema Qualitätskontrolle der MBA-Programme finden Sie Näheres unter Auswahl: Akkreditierung). Nach einem kurzen Überblick über die vier vorbenannten Programmtypen werden wir etwas ausführlicher die Vor- und Nachteile der beiden klassischen Vollzeit-Modelle beschreiben. 5. Vorteile und Eigenheiten des amerikanische MBA 6. Vorteile und Eigenheiten des europäischen MBA 1. Der amerikanische MBA (Zwei Jahre Vollzeit) Die klassische MBA-Ausbildung in den USA ist ein Vollzeitprogramm, das knapp zwei Jahre in Anspruch nimmt, meist einschließlich eines Firmenpraktikums. In letzter Zeit zeigt sich allerdings ein deutlicher Trend, das Angebot auszuweiten, vor allem hin zu Teilzeitprogrammen; die meisten Studenten sind ohnehin in Teilzeitprogramme eingeschrieben, die in den USA mehr als doppelt so viele Teilnehmer haben wie die Vollzeitprogramme. Die klassische Ausrichtung zum längeren Zweijahres-Programm erklärt sich vor allem dadurch, dass der MBA in den USA als vollwertiges Studium gilt, das im Anschluss an eine (wirtschaftlich ausgerichtete oder fachfremde) Collegeausbildung absolviert werden kann. Verschiedene US-Programme lassen sich durch einen Verzicht auf das Praktikum zumindest auf 16 Monate verkürzen, so dass man nicht zwingend zwei volle Jahre an der Business School verbringen muss. Traditionell beginnen die Programme im Herbst und enden mit der Titelverleihung rund um den Mai. Es gibt auch Programme, die einen zeitlich anderen Einstieg ermöglichen. So bietet zum Beispiel die Columbia Business School in New York einen zusätzlichen Start im Januar an. Die Programmteilnehmer in den USA haben ein Durchschnittsalter von etwa 26 Jahren und im Schnitt zwei bis drei Jahre Berufserfahrung. 2. Der europäische MBA (Ein Jahr Vollzeit) Die europäische Variante des MBA-Programms ist mit neun Monaten oder einem Jahr Dauer in aller Regel kürzer als ihr amerikanisches Pendant. Das liegt in erster Linie daran, dass in Europa das durchschnittliche Erststudium viel länger ist als der Collegebesuch in den USA. Der Altersdurchschnitt der europäischen MBA-Studenten liegt dementsprechend leicht über dem in den USA - trotz der meist geringeren Berufserfahrung der europäischer MBAs. Aus zeitlichen und finanziellen Gründen sind Zwei-Jahresprogramme deshalb vielen europäischen Teilnehmern schlichtweg zu lang. 3. Das Executive-MBA-Programm (Teilzeit) a. Einleitung Für gestandene Manager mit mehr als fünf Jahren Berufserfahrung bieten Business Schools berufsbegleitende Teilzeitprogramme an, in denen sich die Teilnehmer zumeist entweder einmal in der Woche an einem Samstag, oder an abwechselnden Wochenenden für zwei Tage (Freitag und Samstag) zum Unterricht treffen; oft kommen noch einige Wochen Blockunterricht hinzu. Ein solches Executive-MBA-Programm erstreckt sich meist über zwei Jahre Teilzeit, kann aber je nach Programm bis über ca. sieben Jahre ausgedehnt werden. Die Möglichkeit, einen Excecutive-MBA zu erwerben, ist für den Teilnehmer in aller Regel ein reizvolles Angebot. Wenn man einmal von der Doppelbelastung durch Beruf und (Teilzeit-) Studium absieht, handelt es sich hierbei meistens um einen vom Arbeitgeber zumindest vor- oder mit-finanzierten MBA-Titel. Eine solche Möglichkeit bieten die Unternehmen allerdings nur wenigen Arbeitnehmern. Deutschland hinkt der Entwicklung deutlich hinterher. Dennoch: Auch hierzulande sind zunehmend mehr Unternehmen bereit, ihre Arbeitnehmer bei dem Erwerb eines MBA finanziell zu unterstützen. Viele Unternehmen bevorzugen dafür Teilzeitprogramme oder Fernstudiengänge, damit die Arbeitnehmer auch während dieser Zeit noch weiter in dem Unternehmen arbeiten können. Im Gegenzug für das Sponsoring unterschreibt der Arbeitnehmer meist eine Bindungsklausel mit Rückzahlungsverpflichtung mit dem Inhalt, dass er im Anschluss an den Erwerb des MBA für einige Jahre (in der Regel zwei bis vier Jahre) in dem Unternehmen arbeiten wird; andernfalls ist der gezahlte Betrag vollständig oder teilweise zurückzuzahlen. Es gibt eine Vielzahl anderer Finanzierungsmodelle, von denen viele vorsehen, dass die Arbeitnehmer ihrem Unternehmen in jedem Fall über einen gewissen Zeitraum die gesamten Studienkosten erstatten. b. Den Arbeitgeber überzeugen Manche Interessenten betreiben in diesem Zusammenhang echte Pionierarbeit, indem sie ihren Arbeitgeber zum Beispiel unter Verweis auf die zunehmende Internationalisierung des Geschäfts und auf gegebenenfalls vom Arbeitgeber bereits unterstützte Zusatzqualifikationen von Arbeitskollegen davon überzeugen, den Erwerb des MBA erstmalig! zu finanzieren. Das kommt natürlich nur für Unternehmen einer gewissen Größenordnung in Betracht, je nach Betätigungsfeld, Kundschaft, Mitarbeiterstruktur etc. Eines vorweg: Eine realistische Chance haben Sie in aller Regel nur unter der Mindestvoraussetzung, dass Sie bereits für einen gewissen Zeitraum in dem Unternehmen gearbeitet haben, um dessen Unterstützung Sie bitten. Einem (noch) Außenstehenden wird es demgegenüber kaum gelingen, bereits während der Einstellungsverhandlungen eine finanzielle Förderung durch den Arbeitgeber zu erhalten; die bloße Bereitschaft, sich für einige Jahre nach dem MBA-Programm zugunsten der Firma zu binden, ist nur in ganz seltenen Fällen Erfolg versprechend. Abgesehen davon, scheint es sich abzeichnen, dass in Deutschland überwiegend Ingenieure und Geisteswissenschaftler in den Genuss der vom Arbeitgeber bezahlten Executive-MBA-Ausbildung kommen. Warum? Weil die Unternehmen etwa einen Ingenieur zum Abteilungsleiter befördern oder auf andere Weise mit Aufgaben betrauen möchten, die Managementfunktionen beinhalten oder zumindest stärker wirtschaftlich ausgerichtet sind als die eigentliche Ingenieurstätigkeit. Die MBA-Ausbildung ist das ideale Instrument, um diesem Arbeitnehmer eine geeignete, breite Managementausbildung zu verschaffen. Es handelt sich also oftmals um eine ganz gezielte personalpolitische Maßnahme, wenn jemand in ein Executive-MBA-Programm geschickt wird. Es ist demgegenüber seltener, dass einem Arbeitnehmer ganz allgemein zur Verbesserung seines wirtschaftlichen Hintergrunds ein solcher Abschluss finanziert wird. c. Übernahme der Bewerbungskosten Wenn Sieden Finanzierungsplan für Ihr MBA-Studium aufstellen, werden Sie feststellen, dass die bei weitem unangenehmsten Kosten meist die Studiengebühren und die Lebenshaltungskosten sind. Aber auch die Bewerbungskosten können ihrem Geldbeutel empfindlich treffen: Die Ergebnisse ihrer TOEFL- und GMAT-Vorbereitung müssen Sie kostenpflichtig von ETS an jede Business School schicken lassen, bei der Sie sich bewerben. Die Tests selber kosten ebenfalls rund 100 Dollar (TOEFL) und 200 Dollar (GMAT) pro Versuch. Dazu kommen so genannte Application Fees der einzelnen Business Schools, die oft 50 oder 60 Dollar betragen. Auch die Portogebühren können sich bis zu einigen Hundert Euro aufaddieren, je nachdem auf welchem Wege Sie an wie viele Schulen Briefe und Bewerbungsmaterialien verschicken. Vorbereitungskurse auf den GMAT und den TOEFL, die in den USA meist mit 1.000 bis 2.000 Dollar zu Buche schlagen, werden mittlerweile auch hierzulande immer verbreiteter; sie werden in Deutschland zwar günstiger angeboten; mit 500-1000 Euro inklusive Anfahrt und eventueller Unterbringung können Sie aber rechnen. Kosten in dieser Höhe können noch einmal zusätzlich anfallen, wenn Sie sich dafür entscheiden, sich bei der Erstellung Ihrer Bewerbungsessays von einem professionellen Editier-Service betreuen zu lassen. Wer an die Top Schulen strebt und möglichst sichergehen möchte, einen der begehrten Plätze zu bekommen, nimmt darüber hinaus oft noch Einzeltraining für das Bewerbungsinterview oder Privatstunden für die Testvorbereitung in Anspruch. Wenn Sie sich bei mehreren Business Schools bewerben (was empfehlenswert ist) und zumindest die meisten dieser Angebote für Ihre Bewerbungen nutzen, können Sie daher durchaus mit 5.000-10.000 Euro Bewerbungskosten rechnen. Eine solche Ausgabe lohnt sich nur, wenn Sie in ein gutes MBA-Programm wollen. In dem Fall ist das Geld wegen des starken Zulassungswettbewerbs und der erheblichen Vorteile, die ein renommierter MBA-Abschluss später mit sich bringt, gut investiert. Es scheint, dass in Deutschland viele Arbeitnehmer, die sich für einen MBA interessieren, diese Zusammenhänge erkannt haben und grundsätzlich bereit sind, mit professioneller Unterstützung eine sehr gute Bewerbung zu erstellen. Vermutlich aus dem Grund, dass hohe Bewerbungs- und Studienkosten in Deutschland unbekannt sind, tun sich viele dann aber doch schwer damit, in die eigene Tasche zu langen. Stattdessen erhalten wir regelmäßig Fragen, ob nicht grundsätzlich der Arbeitgeber bereit sein sollte, solche Kosten zu übernehmen. Schließlich diene ein guter Executive-MBA doch auch dem Ruf des Unternehmens und der Mitarbeiter bringe seine erhöhte Arbeitskraft später wieder in das Unternehmen ein. Diese Argumentation ist sicherlich nicht schlecht, zumal Sie an einer hervorragendem Business School auch sehr gute Kontakte bekommen, die nicht nur Ihnen persönlich, sondern auch Ihrer Firma (möglicherweise) von Nutzen seien können. Und ohne Zweifel stellt sich ein Unternehmen in ein sehr positives Licht, wenn es Arbeitnehmer beschäftigt, die hinter ihren Namen etwa: MBA (Harvard) schreiben können. Dennoch halten wir die Chancen nicht für übermäßig hoch, dass Sie erhebliche Bewerbungskosten in der genannten Höhe ausgelegt bekommen. Dazu Jörn Meißner, Gründer des GMAT Prep Unternehmens Manhattan Review und Doktorand an der Columbia Business School: „Viele Arbeitnehmer sind recht wagemutig. Sie überzeugen Ihren Arbeitgeber, ein Vollzeit- oder Executive-MBA-Programm finanziell zu unterstützen und kommen nach der Zusage auf die Idee, das Unternehmen auch noch die nicht unerheblichen Bewerbungskosten zahlen zu lassen. Bei uns melden sich regelmäßig Teilnehmer mit der Frage, ob wir Erfahrung hätten mit der Bezahlung unserer GMAT-Kurse oder Essay-Editierleistungen durch die jeweiligen Arbeitgeber unserer Kunden und ob wir dabei behilflich sein könnten, das jeweilige Unternehmen für diesen Schritt zu gewinnen. Dazu möchte ich Folgendes sagen: Unsere Kursteilnehmer zahlen in aller Regel selbst; eine Unterstützung durch den Arbeitgeber ist überaus selten. Man müsste ihn davon überzeugen, dass eine gelungene Bewerbung heutzutage das A und O für die Aufnahme in ein Spitzenprogramm ist und dass der MBA-Abschluss einer renommierten Business School seinem Unternehmen später einen hohen Nutzen einbringt. Diese Argumentation hat viel für sich; bei den meisten deutschen Arbeitgebern werden Sie damit aber wenig Erfolg haben. Wer seinen Arbeitgeber dazu bewegen kann, den MBA zu unterstützen, dem ist immerhin bereits die Hauptlast von den Schultern genommen: die oftmals schwierige Frage der Finanzierung des eigentlichen Studiums. Die Bewerbungskosten nehmen sich demgegenüber vergleichsweise unbedeutend aus, auch wenn Sie mit manchmal einigen Tausend Dollar nicht unbedingt ein Pappenstil sind. Ich kann jedem, der den Wert eines guten MBAs für sich erkannt hat, nur dazu raten, mit den Bewerbungskosten nicht zu sparen. Ich selbst habe für meine PhD-Bewerbungen schon 1994 11.000 DM ausgegeben. Die Summe war für mich nicht ganz einfach aufzutreiben. Es hat sich aber gelohnt.“ Dr. Bin Yu, PhD (Columbia), GMAT-Trainer bei Manhattan Review, hat MBA Gate eine vergleichbare Antwort auf die Frage gegeben, welche Erfahrungen er mit der Übernahme der Bewerbungskosten durch den Arbeitgeber habe: “Application costs can be substantial, especially if you apply to several schools (several official score-sheets of TOEFL and GMAT, application fees, mailing costs etc) and if you decide to have your essays edited professionally, which I find is one of the most promising ways to get into renowned MBA programs. A renowned program is beneficial in many ways, however, I do believe that you would be by far the greatest beneficiary yourself: very good and maybe life-long connections, improved social standing, great job perspectives -- this one presumably not much to your current employer's delight. So it is difficult to predict if your company should appreciate the indirect benefits of having for instance a Wharton-MBA in the management in a couple of years by funding even your application costs. We do not have experience with that as our participants normally finance their applications themselves, and we opted not to operate with company rates (which would be several hundred dollars higher) due to the small corresponding demand. No doubt that it would make some sense: your firm would to some extent benefit from your connections and from the reputation of your business school ("...they must be good if they attract MBAs from Harvard/Columbia/INSEAD..."), and some of the renowned programs are very fast-paced and motivating: they would bring you into great working shape.” d. Akzeptanz von Executive-MBA-Programmen Wie akzeptiert sind Teilzeit- und Executive-MBA-Programme im Vergleich zum klassischen Vollzeit-MBA? Die Meinungen hierzu sind geteilt. Traditionell besitzt das klassische Vollzeitprogramm sicherlich die größte Anerkennung. Spitzenfirmen rekrutieren regelmäßig und ausschließlich aus den Vollzeitprogrammen führender Business Schools. Schaut man auf die Gehälter der Absolventen als Indikator für die Wertschätzung durch den Arbeitsmarkt, bestätigt sich diese Einschätzung. Einer britischen Analyse zufolge lassen sich die durchschnittlichen Einstiegsgehälter in United Kingdom in folgende Reihenfolge bringen, nach absteigenden Gehältern sortiert: 1. Das zweijährige Vollzeitprogramm 2. Das einjährige Vollzeitprogramm 3. Das Teilzeitprogramm unabhängig vom Unternehmen 4. Durch das Unternehmen finanzierte und mitgetragene MBA-Programme (Quelle: Birgit Giesen, Geschäftsführerin des Staufenbiel Instituts, in Ihrem Vortrag auf MBA Gate 2002). Es gibt mittlerweile aber auch hervorragende Executive-Programme, allen voran das Joint Program der London Business School und der Columbia Business School (leider vermutlich auch das teuerste MBA-Programm der Welt: ca. 100.000 USD). Ein Problem sind die großen Qualitätsunterschiede der Executive-MBA-Angebote. Grundsätzlich sollten die Lehrpläne der Vollzeit- und der Teilzeitprogramme von der Qualität der Ausbildung her vergleichbar sein. Vor allem im Bereich der Executive-Programme gibt es aber erhebliche Unterschiede (auch zwischen Programmen, die von derselben Behörde akkreditiert worden sind), zum Beispiel was die Anzahl der Pflichtvorlesungen betrifft. Viele Arbeitgeber sehen einen Executive-MBA als Beleg für die Belastbarkeit und das Engagement eines Mitarbeiter, der es geschafft hat, seinen Job und ein anspruchsvolles Studium miteinander in Einklang zu bringen. Außerdem ist die Kommunikation in den Teilzeit- und Fernstudiengängen mittlerweile deutlich besser geworden. Die modernen Technologien ermöglichen viel mehr Interaktion als noch vor einigen Jahren. Mittlerweile tauschen sich die Studenten regelmäßig und intensiv mit Kommilitonen und Lehrern aus und arbeiten zusammen an Fallstudien. Diese Form der Kommunikation kann zwar nicht mit der Situation in einem Vollzeitstudium verglichen werden, während dem Sie ständigen Kontakt zu Ihren Mitstudenten haben. Zumindest ist damit aber das größte Manko der Fern- und Teilzeitstudiengänge beseitigt, das in der kümmerlichen menschlichen Interaktion bestand. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass besonders in Europa immer mehr Wert auf die Berufserfahrung der MBAs gelegt wird; dadurch gewinnen die berufsbegleitenden Programme an Bedeutung. e. Ablauf eines Executive-MBA-Programms (Beispiel) (das Beispiel eines Studienplans finden Sie unter MBA-Studienplan) Es folgt die Schilderung des Ablaufs eines Executive-MBA-Programms, die Detlev Kran, der Geschäftsführer der FIBAA, im Rahmen des Expertenforums: "MBA Gate 2002" gegeben hat. Detlev Kran hat den MBA-Titel in dem Executive-Programm der California State University erworben; studiert hat er auf deren Campus in Wien. „Ich habe als Beispiel den Ablauf bei der California State University gewählt, die einen Ableger in Wien hat. Ich bin Dienstag abends mit dem Nachtzug nach Wien gefahren, war Mittwoch morgens um acht Uhr da und bin mit der U-Bahn zur Hochschule gefahren, wo um halb neun die Veranstaltungen begonnen haben. Zunächst wurden Case Studies ausgegeben und Aufgaben für Einzel- und Gruppenpräsentationen verteilt. Anschließend haben die Vorlesungen stattgefunden. Zweimal in der Woche am Abend sind Fachleute aus der Wirtschaft gekommen, die über ihr Unternehmen oder Spezialbereiche aus ihren Unternehmen referiert haben. Im Anschluss an diese Referate hat man sich in der Regel zusammengesetzt, um die Einzel- und Gruppenpräsentationen vorzubereiten. Bei 25 Teilnehmern können Sie sich vorstellen, was das für ein Aufwand ist. Sonntag nachmittags um 16 Uhr war der Kurs vorbei. Ich bin dann mit dem Zug zurück nach Bonn gefahren, wo ich Montag morgens um neun Uhr angekommen bin, um direkt in das Büro der FIBAA zu fahren und dort meinen Job als Leiter der Geschäftsstelle wahrzunehmen. Abends und am Wochenende habe ich die Hausarbeiten geschrieben, die wir zu erledigen hatten. Klausuren wurden nicht geschrieben, weil das Programm rein praxisorientiert war. Wir haben statt dessen praxisbezogene Aufgaben bekommen, zum Beispiel zur Marketing-Strategie unseres Unternehmens; es war eine entsprechende Analyse vorzunehmen und ein Marketing-Plan für das Unternehmen innerhalb von vier Wochen aufzustellen. Wenn man diese Arbeiten nicht vorgelegt hat, wurde man nicht zum nächsten Kurs zugelassen, der genau vier Wochen später anlief und sich wieder über fünf Tage erstreckte. Das Ganze hat sich über zwei Jahre erstreckt. Urlaub und Freizeit hat es während dieser Zeit eigentlich nicht gegeben. So ungefähr läuft ein Executive-MBA-Programm ab. Das finden Sie an der WHO genauso wie in anderen Programmen. Einer meiner Freunde aus Kiel, der in INSEAD war, hat mir erzählt, es sei geradezu faszinierend gewesen: während der gesamten Zeit von elf Monaten hat er es zwei mal an einem Wochenende geschafft, nach Hause zu fahren - er war verheiratet und hatte zwei Kinder. Und seine Lehrkräfte in INSEAD hatten es sogar für unmöglich gehalten, dass man das überhaupt einrichten kann. Er hatte sich durch entsprechende Organisation diese freie Zeit freischaufeln müssen. Alle Teilnehmer dieses Executive-MBA-Programms hatten &Mac226;nebenbei’ einen Vollzeit-Job zu erledigen, und alle hatten Familie. Die Zahlen sehen nach fünf Jahren - solange läuft das Programm jetzt in Europa – wie folgt aus: 160 Absolventen haben bestanden, 450 sind derzeit als Studierende eingeschrieben. Ein gutes Drittel mehr Studenten könnte derzeit den Abschluss haben, aber sie haben es bisher in der Regel nicht geschafft, die Diplomarbeit abzugeben oder, wenn sie die Diplomarbeit abgegeben haben, haben sie es aus zeitlichen Gründen nicht geschafft, die &Mac226;Verteidigung’ dieser Diplomarbeit durchzuführen. Demnach haben Sie in diesem Programm eine Bestehens-Quote von rund einem Drittel; es könnten aber rund 50 Prozent sein. Nach unseren Erfahrungen liegt die Bestehensquote bei MBA-Programmen bei ungefähr 80 Prozent, unabhängig davon, ob es Teilzeit- oder Vollzeit Programme sind. Andere springen vorher ab oder schaffen die Prüfung nicht.“ Zum letzten Punkt noch eine Ergänzung von MBA Gate: Bei Vollzeitprogrammen liegt die Bestehensquote durchschnittlich bei knapp unter 100 Prozent. Der Durchschnitt von Vollzeit- und Teilzeitprogrammen zusammen liegt dann bei rund 80 Prozent. 4. Der MBA im Fernstudium a. Einleitung Zum Ende des Jahres 2002 gab es weltweit ca. 150 MBA-Fernstudiengänge, 100 davon in den USA, 40 in Großbritannien; der Rest verteilt sich auf die verbleibenden Länder. Diese Angebote gibt es seit nicht mehr als zehn Jahren. Im Fernstudium erworbene MBAs galten lange als zweitklassig. Die Versuche der bekannteren US-Unis sind bisher nicht ganz überzeugend; den besten Ruf haben die - Fuqua School of Business (Duke University) und die - Krannert School of Management (Purdue University). b. Renommee Per Fernstudium erworbene Master haben bislang nicht den gleichen Marktwert erreicht wie ein klassischer MBA. Dennoch: Für viele, die keinen Voll- oder Teilzeit-MBA absolvieren können, kann das Fernstudium eine sinnvolle Option sein. c. Nachteile Wenn Sie mit einem Fernstudium liebäugeln, sollten Sie sich allerdings über einige Defizite im Klaren sein, die ein Studium aus der Distanz gegenüber den Anwesenheitsprogrammen hat. Die wesentlichen Nachteile des Distance Learning liegen auf der Hand: - weniger und kein unmittelbarer Kontakt mit dem Lehrkörper und Kommilitonen; man profitiert viel weniger von dem Wissen der anderen, das man kaum wahrnimmt - keine direkte und regelmäßige Zusammenarbeit und Freundschaften mit internationalen Kommilitonen; deshalb kein nennenswerter Erwerb von „kulturellem Know-how“ - Soft Skills, die durch Projektarbeit in Gruppen (wichtiger Bestandteil der MBA-Ausbildung) gewonnen werden, bleiben auf der Strecke - mündliche Fremdsprachfertigkeiten werden kaum verbessert - und am Rande bemerkt: Während auf dem Campus noch die Hoffnung besteht, rassigen Orientalinnen näher zu kommen, ist man beim Fernstudium auf vergleichsweise trostlose &Mac226;Blind’ Dates per Email zurückgeworfen d. Akkreditierung Ein weiterer Nachteil ist, dass bisher nur sehr wenige der Fernstudiengänge akkreditiert worden sind. Da es Fernstudiengänge erst seit ca. zehn Jahren gibt, hat es bis vor kurzem gar keine Akkreditierung gegeben. Zum Stand der Akkreditierung von Fernstudiengängen hat sich Detlev Kran, der Geschäftsführer der FIBAA, auf dem MBA Expertenforum „MBA Gate 2002“ im November in Frankfurt geäußert: „Weltweit sind nur sehr wenige Fernstudiengänge akkreditiert. Diese Studienangebote sind ja eine sehr neue Entwicklung. Vorreiter hier im deutschen Raum sind das Henley Management College, die Open University und Heriot Watt. Aus dem amerikanischen Bereich kommt jetzt die Duke University in Frankfurt noch dazu. Die haben aber für ihre Fernstudiengänge in der Regel keine Akkreditierung.“ Ergänzung der Red.: Die Open University ist von der AMBA akkreditiert und hat mittlerweile die EQUIS-Akkreditierung erhalten. Die AMBA hat weitere britische Fern-Universitäten akkreditiert. Wegen der Einzelheiten sehen Sie bitte die folgenden Absätze. Wer sich für ein Fernstudium entscheidet, dem können wir die folgenden Studiengänge empfehlen: e. Empfehlenswerte Fernstudiengänge USA: In den USA gelten als sehr gut die Distance Learning Programs der - Fuqua School of Business (Duke University) und der - Krannert School of Management (Purdue University) Europa: In Europa ist vor allem zu empfehlen die Britische Open University Business School (OUBS) in Keynes - eine der größten Fernuniversitäten der Welt. Die Business School der Open University besteht seit 1983. Im Jahr 2001 ist die OUBS nach EQUIS akkreditiert worden - zusätzlich zu der Akkreditierung durch die AMBA. Die EQUIS Akkreditierung belegt, dass auch Fernstudienangebote eine sehr gute Qualität haben können. Weitere von der AMBA akkreditierte, britische Fernuniversitäten (im Jahr 2001): - Henley Management College - Warwick - Strathclyde - Durham - Aston - Leicester 5. Vorteile und Eigenarten des amerikanischen MBA Zu Beginn dieses Kapitels (Programmtypen) haben wir bereits einen kurzen Überblick über das klassische amerikanische Vollzeit-MBA-Programm (zwei Jahre) und das europäische Modell (9 Monate bis 12 Monate) gegeben. Worin bestehen die Vorteile des amerikanischen gegenüber dem europäischen Modell? Eine allgemeingültige Aussage fällt hierzu nicht mehr ganz leicht. Zu zahlreich sind mittlerweile die Programmvariationen. Es sind aber zumindest ein paar grundlegende Vorteile und Besonderheiten amerikanischer Programme erkennbar: a. Marktführerschaft Die USA sind Marktführer in Sachen MBA. Im Jahr 2001 gab es weltweit rund Dreitausend MBA-Programme, von denen allein Tausend in den USA angeboten wurden! Die große Masse der interessanten MBA-Angebote finden Sie nach wie vor in den Vereinigten Staaten, wo der MBA seinen Ursprung hatte: Seitdem das Dartmouth College den Vorläufer des MBA (Master of Commercial Science) bereits vor Hundert Jahren in New Hampshire angeboten hat, haben die Amerikaner in Sachen MBA die Nase vorn behalten. Die lange Tradition des MBA in den USA hat gravierende Auswirkungen: Das gute Renommee eines MBA-Programms ist in der US-Wirtschaft viel bekannter als andernorts. Die US-Business-Schools betreiben ein regelmäßig effektiveres Job Placement und Networking als ihre europäischen Kollegen. Auch die Alumni-Netzwerke der US-Schulen sind sehr weit verbreitet und erhöhen die Einstiegs- und Aufstiegschancen ihrer Absolventen auf dem Arbeitsmarkt. b. Wissenschaftlicher Vorsprung Wissenschaftlich liegen die US-Universitäten meist noch vorne. Die US-Business-Schools geben nach wie vor mehr größere Forschungsarbeiten in Auftrag und die bahnbrechenden Artikel im Management-Bereich stammen sehr häufig noch von Professoren amerikanischer Business Schools. c. Mehr Unterrichtsstoff - Mehr Wahlfächer Wie gesagt: Die klassischen Vollzeit-Programme in den USA sind grundsätzlich auf zwei Jahre angelegt und gelten als vollwertiges Management-Studium, während die europäischen Varianten meist nur bis zu einem Jahr dauern und als Zusatzstudium konzipiert sind. Trotz einiger Annäherungen kann man sagen: Den US-Business-Schools geht es immer noch mehr um die Vermittlung vertiefter Managementkenntnisse. Auch das Wahlfach-Angebot ist in der Regel umfangreicher, weil der MBA in den USA meist von der Business School einer großen Universität angeboten wird; da fällt es vergleichsweise leicht, verschiedene Wahlfächer anzubieten. Zum Vergleich: In Europa sind die Anbieter sehr häufig eigens für ein MBA-Programm geschaffene private Einrichtungen. d. Hohe Innovationsgeschwindigkeit Die US-Business-Schools gestalteten ihre MBA-Programme sehr flexibel. Ihre Innovationsgeschwindigkeit und Anpassungsfähigkeit ist sehr hoch, etwa wenn es darum geht, die Studienmaterialien zu erneuern und neue Lerntechnologien einzusetzen. e. Beschränkung auf den amerikanischen Markt Viele europäische Studenten, die in den USA ihren MBA erworben haben, bemängeln, dass die Programme sehr stark auf die amerikanischen Verhältnisse zugeschnitten sind. Das betrifft zum einen das Studienangebot. Darüber hinaus ist die Jobvermittlung, die amerikanische Universitäten durchaus mit Erfolg betreiben, auf den nationalen Markt konzentriert; für diesen Bereich werden die meisten Mittel bereitgestellt. Dabei geht es vor allem um die Vermittlung amerikanischer Studenten; Ausländer haben geringere Chancen. Anders sieht das allenfalls dann aus, wenn man von einer der Top 20 Schulen kommt: unabhängig von der Nationalität haben die amerikanischen Arbeitgeber an solchen Absolventen großes Interesse; Ihr Englisch muss aber sehr gut sein, wenn Sie in den Auswahlgesprächen der Top Unternehmen amerikanische Mitbewerber ausstechen wollen. Die amerikanischen Business Schools haben diese Nachteile für Ausländer mittlerweile erkannt und bemühen sich stärker darum, auch ihre ausländischen Absolventen besser zu vermitteln. Diese Beobachtungen fügen sich in das derzeitige Bild des amerikanischen MBA-Ausbildung, die zwar weltweit führend ist, in puncto Internationalität aber gegenüber der europäischen Variante noch nicht mithalten kann. In den USA studieren viel weniger Ausländer in MBA-Programmen als in Europa; zumindest im Verhältnis zur Gesamtzahl der Teilnehmer. Nur um ein Beispiel zu nennen: die London Business School hatte im Jahr 2001 Teilnehmer aus mehr als 54 Nationen in ihren MBA-Programm. Auch die USA ziehen ausländische Teilnehmer an, allerdings nicht annähernd in vergleichbarem Umfang. Auch der Lehrkörper ist in den USA weniger international als in Europa, wo mittlerweile im Durchschnitt über 60 Prozent der Dozenten aus anderen Ländern kommen. Innerhalb Europas sind die Wege natürlich auch nicht so weit wie von anderen Ländern in die USA. Dennoch: der Unterschied ist gravierend; Harvard dürfte in den USA führend sein, was die Internationalität der Dozenten betrifft - und das mit gerade mal einen Viertel Nicht-Amerikaner. Zugestanden: die USA haben immerhin eine große ethnische Vielfalt unter ihren Staatsbürgern. In jüngster Zeit beobachten wir, dass auch die amerikanischen Business Schools stärker an ihrer internationalen Ausrichtung arbeiten: - Die US-Schulen bemühen sich um mehr internationale Dozenten. - Es wird um mehr ausländische Studenten geworben. Viele US-Anbieter haben zu diesem Zweck mittlerweile spezielle Recruiter eingestellt. - Zahlreiche Business Schools bereichern ihre Programme außerdem um eine internationale Komponente, indem sie den Erwerb ihres MBA-Titels auch im Ausland anbieten, zum Beispiel in Europa, in Asien und in Südamerika. Oftmals geschieht das aus rein finanziellen Gesichtspunkten; denn auf diese Weise kann man Studenten anlocken, die an dem Angebot nur interessiert sind, wenn sie dafür nicht "den Sprung über den Teich" wagen müssen. Viele der Top Business Schools schrecken bisher noch davor zurück, auf diese Weise mehr Bewerber anzulocken, vermutlich weil sie die Verwässerung des guten Namens ihres MBA-Titels fürchten. Es ist zumindest nicht ganz unproblematisch, wenn man beispielsweise einen Harvard-Abschluss vorweisen kann, und es stellt sich später heraus: Das Degree hat man im Teilzeit-Studium in Westafrika erworben, während man als Au Pair auf einer Bananen-Plantage gejobbt hat. Nebenbei: Auch die europäische Top-Schule INSEAD unterhält neben ihrem Sitz in Fontainebleau bei Paris einen Campus in Singapur. 6. Vorteile und Eigenarten des europäischen MBA In Europa wird keinesfalls unreflektiert das amerikanische Modell der MBA-Ausbildung übernommen. Statt dessen kann man von einer eigenen, europäischen Variante der MBA-Ausbildung sprechen, trotz aller Programmvielfalt. Das europäische Modell hat vor allem die folgenden Besonderheiten und Vorteile: a. Geringeres Angebot b. Gründung unter der Beteiligung von Wirtschaftsunternehmen c. Kleinere Institute d. Internationalität e. Viele Programmoptionen f. Multi-Center-Programme g. Kürzere Ausbildung a. Geringeres Angebot In Europa gibt es weit weniger MBA-Programme als in den USA. Im Jahr 2001 gab es ungefähr 200 europäische Angebote - die meisten davon in Großbritannien. Frankreich, Spanien und die Niederlande tun sich ebenfalls hervor auf dem MBA Markt. Auch Deutschland macht sich mittlerweile bemerkbar. Viele der vorhandenen Programme können sich durchaus sehen lassen. MBA-Anbieter wie INSEAD, die London Business School und einige andere kann man sicherlich schon zur Weltspitze zählen. b. Gründung unter der Beteiligung von Wirtschaftsunternehmen In den USA wird der MBA in aller Regel durch die Business Schools der Universitäten angeboten, vergleichbar dem deutschen Modell, wo das MBA-Programm meistens von der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät einer Universität eingerichtet wird. Anders im übrigen Europa: Dort ist die MBA-Ausbildung oftmals gerade nicht an eine Fachhochschule oder Universität angeschlossen, sondern sie wird durch private Institute bereitgestellt, die auf Initiative von Wirtschaftsunternehmen hin gegründet werden. Das garantiert einen hervorragenden Praxisbezug der Programme und gute Beziehungen zu potentiellen Arbeitgebern. Renommierte Beispiele für dieses Konzept sind etwa INSEAD und IMD. Auch in Deutschland gibt es Programme dieser Prägung: Das jüngste Projekt von Unternehmen, ein Top Business School in Deutschland aufzuziehen, ist die European School of Management and Technology (ESMT) in Berlin. Dieses Programm steckt noch in den Kinderschuhen und soll hier keinesfalls bereits als zukünftiges Eliteprogramm gefeiert werden. Die Zielsetzungen und Absichtserklärungen der Gründer liefern unseres Erachtens aber ein gutes Beispiel dafür, welche Vorteile man sich von der Gründung von Eliteuniversitäten durch Wirtschaftsinitiativen in Europa verspricht. Die Gründung der EMST soll ein Beitrag der deutschen Wirtschaft dazu werden, in Deutschland eine Eliteschule für hochqualifizierte Management-Nachwuchskräfte zu etablieren. Die Schule soll von einer Stiftung getragen werden, die voraussichtlich von Unternehmen wie der Deutschen Bank, E.ON, DaimlerChrysler und der Allianz finanziert wird. Es soll eine erstklassige Business School geschaffen werden, die es nach Aussage ihrer Gründer auf diesem Niveau in Deutschland bisher nicht gebe. Ein solches Angebot werde in Deutschland für dringend nötig erachtet, um Jungtalente davon abzuhalten, eine Spitzenausbildung im Ausland zu absolvieren und anschließend dort zu bleiben; damit gingen sie dem deutschen Arbeitsmarkt möglicherweise für lange Zeit oder immer verloren. Zur Ergänzung zitieren wir einige Auszüge aus Artikeln der Süddeutschen Zeitung vom 6. und 8. Mai 2002, die den Hintergrund der Gründung der EMTS beleuchten: „... Träger der Wirtschaftsschule wird eine Stiftung, die mehrere Unternehmen mit einem Gründungskapital von mindestens 100 Millionen Euro ausstatten wollen. Die Hertie-Stiftung finanziert zudem mit 25 Millionen Euro ein Institut für Europäische Integration. Jährlich sollten insgesamt rund 4000 Führungskräfte unter 40 Jahren verschiedene Studiengänge, Management-Kurse oder Fachtagungen besuchen, sagte Cromme. Ein Schwerpunkt der englischsprachigen Schule, die eine Außenstelle in München haben wird, sei die Analyse von Marktchancen neuer Technologien. (sueddeutsche.de/dpa)“ „...Die Berliner Schule soll sich ohne öffentliche Mittel durch ein Stiftungskapital von 100 Millionen Euro, Studiengebühren und eigene Einnahmen finanzieren...“ „...Die private Hochschule bietet nach einer Aufbauphase ab 2004 Studiengänge für Führungskräfte an. Sie müssen bereits über einen Hochschulabschluss im Bereich Wirtschaft, Jura, Medizin oder Ingenieurwissenschaften verfügen und Berufserfahrungen vorweisen... „... 4000 Führungskräfte sollen die neue Berliner Hochschule nach einer Anlaufphase pro Jahr besuchen. Voraussetzung ist eine Aufnahmeprüfung, die Unterrichtssprache ist Englisch.“ „...Die neue Elite-Hochschule der deutschen Wirtschaft wird im Herzen Berlins in das ehemalige DDR-Staatsratsgebäude einziehen. Bundeskanzler Gerhard Schröder und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit einigten sich in einem Gespräch am Dienstagabend, teilte Senatssprecher Michael Donnermeyer mit... Zweiter Standort der Eliteschule wird München sein...“ c. Kleinere Institute Die meisten europäischen MBA-Anbieter erreichen nicht die Größe der US-Business-Schools. Dementsprechend stehen weniger Gelder für Forschung zur Verfügung, und es werden weniger Wahlfächer angeboten. d. Internationalität Die MBA-Programme in Europa haben im Schnitt eine deutlich internationalere Ausrichtung als in den USA. Fast drei Viertel ausländische Studenten sind in europäischen Programmen keine Seltenheit. Laut Birgit Giesen vom Staufenbiel Institut hatte das IMD in Lausanne im Jahr 2001 gerade mal fünf Schweizer im Programm, und in den Hörsälen der London Business School sitzen Studenten aus 54 Ländern. Zudem kommen mehr als 60% der Dozenten europäischer MBA-Programme aus dem Ausland. Trotz dieser internationalen Ausrichtung muss man sich aber über eines im Klaren sein: So wie die US-Programme sich sehr stark mit dem Wirtschafstraum USA beschäftigen, sind die europäischen Programme in erster Linie auf den europäischen Wirtschaftsraum und den europäischen Managementstil ausgerichtet. e. Viele Programmoptionen In Europa gibt es eine erfreuliche Vielfalt an Programm- Varianten: die Spannweite reicht von Neun-Monats-Programmen bis hin zu Teilzeit-MBAs für Berufstätige, die sich über mehr als fünf Jahre erstrecken können. Es zeichnet sich allerdings ab, dass die USA diesen Trend nachvollziehen. Dazu Birgit Giesen, die Geschäftsführerin des Staufenbiel Instituts auf dem Expertenforum: „MBA Gate 2002“ im November 2001 in Frankfurt: „Für die Neuauflage des von uns herausgegebenen Buches "Das MBA-Studium" befragen wir alle zwei Jahre ungefähr 80 Business Schools in den USA und in Europa. Wir wollen dadurch feststellen, worin die größten Unterschiede gegenüber der Periode zwei Jahre vorher bestehen. Ich meine, dass auf der einen Seite Programmstrukturen zunehmend heterogen werden. Man hatte früher eher das klassische Zwei-Jahresprogramm angeboten; lediglich in Europa war das Angebot immer schon etwas vielfältiger. Diese festen Strukturen sind mittlerweile aufgebrochen. Die berufsbegleitenden Programme, die zwangsläufig flexibler und individueller sind, haben stark zugenommen. Dadurch gibt es sehr vielfältige Angebotsformen, einschließlich Wochenendendkursen, Blockunterricht innerhalb der Woche, einen Monat Tätigkeit im Unternehmen - anschließend wieder einen Monat in der Business School und so weiter; es gibt mittlerweile die vielfältigsten Variationen von MBA-Programmen.“ f. Multi-Center-Programme Vor allem in Europa haben auch die sog. Multi-Center-MBA-Programme Konjunktur. Das sind MBA-Programme, die gemeinsam von mehreren Partner-Universitäten (beziehungsweise privaten MBA-Anbietern) aus verschiedenen, europäischen Ländern eingerichtet werden. Die Teilnehmer studieren an mehreren, europäischen Standorten. Vor allem die Universitäten von Strathclyde und Cranfield sind auf britischer Seite an solchen Partnerschaften beteiligt. Diese und andere Programme werden teilweise auch bilingual angeboten, etwa in englischer und französischer oder spanischer Sprache. g. Kürzere Ausbildung In Europa sind die Programme grundsätzlich kürzer. Fast alle europäischen MBA-Veranstalter bieten Ein-Jahres- beziehungsweise Neun-Monats-Programme an, während ein amerikanisches Vollzeit-MBA-Programm in der Regel zwei Jahre dauert (einige Ausnahmen gibt es bereits). Das macht auch Sinn: Die europäischen Studenten haben im Schnitt mehr Berufserfahrung und sind älter, weshalb viele von ihnen nicht noch einmal zwei Jahre studieren möchten.
__________________ ..ich habe mir angewöhnt, dass ich jeden Tag in den Garten schau und eine Blume hinrichte..." (Edmund Stoiber, Bayrischer Ministerpräsident) heute schon gemichelt? michelforum.ca BPB Forum/BPB Home/BPB.Org/BPBDirectory/BPB.Biz/BPB.Info/BPB.Net/Tags/Sitemap Staatsangehörigkeiten, Pässe & Titel: Staatsangehörigkeiten, Reisepässe, Diplomatenpässe, Namensänderungen, Künstlernamen, Ausweise, Doktortitel, Professortitel, Ehrentitel, Diplome, Zeugnisse, Berufsbezeichnungen, Titelführung, Adelstitel, Feudaltitel, Ritterorden, Familienwappen, Geistliche Ordensgemeinschaften, Dubiose Promotionsberatungen, Titelvermittlung, Ghostwriter, Prof.-Titel und Doktortitel kaufen, Gesetze, Urteile und Beschlüsse zur Titelführung, zu Pässen, Ausweisen und Passeinträgen Hochschulen, Studium, Studiengänge, akademische Weiterbildungen & akademische Berufe: Informationen, Gesetze, KMK-Beschlüsse, Rahmenordnungen, Vereinbarungen & Vorschriften, Universitäten, Hochschulen, Fachhochschulen in Deutschland, Hochschulliste, Promotionsforum, legale Promotionsberatung, promovieren, anerkannte Promotionen und Habilitationen, Studium, Studiengänge in Deutschland, Österreich, Schweiz, Präsenz-, Online- und Fernstudium, Auslandsstudium aller Art, studieren im Ausland, Praktika, Hilfen, Wissenswertes, Accreditation matters, Recognition of foreign Universities, Credential Evaluation Services, Tipps und allgemeine Diskussionen zur Hochschulbildung und akademischen Berufen Berufliche Aus- und Weiterbildungen, Fortbildungsprüfungen, Berufe (auch international): Gesetze, Richtlinien, Rahmenordnungen, Prüfungsordnungen & sonstige Vorschriften, Ingenieur-, Techniker- und Meisterkurse und -Abschlüsse, auch international, Abschlüsse, Kurse und Adressen der Kammern, IHK, HWK, LWK, IngK, ArchK, Sonstige staatliche Prüfungen, anerkannte Abschlüsse und Zusatzqualifizierungen, Tipps zur beruflichen Bildung & freie Diskussionen zu Berufen und beruflichen Weiterbildungen, Fernkurse und Onlinekurse mit ZFU-Zulassung und reine Selbststudienkurse, Seminare, Schulungen, Workshops, Coaching & Supervision Tags: Diplomat, Diplomat werden, Diplomatenpässe, Diplomatenausweis, Diplomatenausbildung, Diplomatenstatus, Diplomatische Immunität, Camouflage-Pass, Reisepass, Reisepässe, Personalausweis, Personalausweise, Namensänderung, Künstlername, neue Identität, Visum, Elektronischer Dienstausweis, |